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Potsdam Neustart für Vertretung von Behinderten
Lokales Potsdam Neustart für Vertretung von Behinderten
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00:28 27.02.2018
Der neue Beirat für Menschen mit Behinderung besteht ausdrücklich aus Menschen mit und ohne Behinderung. Quelle: Foto: Peter Degener
Innenstadt

Die Stadt Potsdam hat wieder eine Vertretung ihrer über 23 000 Bürger, die mit einer Behinderung leben. Bei einer Auslosung wurden am Mittwochnachmittag im Potsdam-Museum aus 42 Bewerbern 20 Menschen gezogen, die dem neuen Beirat angehören werden. Darunter sind nicht nur Menschen mit Behinderung, sie stellen allerdings die Mehrheit.

Hoffnung: Nicht nur auf Belange der eigenen Behinderung schauen

Mit Bernd Putz und Wolfgang Kroll sind auch zwei Mitglieder des alten Beirates Teil des neuen Gremiums, das sich nach internen Streitereien und Konflikten mit der Verwaltung Anfang 2017 aufgelöst hatte. „Ich hoffe, dass sich die vielen neuen Mitglieder nicht nur um die Belange kümmern, die mit ihrer eigenen Behinderung zu tun haben“, kommentierte Kroll den Neustart.

Einen Appell richtete der Sozialbeigeordnete Mike Schubert (SPD) zu Beginn und erneut zum Ende an alle nicht ausgelosten Bewerber, die nun Nachrücker sind: „Bitte bleiben Sie engagiert, denn es wird immer Möglichkeiten geben, sich einzubringen.“ Der frühere Beirat war durch vermehrte Austritte nicht mehr geschäftsfähig gewesen, dies soll nicht noch einmal passieren.

Die Gleichstellungsbeauftragte Martina Trauth sagte, sie und ihr Büro seien vor einem Jahr „überrascht und ziemlich mitgenommen gewesen“, als sie von der Auflösung erfuhren. Die darauf folgenden Diskussionen hätten ergeben, dass man nicht einfach so weiter machen könne. In einem umfangreichen Verfahren wurden dann die neuen Spielregeln entwickelt, nach denen sich der neue Beirat zusammensetzt. Er ist größer, setzt sich nicht mehr allein aus Behinderten zusammen, hat zwingend zwei jüngere Mitglieder und ist paritätisch mit Männern und Frauen besetzt.

Auch Mitglieder des „Guerilla-Beirats“ wurden ausgelost

Das Losglück sorgte dafür, dass auch Alexander Wietschel und Kay Okurka nun dem echten, durch die städtische Hauptsatzung legitimierten Beirat, angehören. Sie hatten zuvor eine eigene, fast namensgleiche Initiative „Potsdamer Beirat für Menschen mit und ohne Behinderung“ gegründet, die zwar keine spezielle Legitimation hat, aber den Auftrag von Schubert ein „Stachel im Fleisch der Verwaltung“ zu sein, besonders ernst nehmen will.

Ausgelost wurden die Mitglieder von den zwei Stadtverordneten Uwe Fröhlich (Grüne) und Irene Kamenz (Bürgerbündnis-FDP) unter Anleitung von Christoph Richter, dem Beauftragten für Menschen mit Behinderung der Stadt Potsdam.

Die verschiedenen Lostöpfe kurz vor der Auslosung durch den Beauftragten für Menschen mit Behinderung, Christoph Richter (l.), und die Stadtverordneten Uwe Fröhlich (Grüne) und Irene Kamenz (Bürgerbündnis-FDP). Quelle: Peter Degener

Wenn die Stadtverordneten am 7. März die Ernennung vollziehen, soll die erste Sitzung des Beirats bereits am 8. März um 16 Uhr im Rathaus stattfinden soll.

Die ausgelosten Mitglieder des Beirates

Die 20 Mitglieder des Beirats teilen sich auf mehrere Gruppen auf.

Als erstes wurden zwei besonders junge Mitglieder zwischen 16 und 25 Jahren gewählt. Das sind Katharina Deppe und Djamal Elangui Okoko.

Anschließend wurden zehn Menschen gelost, die eine Behinderung haben. Jeweils die Hälfte ist männlich und weiblich. Diese Mitglieder sind Heike Dörfel, Heike Thiel, Bettina Kalus, Petra Hirschfeld und Adelheid Bode, sowie Thomas Zander, Gerald Behnke, Oloff Lange, Joachim Lange und Wolfgang Kroll.

Die dritte Gruppe besteht aus acht Mitgliedern, die eine Behinderung haben können, aber nicht müssen. Auch hier ist je eine Hälfte männlich und weiblich: Heike Lobbe-Schulz, Manuela Kiss, Ute Warbein und Gabriele Struck, Jan Krech, Alexander Wietschel, Kay Okurka und Viktor Kalitke.

Alle 22 übrigen Bewerber wurden schließlich als Nachrücker bestimmt.

Von Peter Degener

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