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Neujahrsempfang mit Blick nach Hollywood

Ufo oder Ufa? Neujahrsempfang mit Blick nach Hollywood

Die Stadtspitze in Potsdam hat geladen: Insgesamt 600 Gäste sind am Freitag in den Nikolaisaal zum Neujahrsempfang gekommen. Diesmal drehte sich alles um das Thema Film. Ein Gast war aber nur gedanklich vor Ort – und zwar ein echter Goldjunge namens Oscar. Außerdem sorgte ein Versprecher für Heiterkeit.

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Klaus-Peter Beyer (vorn) trägt sich in das Goldene Buch der Stadt Potsdam ein.

Quelle: Köster

Innenstadt. Der Neujahrsempfang der Landeshauptstadt am Freitagnachmittag war diesmal fast oscarreif. Zugegeben: Statt in schicken Großraum-Limousinen kamen die meisten Gäste zu Fuß oder auf dem Fahrrad in den Nikolaisaal. Und ein roter Teppich war auch nicht ausgelegt. Potenziellen Oscar-Glamour gab’ s dennoch - und zwar in Gestalt des Hauptredners: Carl L. Woebcken ist Vorstandsvorsitzender von Studio Babelsberg und dank der vielen Oscar-Nominierungen für das Steven-Spielberg-Epos „Bridge of Spies“ schon sehr nah dran an den Goldjungen, die am 28. Februar wieder im Dolby Theatre in Los Angeles verliehen werden. Anschließend werden die Outfits und die Hoppalas immer hingebungsvoll durchgehechelt. In Potsdam wird man da eher weniger fündig. Da geht es schon als eine kleine Sensation durch, dass Ex-Filmmuseumschefin Bärbel Dalichow mit einer braun glänzenden Bob-Frisur bestach. Vorbei sind die Zeiten der wuscheligen Dauerwelle im Fast-Afro-Style mit dem allgegenwärtigen Tuch.

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600 Gäste sind am Freitag in den Nikolaisaal gekommen. Nach dem offiziellen Teil mit der Eintragung ins Goldene Buch traf man sich noch im Foyer zum Smalltalk. Eines der Gesprächsthemen: die diesjährige Oscar-Verleihung, bei der auch „Bridge of Spies“ gute Chancen hat. Wir waren vor Ort und haben die Veranstaltung auf Bildern festgehalten.

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Gemeinsam mit der zum Sommer scheidenden RBB-Intendantin Dagmar Reim und dem Filmorchester-Babelsberg-Mitbegründer Klaus-Peter Beyer trug sich Dalichow am Freitag wegen ihrer Verdienste um den Film ins Goldene Buch der Stadt ein. Dalichows Laudatio wurde von Filmuni-Präsidentin Susanne Stürmer gehalten.

Freudscher Versprecher: Ufo oder Ufa?

Emotionaler Laudator für Klaus-Peter Beyer, der nach der Wende zu den tatkräftigen Rettern des Klangkörpers zählte, war sein Freund Matthias Platzeck. Der Alt-Ministerpräsident sorgte für den Schmunzler des Nachmittags, als er erklärte, dass die „Ufo“ einst das Filmorchester aus der Taufe hob. Ufo? Ist der Ex-Landesvater jetzt unter die Esoteriker gegangen? Aber Entwarnung: Schlichter-Profi Platzeck saßen noch die Gespräche mit der Unabhängigen Flugbegleiter Organisation (UFO) im Hinterkopf. Da kann man schon mal – fast wie im Fluge – „Ufo“ und „Ufa“ durcheinanderbringen.

Hinter diese Kulissen möchten die Gäste sehen

Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) stellte das filmlastige Jahresmotto „Hinter den Kulissen“ vor. MAZ-Frage beim anschließenden geselligen Empfang: Hinter welche Kulissen würden denn die Gäste gern mal gucken? „Eine Fälscherwerkstatt“, würde Theaterintendant Tobias Wellemeyer locken. Studio-Babelsberg-Chef und Potsdam-Fan Woebcken schwärmt von einer Erkundungstour durch die Bauten der Schlösserstiftung. Platzeck würde gerne mal für einen Tag „hinter die Kulissen des Vatikan“ blicken. Einen Mini-Blick in seine Leben gewährte der erstaunlich gut erhaltene Schlager-Veteran Frank Schöbel. Was dem Barden mit Wohnsitz Berlin wichtig ist: „Sport, Liebe, Musik – nicht unbedingt in dieser Reihenfolge“, lachte Schöbel.

Apropos Musik: Das Jugendsinfonieorchester der Musikschule sorgte für den Gänsehaut-Moment des Empfangs: „Solo Sunny“ – wunderbar vorgetragen von der jungen Sängerin Anna-Lena Werner.

Am Ende zeigte OB Jakobs Mut zur Selbstironie bezüglich seiner Stadtverwaltung. Als es um die Frage „Musikalische Zugabe – ja oder nein“ ging, witzelte er: Wir würden jetzt dazu einen Workshop veranstalten.“

Von Ildiko Röd

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