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Potsdam Noch keine weiteren Funde am Tramdepot
Lokales Potsdam Noch keine weiteren Funde am Tramdepot
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01:15 12.10.2018
Dritter Bombenfund auf dem Gelände des ehemaligen Straßenbahndepots an der Heinrich-Mann-Allee. Quelle: Scheerbarth
Teltower Vorstadt

Die Stadtverwaltung von Potsdam hat nach dem Bombenfund vom vergangenen Dienstag bislang keine Kenntnis von weiteren Blindgängern am alten Tramdepot. Die US-amerikanische 250-Kilo-Bombe wird am heutigen Mittwochvormittag entschärft; 3000 Menschen müssen um 8.30 Uhr den Sperrkreis verlassen haben.

Es ist bereits die dritte Weltkriegsbombe seit August auf dem Areal. Zuletzt war Mitte September eine Bombe entschärft worden. Bislang wurden seit 1990 in der Stadt insgesamt 192 Fliegerbomben mit einem Gewicht ab 100 Kilogramm entdeckt.

Und es könnten mehr werden, auch an diesem Standort. Nach Auskunft von Stadtsprecher Jan Brunzlow gibt es „zahlreiche weitere Verdachtspunkte“, die näher untersucht werden. Mit der Entschärfung der „Dienstag-Bombe“ erst auf weitere Funde zu warten und dann mehrere Sprengkörper im Zuge einer zusammengefassten Aktion unschädlich zu machen, sei nicht zulässig, sagte er. „Es gibt Dienstanweisungen des Ministeriums sowie Gefahrenabwehrverordnungen, in denen steht, dass solche Gefahren unverzüglich zu beseitigen sind. Wenn wir von einer Weltkriegsbombe wissen, müssen wir sie entschärfen.“

Dritter Bombenfund auf dem Gelände des ehemaligen Straßenbahndepots an der Heinrich-Mann-Allee. Maik Schwarz von der Kampfmittelsondierung fand diesmal eine amerikanische 250-Kilo-Fliegerbombe. Quelle: Bernd Gartenschläger

Da ein Bombenfund immer ein gewisses Gefahrenmoment darstelle, werde die Fundstelle „im Rahmen der ordnungsbehördlichen Möglichkeiten umgehend“ beräumt, erklärte Gabriele Krümmel vom Zentraldienst der Polizei, der den Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes führt. Auf dem Gelände seien „verschiedene geophysikalische Anomalien“ festgestellt worden, die man „einzeln durch Aufgrabungen aufklären“ müsse.

Man hatte gezielt nach Verdachtspunkten gesucht, weil es welche auf Fotos der Royal Air Force gab, doch diese Stellen waren in der Gegenwart leer. Die Bombe, die jetzt gefunden wurde, war auf keinem Foto zu sehen.

Dass man nach zwei britischen nun eine amerikanische Bombe vor sich hat, sei „keine Seltenheit in Potsdam“, wie die Funde an der Landes-Investitionsbank hinter dem Bahnhof und anderswo in der Stadt belegten. Die Briten hatten ihre Flugzeuge auch mit US-Bomben bestückt, wenn die eigenen nicht reichten. Hier handelt es sich um eine Bombe des Typs GP500lb M43. Ihr genauer Zustand kann erst nach Reinigung des Zündsystems eingeschätzt werden, und die setzt erst nach der abgeschlossenen Räumungskontrolle des Sperrkreises ein, der wieder einen Radius von 800 Metern um das frühere Werkstattgelände der Verkehrsbetriebe hat. Dort will die ProPotsdam 750 Wohnungen und eine Schule bauen. Der Räumdienst ist aber mit der Munitionssuche noch nicht durch. Das dauert noch bis Jahresende.

Dass diesmal eine Woche verging zwischen Fund und Entschärfung gegenüber drei Tagen vorher, begründet die mit dem Feiertag am 3.Oktober. Nach dem Fund vom Dienstag habe man erst am Donnerstag die Evakuierung und Entschärfung planen können, so Jan Brunzlow.

Von Rainer Schüler

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