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Potsdam Neuer Verein für Stadtkanal in Potsdam
Lokales Potsdam Neuer Verein für Stadtkanal in Potsdam
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19:47 25.05.2016
So sah der Stadtkanal seinerzeit aus. Quelle: Archiv
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Innenstadt

Lange war es sehr ruhig um die Rekonstruktionspläne für den Stadtkanal. Doch nun kommt wieder Schwung in die Sache. Ein neu gegründeter Verein will das Vorhaben vorantreiben. Sein offizieller Name lautet: „Bauverein Potsdamer Stadtkanal 1722 e.V.“ Die Jahreszahl verweist auf den Beginn des Kanal-Ausbaus durch König Friedrich Wilhelm I.

Die Gründerväter des Bauvereins sind der Potsdamer Projektentwickler und Historiker Willo Göpel und der Rechtsanwalt Clemens Appel, der früher unter anderem als Staatssekretär im brandenburgischen Ministerium für Stadtentwicklung und als Chef der Staatskanzlei tätig war. Göpel ist Vereinschef; Appel zweiter Vorsitzender und Sprecher.

Projektentwickler und Historiker Willo Göpel ist der neue Vereinschef Quelle: Bernd Gartenschläger

Auf den ersten Blick kommt die Neugründung überraschend. Immerhin gibt es in der Stadt schon einen Verein mit demselben Anliegen. Der „Förderverein für die Wiederherstellung des Stadtkanals in Potsdam“ wurde 1999 von Siegfried Benn aus der Taufe gehoben. Für medialen Wirbel sorgte Benn im Sommer 2014, als er Pläne für eine riesige unterirdische Ladenpassage (Titel: „Louvre“) zur Finanzierung des Kanal-Baus präsentierte. Das skurril anmutende Ladenpassagen-Projekt weckte auch Zweifel bei Göpel und Appel, die seinerzeit Mitglieder in Benns Verein waren. Damals reifte die Idee, etwas Eigenes auf die Beine zu stellen. „Wir wollen keinen Krawall“, betont Appel. „Es gibt bundesweit Beispiele, wo für die Entwicklung eines Projekts zwei Initiativen tätig sind.“

Rechtsanwalt und Ex-Staatssekretär: Clemens Appel ist zweiter Vorsitzender im Verein, Quelle: Röd

Wie soll das Mega-Vorhaben Stadtkanal aber konkret gestemmt werden? Appel redet nicht lange drumherum: „Ohne das Land wird das nichts.“ Vom Grundansatz her setzt der neue Verein auf Städtebaufördermittel von Land und Bund sowie auf Gelder aus dem Regionalfördertopf der EU. Allerdings fließen diese Förderungen nur, wenn die Stadt einen Eigenanteil in Höhe von 20 Prozent leistet. „Wir wollen versuchen, die Stadt beim kommunalen Eigenanteil zu entlasten“, sagt Appel. Das soll über Spenden laufen oder über das Engagement von Privatinvestoren, deren Bauvorhaben letztlich von einem idyllischen Stadtkanal-Panorama profitieren würden.

Insgesamt wollen die Kanal-Vorkämpfer auf dem Teppich bleiben und realistisch planen. Anstatt gleich aufs große Ganze zu gehen, soll das Projekt deshalb abschnittsweise in Modulen vorangetrieben werden. Als erstes hat man sich zwei Teilabschnitte zwischen der ehemaligen Kellertorbrücke im Osten und der Stadt- und Landesbibliothek vorgenommen. Der Wasserweg würde entlang der Straße Am Kanal und hier teilweise über die Flächen der jetzigen Parkplätze vor der DDR-Ladenzeile führen.

Von Ildiko Röd

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