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Potsdam Niedergang in gelb
Lokales Potsdam Niedergang in gelb
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20:57 15.05.2013
Potsdam

Zum Abbau von Telefonzellen braucht die Telekom das Einverständnis der Kommunen. Schließlich ist das Unternehmen gesetzlich verpflichtet, eine „Grundversorgung im Bereich der Telefonie“ aufrecht zu erhalten. Das sogenannte Telekommunikationsgesetz regelt aber nicht, wie viele öffentliche Apparate pro Einwohner nötig sind. Daher einigte sich die Telekom im vergangenen Jahr mit den kommunalen Spitzenverbänden auf die Formel, „extrem unwirtschaftliche“ Telefonzellen zum Abbau vorschlagen zu können. Das letzte Wort darüber behalten aber stets die Kommunen.

Als extrem unwirtschaftlich gilt für den ehemaligen Staatsbetrieb eine Anlage, die im Monat weniger als 50 Euro erwirtschaftet. Ab etwa 150 Euro im Monat schreibt eine Telefonzelle schwarze Zahlen. Dieser Betrag fällt an für Wartung, Säuberung und Münzleerung. Verweigert die Kommune den Abbau einer Telefonzelle, hat die Telekom das Recht, die Anlage durch ein sogenanntes Basistelefon zu ersetzen: Eine blanke Säule mit Wahltasten und Hörer. Wie viele Telefonzellen es in Potsdam noch gibt, ist schwierig zu sagen, da die Telekom über die genauen Standorte keine Statistiken führt. In Deutschland insgesamt gibt es heute noch rund 50 000 öffentliche Telefone.

Der Niedergang der Telefonzelle hat mit dem Zeitalter der massenhaften Mobiltelefonie eingesetzt: Zwischen 1999 und 2009 ist die Zahl von Gesprächen von rund einer Milliarde auf 165 Millionen zurückgegangen. Statistisch gesehen hat heute jeder Bundesbürger mehr als ein Mobiltelefon. (küp/ir)

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