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Neues Asylheim zur Erstaufnahme in Potsdam?

Flüchtlinge Neues Asylheim zur Erstaufnahme in Potsdam?

Das Land Brandenburg erwägt, vor den Toren von Potsdam eine weitere Erstaufnahmestelle für bis zu 2000 Flüchtlinge einzurichten. In der Heinrich-Mann-Allee gibt es bereits eine Außenstelle der Erstaufnahmeeinrichtung Eisenhüttenstadt, die auf rund 1000 Plätze ausgebaut wird.

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Auf dem Sago-Gelände gab es bis Ende 2002 ein Asylheim. Das Areal ist an den Tierschutzverein verkauft. Dahinter gibt es Freiflächen zum Aufstellen neuer Container. Weiter stadteinwärts an der B2 wäre eine frühere Fernmelde-Berufsschule als Flüchtlingsunterkunft nutzbar.
 

Quelle: Fotos: Archiv, Schüler

Potsdam.  Auf dem sogenannten SaGo-Gelände an der Michendorfer Chaussee könnte zum zweiten Mal nach der Wende ein Asylbewerberheim entstehen. 13 Jahre nach Schließung des ersten derartigen Heims der Landeshauptstadt hält die Landesregierung offenbar die Einrichtung eines neuen Erstaufnahmelagers für rund 2000 Flüchtlinge auf diesem Areal für möglich. Nach MAZ-Informationen hat das Land in einer Beratung mit der Stadt zur Flüchtlingskrise diese Idee geäußert, die dem Vernehmen nach aber erst in der zweiten Jahreshälfte 2016 umsetzbar ist. Deshalb hat das Land für diesen Standort auch noch keine Planung. „Wir suchen derzeit vor allem nach Grundstücken des Bundes, die bebaut und binnen eines halben Jahres nutzbar sind“, sagte Ministeriumssprecher Wolfgang Brandt am Dienstag der MAZ. Mit dem früheren Objekt des Sozialministeriums an der Heinrich-Mann-Allee habe man bereits eine Außenstelle der Erstaufnahmeeinrichtung Eisenhüttenstadt, die auch von etwa 500 auf letztlich rund 1000 Plätze ausgebaut wird. „Potsdam ist nicht vorrangig der Ort, an dem wir neue Standorte suchen“, sagte Brandt. „Wir denken derzeit in sehr kurzen Zeiträumen, nicht bis zum Ende nächsten Jahres.“

 Das ehemalige Asylbewerberheimgelände auf dem SaGo-Areal ist zwar an den Tierschutzverein Potsdam verkauft, um dort eine Tierbetreuungseinrichtung für die Landeshauptstadt zu schaffen, doch gibt es dahinter weitläufige Freiflächen im Landesbesitz, wo man nach Einschätzung der Stadt Wohncontainer aufstellen könnte. „Die muss man aber auch erst beschaffen“ und erschließen, sagte Brandt. Wasser und Strom liegen an; das Abwasserproblem ist im Trinkwasserschutzgebiet die größte Hürde und müsste mit einer lokalen Klär- oder Sammelanlage gelöst werden, die weit größer ausfallen muss als für das Tierheim.

An der Michendorfer Chaussee gibt es indes weitere und kurzfristiger nutzbare Möglichkeiten zur Unterbringung von Flüchtlingen. Die Deutsche Post hat der Stadt das Objekt einer früheren Fernmeldeberufsschule mit Internat angeboten. Die Gebäude stehen leer und werden per Aushang offeriert; die Turnhalle daneben wird aber noch durch die Hoffbauerstiftung genutzt. Stadtsprecher Jan Brunzlow räumte am Dienstag ein, die Stadt habe das Angebot zunächst abgelehnt, weil es baurechtliche Probleme im Siedlungsaußenbereich von Potsdam gibt. Da es aber um frühere Wohngebäude geht, prüfe man das Angebot erneut.

Auf dem Post-Gelände stehen weitere Gebäude leer und harren einer neuen Nutzung

Auf dem Post-Gelände stehen weitere Gebäude leer und harren einer neuen Nutzung.

Quelle: Rainer Schüler

Potsdam ist voll

Die Landeshauptstadt hat derzeit zehn Gemeinschaftsunterkünfte für Asylbewerber. In dieser Woche wurden die letzten 40 Plätze besetzt.

Die Unterkünfte mit 865 Plätzen sind:

An der Alten Zauche: 220 Plätze

Hegelallee: 13 Plätze

Haeckelstraße: 80 Plätze

Staudenhof: 50 Plätze

Dortustraße: 35 Plätze

Lerchensteig: 200 Plätze

Grotrianstraße: 45

Pirschheide: 72 Plätze

David-Gilly-Straße: 60 Plätze

Groß Glienicke: 100 Plätze (derzeit im Bau, wird erweitert)

Im Oktober eröffnen definitiv:

An den Kopfweiden: 125 Plätze

Berliner Straße: 100 Plätze

Im November eröffnen acht Leichtbauhallen an vier Standorten: 384 Plätze.

Semmelhaack und Kirsch & Drechsler haben Wohnungen zugesagt.

Von Rainer Schüler

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