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Potsdam OB-Kandidaten reden zum Wald in der Wendeschleife
Lokales Potsdam OB-Kandidaten reden zum Wald in der Wendeschleife
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12:11 10.10.2018
An der Fahrraddemo für den Erhalt des Waldes nahmen im Sommer über 300 Menschen teil. Über 3400 Potsdamer unterstützen die Petition. Quelle: Foto: Nayda
Babelsberg

Kurz vor der Stichwahl für den neuen Oberbürgermeister hat die Bürgerinitiative „Der Babelsberger Wald muss bleiben“ den beiden Kandidaten auf den Zahn gefühlt. Im Stadtteil ist die Zukunft des kleinen Waldstreifens an der Tram-Wendeschleife in der Rudolf-Breitscheid-Straße ein großes Thema – für den Erhalt haben mittlerweile über 3400 Potsdamer unterzeichnet. Die Frage, ob dort ein Sportareal entstehen könnte, um den großen Bedarf an solchen Flächen in Babelsberg zu decken, spaltet die Stadtverordnetenversammlung.

Rückbesinnung auf den Flächennutzungsplan gefordert

Drei verschiedene Anträge zum Sportflächenpotenzial in Babelsberg wurden zuletzt in die Ausschüsse zurückverwiesen, weil man sich nicht auf den Umfang eines Prüfauftrags an die Verwaltung einigen konnte. Der Ausschussvorsitzende Ralf Jäkel (Linke) plädierte angesichts der zahlreichen Konflikte um Grünflächen in der Stadt dafür wieder einen Blick auf den Flächennutzungsplan zu werfen. „Im Flächennutzungsplan ist in zeitraubender Arbeit abgestimmt worden, wo wir Grünflächen und wo wir Baupotenziale sehen. Wir müssen uns wieder mehr als in den letzten Monaten auf diesen Konsens zurückbesinnen“, sagte Jäkel.

Bauausschuss stimmt für Prüfung der Eignung des Walds als Sportstätte

Der Bauausschuss hat am Dienstag als erstes über die Anträge beraten und sich knapp für die Idee von CDU/ANW und SPD entschieden: Demnach soll nun in ganz Babelsberg nach geeigneten Sportflächen geschaut werden. Der Fokus auf das fragliche Waldstück wurde aus dem Antrag gestrichen – mitgeprüft werden soll es aber trotzdem. Der Grünen-Antrag, der mit knapper Mehrheit abgelehnt wurde, hatte vorgesehen die umstrittene Fläche in der Wendeschleife aus der Prüfung herauszunehmen.

Trauth schließt Rodung des Wäldchens explizit aus

Oberbürgermeister-Kandidatin Martina Trauth (parteilos für Die Linke) schließt eine Rodung des Waldstücks in der Antwort an die Bürgerinitiative explizit aus. Sie hatte sich vor der Ausschussentscheidung für den Grünen-Antrag ausgesprochen. Die BI „begrüßt“ die eindeutige Positionierung von Martina Trauth. Ihr Stichwahl-Gegner Mike Schubert (SPD) antwortet der BI, dass er die Fläche unter der Bedingung erhalten würde, wenn auch die Sandscholle ein Sportplatz bleiben kann und nicht mit einer Grundschule bebaut werden muss. „Dann gibt es keinen Bedarf, dort einen neuen Fußballplatz zu errichten“, schreibt Schubert. Eine Prüfung der Fläche halte er aber für wichtig.

Schubert: Landesforst in Potsdam soll nicht privatisiert werden

Schubert äußert sich auch zur langfristigen Sicherung von Grünflächen im Stadtgebiet und sieht dabei das Land in der Pflicht. „Hier müssen wir mit dem Land in den Dialog treten, damit Grün- und Forstflächen auch dort nicht privatisiert werden“, sagt Schubert in der Antwort an die BI. Trauth setzt auf Nachbegrünung von Dächern, Fassaden und anderen geeigneten Flächen, etwa Tramtrassen.

Infoabend der BI an diesem Mittwoch in Babelsberg

Die Bürgerinitiative lädt heute Abend um 19.30 Uhr zu einer Infoveranstaltung in die Plantagenklause in der Rudolf-Breitscheid-Straße 85 ein.

Von Peter Degener

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