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Potsdam Niedriger Nuthe-Pegel, um die Felder zu wässern
Lokales Potsdam Niedriger Nuthe-Pegel, um die Felder zu wässern
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19:33 15.04.2019
Den Reiher stört der niedrige Pegel nicht. Bestenfalls gibt der geringe Wasserstand neue Orte frei, an denen er die Fische beobachten kann. Quelle: Peter Degener
Potsdam

Der Wasserstand der Potsdamer Nuthe ist stark gesunken – um mindestens 31 Zentimeter innerhalb von acht Stunden. Grund dafür ist die Schließung des Wehrs Gröben in Ludwigsfelde am vergangenen Donnerstag. Das Wehr liegt gut 15 Kilometer von der Nuthemündung an der Havel entfernt.

Felder südlich von Potsdam werden bewässert

„Das Anheben der Wehre kommt der Wasserversorgung der flussaufwärts liegenden Landwirtschaftsflächen zugute“, erklärt Thomas Frey, Sprecher im Landesamt für Umwelt, auf MAZ-Anfrage. Dabei handele es sich vor allem um die Felder in den südlich von Potsdam liegenden Kommunen Ludwigsfelde, Trebbin und Nuthe-Urstromtal bis hin zur Quelle in Dennewitz bei Jüterbog.

Nuthe-Pegel sank bei Drewitz bis auf 124 Zentimeter

Nachdem am Donnerstagmorgen der Wasserstand auf Höhe der Messstation Babelsberg-Drewitz noch 155 Zentimeter betragen hatte, lag er am frühen Nachmittag nur noch bei 124. Statt sechs Kubikmeter durchfloss nur noch ein Fünftel dieser Wassermenge in jeder Sekunde die Station.

Die Böschung der Nuthe gibt wegen des niedrigen Wassers gerade den Blick frei auf die Sicherungsmaßnahmen gegen die Erosion. Quelle: Peter Degener

Bereits am Freitag wurde laut dem Landesumweltamt das Stauziel erreicht. Seitdem füllt sich ein großer Wasserrückhaltebereich. „Der gut gefüllte Stauraum kann als Puffer für die kommenden Wochen dienen, sollte die Trockenheit anhalten“, so Frey. Für Flora und Fauna seien die Schwankungen des Wasserstands „völlig unproblematisch“ und mit „einem starken Regen zu vergleichen“, sagt Frey. Bis zum Montagnachmittag war der Pegel der Potsdamer Nuthe wieder auf 147 Zentimeter angestiegen.

Wasserstand der Havel ist auch unterdurchschnittlich

Der Wasserstand der Havel ist ebenfalls niedrig. Er ging auf der Höhe Ketzin bis auf 87 Zentimeter zurück und liegt derzeit bei nur 94 Zentimetern und damit „knapp unterhalb des mittleren Wasserstandes“ für diese Jahreszeit. „Hier wirkt der nur durchschnittlich nasse Winter, der das Vorjahresdefizit bei den Niederschlägen nicht kompensieren konnte“, begründet Frey. Er erwartet aber keine kritischen Wasserstände für die Schifffahrt.

Biber können mit dem niedrigem Wasserstand gut umgehen

Der Potsdamer Biberbeauftragte des Naturschutzbunds Nabu, Burghardt Sell, sieht in dem plötzlichen Pegelabfall kein Problem. „Wenn die Biber nicht tief genug gebaut haben und der Eingang in die Biberburg trocken fällt, verlassen sie diese. Aber Biber sind flexibel und haben auch mehrere Burgen“, sagt Sell. Entlang der Potsdamer Nuthe sind ihm vier Reviere mit Biberfamilien bekannt.

Von Peter Degener

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