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Notfallunterkünfte für Flüchtlinge stehen leer

Potsdam Notfallunterkünfte für Flüchtlinge stehen leer

Momentan verfügt Potsdam über 14 Flüchtlingsunterkünfte mit mehr als 1700 Plätzen – drei Notfall-Standorte in Drewitz, Babelsberg und Neu Fahrland sind nicht belegt. 570 Geflüchtete konnten zwischen September 2015 und Juni in Wohnungen untergebracht worden.

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Quelle: Christel Köster

Potsdam. Laut einer aktuellen Prognose des Landes soll Potsdam in diesem Jahr bis zu 1150 Flüchtlinge aufnehmen. Das hat Stadtsprecher Jan Brunzlow auf MAZ-Anfrage mitgeteilt. Die notwendigen Kapazitäten seien vorhanden.

Momentan verfügt Potsdam laut Brunzlow über 14 Einrichtungen mit mehr als 1700 Plätzen für Geflüchtete. „Drei der Standorte mit insgesamt 288 Plätzen werden allerdings nur für den Notfall vorgehalten und sind aktuell nicht belegt.“ Das betreffe die im vergangenen Jahr errichteten Leichtbauhallen in der Drewitzer Slatan-Dudow-Straße, An der Birnenplantage Neu Fahrland und an der Babelsberger Sandscholle. Die Leichtbauhalle in Drewitz soll künftig als zentrale Sammelstelle der Spenden für Bedürftige genutzt werden.

Die Standorte seien – abgesehen von den drei Notfallunterkünften – „gut ausgelastet“, so Brunzlow. Momentan werde die Eröffnung des Standortes im Handelshof 18 im Industriegebiet „noch in diesem Jahr“ sowie an der Marquardter Chaussee im Januar 2017 mit 80 Plätzen vorbereitet. Nachdem im ersten Halbjahr weit weniger Flüchtlinge als erwartet in die Stadt kamen, seien Planungen für weitere Unterkünfte „auf Eis gelegt“ worden, sagte Brunzlow. Einzelne Vorhaben, dazu zählen die beiden Einrichtungen in der Berliner Straße sowie die Leichtbauhallen auf dem Gelände des soziokulturellen Zentrums Freiland an der Friedrich-Engels-Straße, wurden überdies abgesagt. Die Planungen für die beiden neuen Unterkünfte werden fortgeführt, die vorhandenen bleiben bis auf den geplanten Auszug aus dem Wohnungsverbund in der Haeckelstraße in diesem Monat erhalten. Wie sich die Flüchtlingskrise in den kommenden Monaten entwickeln werde, sei unklar. Sozial-Staatssekretärin Almuth Hartwig-Tiedt hatte Anfang dieser Woche gemahnt, dass man darauf vorbereitet sein müsse, dass die Zahlen „wieder deutlich steigen“.

Die Task Force Asyl in der Stadtverwaltung hat zwischen September und Juni getagt. In dieser Zeit seien laut Brunzlow 89 Standorte geprüft worden, ob sie sich als Gemeinschaftsunterkunft eignen. Potsdam hat bis Ende Juli 450 Flüchtlinge aufgenommen. 214 von ihnen stammen aus Syrien, 108 aus Afghanistan sowie 68 aus der Russischen Föderation. 151 der Neuankömmlinge sind minderjährig. Momentan leben in Potsdam 1270 Asylbewerber. Zwischen September vergangenen Jahres und Juni konnten 570 Neu-Potsdamer in eigene Wohnungen vermittelt werden, so der Stadtsprecher. Flüchtlinge sollen nach Möglichkeit nicht länger als ein halbes Jahr in Gemeinschaftsunterkünften wohnen.

Von Ricarda Nowak

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