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Nichts für Buckelrutscher

Walpurgisnacht des Autonomen Frauenzentrums zum ersten Mal am Winzerberg Nichts für Buckelrutscher

Die Zeit der Hexenverbrennungen war bekanntlich vorbei, als der Potsdamer Winzerberg in den 1760er-Jahren angelegt wurde. Sicheres Terrain also für die mehr als 1200 zum Teil verdächtig buckligen Gestalten, die am Dienstagabend die Walpurgisnacht in dem historischen Weingarten am Rande der Innenstadt feierten.

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Quelle: Martin Küper

Potsdam. Geladen hatte das Autonome Frauenzentrum, das die Nacht vor dem 1. Mai schon seit zwölf Jahren zum Spektakel macht. Durchaus mit politischem Anstrich: „Mit dem Thema Hexenverfolgung kann man auch auf aktuelles Unrecht an Frauen aufmerksam machen“, sagt Heiderose Gerber vom Frauenzentrum. Mit einer kleinen Ausstellung zur Geschichte des Hexenwahns bleibt die Geschlechterdebatte an diesem Abend aber dezent im Hintergrund.

Die meisten Besucher – mehr als die Hälfte waren Kinder – dürften sich ohnehin mehr für das handfeste Unterhaltungsprogramm interessiert haben: Seien es die Tanzeinlagen mit Hexe Hinkebein, das Stockbrotbacken am großen Feuerkübel oder natürlich die spektakuläre Feuershow einer Artistengruppe.

Aber was wäre ein Hexensabbat ohne Anführerin? Den Titel der ersten Winzerberg-Hexe sichert sich schließlich Lucia Lustwandlerin – vom Publikum ob ihres einnehmenden Wesens per Akklamation eindeutig bestimmt.

Eher bildungsbürgerlich orientierte Gäste konnten sich derweil die Geschichte des Winzerbergs noch einmal ganz genau erklären lassen. Im Viertelstundentakt führten die Mitglieder des Bauvereins ihre Gäste über die historischen Terrassen. „Normalerweise bieten wir das nur einmal Monat an“, so Regine Schulze aus dem Vorstand. „Mit so einer Feier können wir gut für unser Anliegen werben.“ Seit 2005 arbeitet der Verein am Wiederaufbau des Weinbergs.

In den vergangenen Jahren hatte das Frauenzentrum seine Walpurgisnacht stets auf dem Pfingstberg abgehalten, musste dieses Jahr aber einer anderen Veranstaltung weichen. „Die Zusammenarbeit mit dem Winzerberg-Verein lief hervorragend und die Kulisse ist großartig“, sagt Sandra Kitzrow vom Frauenzentrum. „Wenn es sich rechnet, könnten wir auch nächstes Jahr wieder hier feiern.“ (Von Martin Küper)

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