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Potsdam Neues Büro für Behindertenbeirat ist nicht barrierefrei
Lokales Potsdam Neues Büro für Behindertenbeirat ist nicht barrierefrei
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01:16 23.03.2019
Der Plattenbau des Sozialamts wird abgerissen. Quelle: Peter Degener
Potsdam

Der Zeitplan für den Umzug des Fachbereichs Soziales und Gesundheit der Landeshauptstadt vom Rathauscampus auf das Com-City-Gelände an der Behlertstraße nimmt Gestalt an: Laut Sozialamtsleiter Frank Thomann soll es im November/Dezember soweit sein.

Renovierungsarbeiten stehen bevor

Zunächst müsse die Stadt die gemieteten Büros – mehr als 7000 Quadratmeter Fläche – ertüchtigen. Diese Arbeiten sollen im April beginnen. „Unser erklärtes Ziel ist es, in der Behlertstraße ein modernes und dienstleistungsorientiertes Sozialrathaus zu schaffen“, kündigte Frank Thomann im Ausschuss für Gesundheit, Soziales und Inklusion an.

Wie berichtet soll das an der Jägerallee gelegene Haus 2 abgerissen werden. Der kurz vor der Wende für die DDR-Staatssicherheit errichtete Plattenbau ist seit Jahren abgewirtschaftet. Für Abriss und Neubau inklusive 275 Parkplätzen sind bis 2014 rund 43 Millionen Euro eingeplant.

„Wir hoffen, dass die Sachen in Ordnung sind, wenn wir umziehen“

Schon in wenigen Tagen wird der Beirat für Menschen mit Behinderung Haus 2 verlassen – ins Ungewisse, wie sich nun herausstellt. Das Büro, das der Beirat in Haus 1 auf dem Rathaus-Campus beziehen soll, ist nicht barrierefrei.

Der Rolli-Aufzug – rechts im Bild – in Haus 1 auf dem Verwaltungscampus arbeitet nicht zuverlässig. Quelle: Peter Degener

Schon länger gebe es zudem Probleme mit der Telefonanlage und dem E-Mail-Verkehr. „Die Technik funktioniert mal und mal nicht – wir sind nicht zuverlässig zu erreichen“, so Manuela Kiss. „Für die Motivation ist das nicht förderlich.“ Kai Toni Okurka vom Beirat wird deutlicher: „Es ist eine Katastrophe!“ Und die beginne schon an der Eingangstür: Der Aufzug für Rollstuhlfahrer sei „eine Klapperkiste“ und oft außer Betrieb: „Das Büro ist nicht zugänglich. Wir sind mit den Räumen nicht zufrieden.“

„Wir wünschen uns, dass wir im Vorfeld einbezogen werden“

Es ist nicht das erste Mal, dass der Behindertenbeirat in eigener Sache interveniert. Ursprünglich sollte er mit dem Sozialamt an die Behlertstraße ziehen, lehnte den Standort aber als ungeeignet ab. Ein vermeidbarer Konflikt – so wie der aktuelle, meint Manuela Kiss: „Wir wünschen uns, dass wir im Vorfeld einbezogen werden. Bisher konnten wir nur reagieren – das ist nicht gut. Wir sind ein Teil der Gesellschaft.“

Von Nadine Fabian

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