Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam Wahlsonntag: Das müssen Sie zur Stichwahl wissen
Lokales Potsdam Wahlsonntag: Das müssen Sie zur Stichwahl wissen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:24 14.10.2018
Für den 14. Oktober sind die Potsdamer noch einmal aufgerufen, ihre Stimme für einen der OB-Kandidaten abzugeben. Quelle: Friedrich Bungert
Potsdam

Warum muss noch einmal gewählt werden?

Sechs Kandidaten waren bei der ersten Wahlrunde am 23. September angetreten, allerdings konnte keiner von ihnen die absolute Stimmenmehrheit auf sich vereinen. Mike Schubert von der SPD hatte 32,2 Prozent der Stimmen die meiste Zustimmung erhalten, Martina Trauth (parteilos für Die Linke) bekam 19,1 Prozent, Götz Friederich (CDU) 17,4 Prozent, Lutz Boede (Die Andere) 11,4 Prozent, Dennis Hohloch (AfD) 11,1 Prozent und Janny Armbruster (Grüne) hatte 8,9 Prozent der Stimmen erhalten. Weil die absolute Mehrheit aber notwendig gewesen wäre, um einen neuen Oberbürgermeister für die Stadt zu bestimmen, sind noch einmal 141.000 Potsdamer zur Wahl aufgerufen.

Wer steht zur Wahl?

Zwei der ehemals sechs Kandidaten treten am Sonntag noch einmal an. Für die SPD geht Make Schubert in die Stichwahl, für Die Linke tritt die parteilose Martina Trauth an.

Die beiden OB Kandidaten Martina Trauth (Linke) und Mike Schubert (SPD). Quelle: Bernd Gartenschläger

Welcher Kandidat steht für welche Politik?

Bei den Schwerpunktthemen Kita und Schule, Wohnen und Verkehr liegen sowohl Trauth als auch Schubert in ihren Vorstellungen nah beieinander. Im letzten Streitgespräch vor der Stichwahl mit der MAZ kristallisieren sich dennoch Unterschiede zwischen beiden Kandidaten heraus – etwa bei der Bewertung der Stadtentwicklung in den vergangenen Jahren oder dem Umgang mit dem Wachstum Potsdams. Das ganze Gespräch können Sie hier noch einmal nachlesen. Auch einzeln haben sich beide Kandidaten vorgestellt. Während Martina Trauth vor allem für Wechsel und Wandel steht, will Schubert im Falle eines Wahlsiegs ein paar Dinge anders machen als der bisherige Oberbürgermeister Jann Jakobs.

Wann öffnen die Wahllokale?

Ab 8 Uhr können wahlberechtigte Potsdamer ihre Stimmen für einen der beiden Kandidaten abgeben. Geöffnet sind die Wahllokale bis 18 Uhr, dann wird ausgezählt.

Wo finde ich mein Wahllokal?

Ganz 131 Wahllokale werden am Sonntag in Potsdam geöffnet sein. Wohin Sie zum Wählen gehen müssen, steht im Normalfall auf der Wahlbenachrichtigungskarte, die Sie bekommen haben. Alternativ können Sie auch über eine interaktive Karte unter www.potsdam.de/MeinWahllokal ihr Wahllokal herausfinden. Dazu einfach die eigene Adresse ins Suchfeld eingeben.

Was ist, wenn ich meine Wahlbenachrichtigung verloren habe?

Auch ohne Wahlbenachrichtigung ist die Stimmabgabe möglich – vorausgesetzt natürlich, man ist wahlberechtigt. Wähler ohne Wahlbenachrichtigung bringen einfach einen Ausweis oder Reisepass mit ins Wahllokal. Voraussetzung ist, dass Sie in das Wahllokal gehen, in welchem Sie im Wählerverzeichnis eingetragen sind.

Ich habe vergessen, meine Briefwahlunterlagen abzuschicken – was jetzt?

