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Nicht alles im grünen Bereich

Gartenstadtfest in Drewitz Nicht alles im grünen Bereich

Drewitz soll der erste kohlenstoffdioxidneutrale Stadtteil Potsdam werden. Obwohl bereits mehrere Millionen Euro in Baumaßnahmen geflossen sind, sind die Drewitzer mit dem Einsatz der Landeshauptstadt nicht zufrieden. Beim Gartenstadtfest am Samstag machten Einwohner vor allem auf Nachholbedarf bei Grünflächenpflege aufmerksam.

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Während die Erwachsenen über das Erscheinungsbild ihres umgestalteten Stadtteils diskutierten, konnten ihn die Kinder aus einer ungewohnten Perspektive betrachten.

Quelle: Friedrich Bungert

Drewitz. Weniger Emissionen, Schadstoffe und Verkehrslärm – so lautet seit sieben Jahren der Plan für die Gartenstadt Drewitz. Um das Ziel als kohlenstoffdioxidneutraler Stadtteil zu erreichen, wurde die Verkehrsführung verändert, die Parkplatzsituation verbessert und der Konrad-Wolf-Park angelegt. Grün ist die Gartenstadt inzwischen tatsächlich. Dafür sorgen fast 160 neu gepflanzte Bäume und über 20 000 Sträucher, die gerade jetzt ihr schönstes Gesicht zeigen. Fast genauso lange wie an dem Konzept gearbeitet wird, feiern die Drewitzer jährlich ihr Gartenstadtfest. Am Samstag fand die mittlerweile achte Auflage statt.

Mit dem Fest wollten die Drewitzer zeigen, dass sich vor Ort weiterhin etwas tun muss. Auch am Sonnabend bot sich der gewohnte Anblick von alten Zeitungen und Kaffeebechern zwischen den ungemähten Wiesen. Das Gartenstadtfest musste wegen des schlechten Zustands des Rasens sogar verlegt werden. Erstmals hatte die Stadt Verschleißerscheinungen wegen mangelnder Pflege eingestanden.

Wünsche für den Konrad-Wolf-Park

Zahlreiche Akteure aus Drewitz nutzten ihr Stadtteilfest am Wochenende deshalb dazu, um auf die Situation hinzuweisen und ins Gespräch zu kommen. Das Begegnungszentrum „Oskar“ hatte einen Wünsche-Pool aufgebaut, in dem die Einwohner ihre Wünsche für den Park schriftlich festhalten konnten. „Der Konrad-Wolf-Park ist allen hier wichtig“, erklärte Leiterin Kathleen Walter. Generell werde er sehr gut angenommen, vor allem von Familien.

Für die Stadt war das zumindest ein erstes positives Zeichen. Immerhin waren die Drewitzer bei den letzten Bürgerumfragen stets mit Negativrekorden in Sachen Stadtteilverbundenheit aufgefallen. Auch die Sauberkeit und Attraktivität wurde überdurchschnittlich schlecht bewertet. Kein Wunder, dass sich die Drewitzer am Wochenende mehr Mülleimer und eine regelmäßige Pflege der neuen Grünanlagen wünschten.

Eine regelmäßige Bewässerung für die Rosen im Konrad-Wolf-Park war nur einer von vielen Wünschen, die die Drewitzer bei ihrem Gartenstadtfes

Eine regelmäßige Bewässerung für die Rosen im Konrad-Wolf-Park war nur einer von vielen Wünschen, die die Drewitzer bei ihrem Gartenstadtfest äußerten.

Quelle: Friedrich Bungert

Die Stadt kündigte nach einem positiv verlaufenen Vor-Ort-Gespräch Besserung an und stellte ein Konzept zur Nutzung des Wasserbeckens vor, das künftig die Versorgung der Grünanlagen im Sommer sichern soll. Auch die von Blattwespen geplagten Rosen sollen bald wieder blühen. „Gegen die Wespen gehen wir vor mit einem biologischen Pflanzenschutzmittel,“ erklärte Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD).

Von Victoria Barnack

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