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Neuer Wertstoffhof soll Gewinne machen

Abfallwirtschaft in Potsdam Neuer Wertstoffhof soll Gewinne machen

Für den Ehrenaufsichtsratsratschef Norbert Rethmann wird die Abfallverwertung binnen zehn Jahren einen wirtschaftliche Stellenwert haben wie die Chemieindustrie heute. Von der Automobilindustrie fordert er eine bessere Materialtrennung in der Herstellung und die Rücknahme von Altautos. Am Dienstag besuchte er den neuen Wertstoffhof von Potsdam.

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Der Ehrenvorsitzende des Aufsichtsrates der Rethmann-Gruppe, Norbert Rethmann, will die Autoindustrie bewegen, Altautos zurückzunehmen.

Quelle: Christel Köster

Drewitz . „Abfälle sind die Rohstoffe der Zukunft“, sagt Potsdams Stadtentsorgungschef Enrico Munder. Abfälle müssten weitestgehend wiederverwendet werden; die Entsorgung dürfe nur der letzte Weg sein. Deshalb hat die kommunale Stadtentsorgung (Step) am Dienstag einen neuen Wertstoffhof eröffnet, der fast alles abnimmt,was in privaten Haushalten und in Gewerbebetrieben weggeworfen wird, überwiegend kostenlos. Der Hof soll mit dem Verkauf sortenreiner Wertstoffe perspektivisch sogar Geld verdienen. Das muss er auch, findet der Ehrenvorsitzende des Rethmann-Aufsichtsrates, Norbert Rethmann; sein Entsorgungsunternehmen ist Minderheitsgesellschafter der Potsdamer Step. Rethmann kam am Dienstag zur Eröffnung des neuen Hofes und umriss die Perspektiven der so genannten Kreislaufwirtschaft. „Die wird in spätestens zehn Jahren mindestens genau so wichtig sein wie heute die Chemieindustrie.“ Es gehe nicht mehr nur darum, Abfälle einzusammeln und zu sortieren, man müsse die Sekundärwertstoffe wieder in den Primärkreislauf zurückführen. Dabei mache es sich etwa die Automobilindustrie viel zu einfach, sagte er. Nach dem Vorbild der Elektrogerätehersteller müsste die Automobilindustrie jedes Altauoto zurücknehmen, verlangte er. Außerdem forderte er die Autohersteller auf, die Materialien wieder stärker voneinander zu trennen. Aus Gewichtsgründen würden aber immer mehr verschiedene Stoffe miteinander verklebt. Die Entsorgungswirtschaft müsse das mit hohem Aufwand „wieder auseinander kratzen.“ Die Industrie müsse darüber nachdenken, ihre Materialien besser wiederverwendbar zu machen.

Von Rainer Schüler

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