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Niklas Wanke geht, Günter Hein kandidiert

Führungswechsel bei Potsdams Tierschutzverein Niklas Wanke geht, Günter Hein kandidiert

Beim Tierschutzverein (TSV) für Potsdam und Umgebung steht ein Führungswechsel an. Niklas Wanke stellt seine Ämter als Vorsitzender und Vorstandsmitglied „aus privaten Gründen“ zur Verfügung. Als Nachfolger kandidiert Günter Hein (66), Vorstandsmitglied und Sprecher des TSV.

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Günter Hein (66) kandidiert für den Vorsitz.

Quelle: Foto: Friedrich Bungert

Potsdam. Führungswechsel beim Tierschutzverein (TSV) Potsdam und Umgebung: Der langjährige Vorsitzende Niklas Wanke (51) wird seine Ämter „aus privaten Gründen“ niederlegen. Als Nachfolger wird Günter Hein kandidieren. Der 66-jährige Babelsberger ist seit eineinhalb Jahren Mitglied des TSV und als Vorstandsmitglied für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Bekannt gegeben wurden die Personalien mit der Einladung zu der am 10. September anstehenden Jahreshauptversammlung.

Wanke, der seit 2006 Vorsitzender ist, war am Montag nicht für Nachfragen zu erreichen. Hein bestätigte seine Kandidatur. Programmatischer Ansatz für ihn sei, dass „sowohl die Potsdamer, als auch die Verwaltung und die Stadtverordneten das Tierheim möchten und dass sie uns im Tierschutzverein gewogen sind“. Nach den Konflikten der letzten Jahre sei das keine Selbstverständlichkeit.

Als Wanke den Vereinsvorsitz übernommen hatte, war die Schließung des früher kommunalen und zuletzt vom TSV betriebenen Tierheims in der Forststraße schon gesetzt. Wanke favorisierte von Anfang an das Sago-Gelände an der Michendorfer Chaussee als neuen Platz für das Heim. Die Verwaltung legte jedoch mehrfach ein Veto ein, weil man auf die Ansiedlung von großflächigem Gewerbe hoffte.

Mittlerweile wurden Stadt und Verein handelseinig. Anfang Mai hatte der TSV den Kaufpreis für das zeitweise als Flüchtlingsheim genutzte Gelände an der Michendorfer Chaussee an die Stadt überwiesen. Der Ende Mai eingereichte Bauantrag liegt bei der Stadt, eine Prognose zur Dauer des Genehmigungsverfahrens könne „nicht abgegeben werden“, so am Montag Rathaussprecher Jan Brunzlow.

Anfang Juni hatte er auf die selbe Frage mitgeteilt, dass der Bauantrag bis Herbstbeginn bearbeitet worden sein könnte, „wenn alles normal läuft“. Laut Brunzlow ist der TSV aufgefordert worden, „fehlende Unterlagen nachzureichen“: „Diese liegen uns bislang nicht vor.“ Laut Hein geht es unter anderem um ein Lärmschutzgutachten sowie Pläne für eine neue Zufahrt.

Auch die Freigabe von bei der Stadt verwahrten Spendengeldern in Höhe von rund 131 000 Euro für den Tierheimneubau lässt auf sich warten. Laut Hein berief sich der TSV in seinem an den Oberbürgermeister gesandten Antrag auf einen Stadtverordnetenbeschluss, als Reaktion sei „bloß ein Bescheid“ gekommen, „dass unser Ansinnen geprüft wird“. Brunzlow bestätigte: „Wir prüfen gerade in Verbindung mit dem Rechtsamt, ob eine Auszahlung an den TSV zum Zweck der Errichtung eine Tierheims möglich ist.“

Die vom Verein 2009 eröffnete Auffangstation für Kleintiere in Rehbrücke steht laut Hein unmittelbar vor der Schließung. Bis auf einige Katzen seien alle Tiere abgegeben. Neue Tiere sollen erst wieder aufgenommen werden, wenn die ersten Räume an der Michendorfer Chaussee freigegeben sind.

Das neue Potsdamer Tierheim

Das neue Potsdamer Tierheim soll auf einem zwei Hektar großen Areal auf dem Sago-Gelände an der Michendorfer Chaussee nahe Wilhelmshorst entstehen.

Das Gelände mit insgesamt fünf Baracken wurde zuletzt als Flüchtlingswohnheim genutzt und stand danach viele Jahre leer.

Der Tierschutzverein Potsdam will das Gelände schrittweise herrichten und rechnet bei einer Bauzeit von mehreren Jahren mit einer Gesamtinvestitionssumme von drei bis vier Millionen Euro.

Von Volker Oelschläger

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