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Potsdam OB Schubert macht Tempo bei Umbau der Verwaltung
Lokales Potsdam OB Schubert macht Tempo bei Umbau der Verwaltung
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01:16 15.12.2018
Potsdams neuer Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD). Quelle: Bernd Gartenschläger
Innenstadt

Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) stellte gestern Abend im Hauptausschuss seine Pläne für die Strukturreform im Rathaus vor und zerstreute zugleich Bedenken der politischen Konkurrenz. So hatte sich im Vorfeld CDU-Fraktionschef Matthias Finken durchaus kritisch zu Schuberts Plänen geäußert, 100 zusätzliche Stellen zu schaffen.

Das Wichtigste: Es wird künftig nicht mehr vier, sondern fünf Dezernate geben. Neben den Geschäftsbereichen 1 „Finanzen, Investitionen und Controlling“, 2 „Jugend, Bildung, Kultur und Sport“, 3 „Ordnung, Sicherheit, Soziales und Gesundheit“ und 4 „Stadtentwicklung, Bauen, Wirtschaft und Umwelt“ entsteht der Geschäftsbereich 5 „Zentrale Verwaltung“. Als kommissarischer Dezernent wird der bisherige Fachbereichsleiter Dieter Jetschmanegg eingesetzt.

Das Jugendamt wechselt ins Dezernat von Noosha Aubel

Zudem soll das Jugendamt – wie bereits berichtet – in den Geschäftsbereich 2 von Noosha Aubel (parteilos) integriert werden. Damit gehören Kitas und Schulen fortan in ein Ressort, „so wie das in vielen Städten üblich ist“, erklärte Aubel. Die Wirtschaftsförderung, die bisher im Geschäftsbereich des Oberbürgermeisters angesiedelt war, wird künftig dem Bauressort von Bernd Rubelt (parteilos) zugeschlagen.

Einzelheiten gab es noch einmal zum Personalbericht der Landeshauptstadt. Auffällig ist ein sehr hoher Krankenstand unter den 2242 Angestellten. So fehlte jeder Mitarbeiter im Jahr 2017 im Schnitt 24 Arbeitstage. Umgerechnet fielen 245 Kollegen, das entspricht zehn Prozent der Belegschaft, aus. Zurückgegangen sind auch die Bewerbungen auf ausgeschriebene Jobs. Gab es 2016 im Schnitt 20 Interessierte pro Stelle, waren es 2017 nur noch 15. Dies ist auch deshalb gravierend, weil 466 Mitarbeiter, unter ihnen 61 Führungskräfte, bis zum Jahr 2026 aus Altersgründen die Stadtverwaltung verlassen werden.

Schubert: Verwaltung muss arbeitsfähig bleiben

„Da müssen wir gegensteuern“, erklärte Schubert. „Die Zahl von 100 neuen Stellen klingt groß“, sei aber nötig, um in einer wachsenden Stadt die Arbeitsfähigkeit der Verwaltung zu erhalten. Im Januar werde es eine exakte Vorlage zu den geplanten Stellen geben, so Schubert.

Vorschlägen, Personalprobleme über eine stärkere Digitalisierung zu begegnen, erteilte der OB eine Absage. „Digitalisierung benötigt drei bis fünf Jahre Vorlauf. Wir haben die Probleme jetzt!“ Beratungsgespräche von Mensch zu Mensch seien durch nichts zu ersetzen.

Von Jens Trommer

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