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Potsdam Neuer Vorstoß zum Michendorfer Bahnhof
Lokales Potsdam Neuer Vorstoß zum Michendorfer Bahnhof
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19:15 15.09.2015
Am 5. Oktober entscheidet sich die Zukunft des Bahnhofs Michendorf. Quelle: Christel Köster
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Michendorf

Im Tauziehen um Michendorfs Bahnhof kommt jetzt auch in der Gemeindevertretung neue Bewegung in die Sache. Drei Fraktionen wollen den Beschluss des Parlaments vom Mai 2015, den Bahnhof nicht zu kaufen, kippen. FDP, Linke und SPD kündigten am Montag im Hauptausschuss einen gemeinsamen Antrag an, der den Kauf des Bahnhofs durch die Kommune vorsieht. Der Antrag sollte eigentlich hinter verschlossenen Türen im Hauptausschuss diskutiert und abgestimmt werden. Dazu kam es aber nicht, weil andere Tagesordnungspunkte solange dauerten, dass die Sitzung nach 22 Uhr abgebrochen wurde. Jetzt läuft alles darauf hinaus, dass am 5. Oktober in der Gemeindevertretung die Entscheidung fällt.

Der Vorstoß der drei Fraktionen kann sich auf eine breite Bewegung in der Bürgerschaft stützen. Eine Petition für den Erhalt des Bahnhofslokals „Schneiders“ und den Kauf des Bahnhofs hatten in nur neun Tagen über 1400 Leute unterschrieben. Auch im Hauptausschuss waren zahlreiche Befürworter erschienen. „Der Bahnhof ist seit Jahrzehnten Dreh- und Angelpunkt. Fremde können nicht nachfühlen, welche Bedeutung der Bahnhof für den Ort hat“, sagte eine Frau. Für Linken-Fraktionschef Peter Pilling hat sich aber auch die Entscheidungsgrundlage geändert. „Den Bahnhof kann man für 400 000 Euro sanieren“, sagte er. So stehe es im Gutachten der Verwaltung, das Pilling eingesehen hat. Kurz vor der Mai-Abstimmung war noch von Sanierungskosten von über einer Million Euro die Rede. SPD-Fraktionschef Volker-Gerd Westphal sprach angesichts der neuen Zahlen von einem überschaubaren Risiko.

Für Jens Schreinicke (CDU) bleiben finanzielle Risiken, die mit dem Kauf verbunden sind. Er verwies auch darauf, dass ein vergleichbarer Bahnhof wie der in Jüterbog für nur 12 500 Euro verkauft wurde. Die Deutsche Bahn will für Michendorfs Stationsgebäude fast 400 000 Euro haben. Das ist offenbar eine Summe, die keiner bezahlen will. Die Bahn teilte jedenfalls mit, dass es mehrere Kaufangebote eingegangen sind, sie alle aber nicht hinreichend gewesen seien. Das Unternehmen will den Bahnhof nun 2016 versteigern.

Bekommt der Antrag der drei Fraktionen eine Mehrheit, würde es dazu nicht kommen. Der Bahnhof ist das Tor zur Gesamtgemeinde und sollte nicht zum Spekulationsobjekt werden, sagte Ortsvorsteher Hartmut Besch (FDP). Die Kaufbefürworter wollen ihn zu einem Aushängeschild machen – mit Kiosk- und Fahrkartenverkauf, Toiletten und Radverleih.

Von Jens Steglich

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