Wer am 23. September per Brief gewählt hat, sollte automatisch auch für die Stichwahl die Briefwahlunterlagen bekommen haben. Wer vergessen hat den Brief rechtzeitig per Post an die Stadt zu senden, braucht sich keine Sorgen zu machen. Eine Abgabe ist auch kurzfristig noch am Sonntag möglich. Bis 18 Uhr kann der Stimmzettel im Briefkasten vor dem Rathaus eingeworfen werden. Alternativ können Wähler mit ihren Briefwahlunterlagen auch in das Wahllokal in der Nachbarschaft gehen und sich dort zur Wahl anmelden. Im Wahlbüro werden die Briefwahlunterlagen dann vernichtet, sodass ganz klassisch gewählt werden kann. Wichtig: Die Briefwahlunterlagen müssen unbedingt mitgebracht werden, sonst ist die Wahl im Wahllokal leider nicht möglich.

Wann steht der Gewinner der Stichwahl fest?

Die Wahllokale schließen am Sonntag wie gewohnt um 18 Uhr. Danach beginnt die Auszählung der abgegebenen Stimmen. Die Stadt Potsdam rechnet je nach Wahlbeteiligung gegen 19.30 Uhr mit einem Endergebnis. Über dieses und die ersten Zwischenstände halten wir Sie hier bei maz-online.de mit einem Liveticker auf dem Laufenden.

Ist wer die meisten Stimmen bekommt automatisch Oberbürgermeister von Potsdam?

Theoretisch ja, es gibt aber eine Voraussetzung: Die Wahlbeteiligung muss stimmen. Der Gewinner muss mindestens 15 Prozent aller Stimmen der wahlberechtigten Personen auf sich vereinen. Das sind rund 21.500 Stimmen. „Um ganz sicher eine Siegerin oder einen Sieger zu haben, muss die Wahlbeteiligung also bei mindestens 30 Prozent liegen“, heißt es dazu von der Stadt Potsdam. Im Jahr 2010, als es die letzte OB-Stichwahl gab, ist dieser Wert aber deutlich erreicht worden. Damals lag die Wahlbeteiligung bei 42,9 Prozent.

Was erwarten die Potsdamer von ihrem zukünftigen Stadtoberhaupt?

Die Bürger möchten gehört werden – das zumindest äußern viele der Menschen, die die MAZ im Vorfeld der Stichwahl zu ihren Wünschen an den zukünftigen Oberbürgermeister bzw. die zukünftige Oberbürgermeisterin befragt hat. Auch mehr Angebote für die Jugend, Reformen in der Verwaltung, bezahlbarer Wohnraum und eine Lösung für die Verkehrsprobleme der Stadt wünschen sich die Menschen.

Die MAZ hat Potsdamer gefragt, was sie vom neuen Oberbürgermeister erwarten. Jeden Tag bis zur Stichwahl äußert sich ein Bürger, was er vonder neuen Rathausspitze erwartet – unabhängig davon, wer das Rennen macht.

Von MAZonline/sag

Potsdam Harry Potter in Potsdam - Promis entern die Potter-Ausstellung

Am Samstag geht es endlich los mit der Potsdamer Harry-Potter-Ausstellung. Schon am Freitag strömten die VIPs nach Babelsberg, um sich vom sprechenden Hut ihren Häusern zuweisen zu lassen.

12.10.2018

Das neu gewählte Teilhabe-Gremium der Landeshauptstadt Potsdam will künftig jeweils zwei Vertreter pro Ausschuss ins Stadtparlament entsenden. Die Verwaltung hegt allerdings rechtliche Bedenken.

12.10.2018

Das Landgericht Neuruppin hat ein im Wortsinn wegweisendes Urteil gefällt: Die Sperrer des Uferwegs müssen den Uferweg Groß Glienicke räumen. Berufung dagegen ist aber noch möglich.

12.10.2018