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Neues Gymnasium in der Waldstadt II

Potsdam baut immer mehr neue Schulen Neues Gymnasium in der Waldstadt II

Obwohl der Potsdamer Schulentwicklungsplan kaum zwei Jahre alt ist, muss kräftig nachgebessert werden. Dem Hauptausschuss soll jetzt mitgeteilt werden, dass die Stadt drei neue weiterführende Schulen baut, darunter eine in der Waldstadt II. Entwarnung gibt es für die Comenius-Förderschule. Der diskutierte Umzug an den Stadtrand ist vom Tisch.

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Die Comenius-Förderschule bleibt am Brauhausberg.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Potsdam. Am Rande des Wohngebiets Waldstadt II soll bis 2021 ein Gymnasium mit fünf Klassenzügen errichtet werden. Nach dem 2014 beschlossenen Schulentwicklungsplan sollte der Neubau nahe der Straßenbahn-Wendeschleife zunächst für drei Klassenzüge ausgelegt sein. Doch in dem der MAZ vorliegenden fünften Sachstandsbericht der Projektgruppe Schulentwicklungsplanung, der am heutigen Mittwoch im Hauptausschuss vorgestellt wird, ist die Rede von einem „weiteren kontinuierlichen Aufwärtstrend“ der Schülerzahlen.

Wachsenden Bedarf gibt es nicht nur im Süden: Neben einer Gesamtschule für den Norden, die bis zum Schuljahr 2021/22 möglicherweise in der Biosphärenhalle errichtet werden soll, ist dem Bericht zufolge zusätzlich zu den bisherigen Planungen noch die Errichtung einer weiteren weiterführenden Schule mit fünf Zügen „zum Schuljahr 2025/26 zu initiieren“.

Gesichert ist der Erhalt und die Erweiterung der Comenius-Förderschule am Brauhausberg. Im vierten Sachstandsbericht vom Oktober 2015 hieß es noch, dass „auch die Option der Verlagerung der Comenius-Schule und die mögliche Nutzung des gegenwärtigen Standortes für eine Grundschule geprüft werden“ müsse. Diese Überlegung aber wurde von den Stadtverordneten Anfang April abgelehnt. Statt dessen soll die Förderschule nun an ihrer bisherigen Adresse erweitert werden.

Für die dringend benötigte neue Grundschule für die Templiner und die Teltower Vorstadt wurden dem Bericht zufolge sechs Standorte geprüft. Favorisiert wird laut Bildungsamtsleiterin Petra Rademacher nun der Standort Heinrich-Mann-Allee/Nuthewinkel. Kompliziert ist dem Bericht zufolge die Suche nach Platz für eine weitere Grundschule in Babelsberg. Wie berichtet, laufen Prüfungen zu einem Neubau auf dem Sportplatz An der Sandscholle. Allerdings müssten zunächst Ersatzflächen für die Sportanlage gefunden werden. Geprüft werden laut Rathaus-Pressestelle ein Platz am Bahnhof Griebnitzsee zwischen Universität und August-Bebel-Straße oder am Horstweg zwischen Schlaatzweg und Nuthe.

Zahlen und Fakten zu Potsdams Schullandschaft

Potsdams Schülerzahlen wachsen schnell. Allein die Anzahl der Schüler in der Sekundarstufe I mit den Klassenstufen 7 bis 10 wuchs von 3800 im Schuljahr 2007/08 auf aktuell fast 5500 an. Tendenz: weiter zunehmend.

Der Anteil freier Schulträger an der Gesamtversorgung liegt nach Angaben der Stadt bei 24 Prozent. Da künftig aber nur noch mit wenigen Neugründungen und Erweiterungen bei freien Schulträgern gerechnet werde, rechne man langfristig mit einer Abnahme des Anteils auf 21 Prozent im Primarbereich und auf 20 Prozent im Sekundarbereich.

Die durchschnittliche Klassengröße an allgemeinbildenden öffentlichen Schulen hat sich laut Stadt von 25,2 Schülern je Klasse im Schuljahr 2009/10 auf aktuell 23,6 Schüler je Klasse verringert.

Beibehalten werden die Zeitpläne für eine neue Grundschule für Potsdams Norden. Zum Schuljahr 2016/17 soll zunächst zweizügig in Containern nahe den Roten Kasernen unterrichtet werden, 2019 soll dort eine dreizügige Grundschule mit Hort als Massivbau eröffnet werden.

Eine Ausdehnung ist für die Montessori-Schule geplant. Da eine Erweiterung des Baus wegen hoher Kosten „nicht umsetzbar“ sei, sollen Reserven für eine geplante neue Sekundarstufe II über eine „Filiallösung“ mit der Nutzung von Räumen in einer anderen Schule erschlossen werden.

Von Volker Oelschläger

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