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Potsdam Das Buhlen um die Wähler geht in die heiße Phase
Lokales Potsdam Das Buhlen um die Wähler geht in die heiße Phase
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10:13 13.08.2018
Als ob er sich selbst anhimmelt: OB-Kandidat Mike Schubert (SPD) bewies beim Hängen eines Laternenplakates Humor. Quelle: Bernd Gartenschläger
Potsdam

Nur noch etwas mehr als 40 Tage bis zur Oberbürgermeisterwahl am 23. September 2018 in Potsdam: Am Freitag hat nun auch der Kandidat der SPD, Sozialdezernent Mike Schubert, mit der Präsentation seiner Programm-Eckpunkte und der Wahlplakate die heiße Phase seines Wahlkampfes eingeläutet.

Damit ist Schubert der letzte im Kreis der Kandidaten, der offiziell die grundlegenden Thesen seines „Zukunftsprogramms“ präsentiert. Motto: „Entschieden für Potsdam“. Zu den 14 Punkten zählen behutsames Wachstum, bezahlbares Wohnen, Verkehrsentlastung durch mehr öffentlichen Personennahverkehr sowie gute Kitas und Schulen.

OB Kandidat Götz Friederich (CDU) vor seinem Wahlplakat am Leipziger Dreieck. Quelle: Bernd Gartenschläger

Auf der Agenda stehen auch lebenswerte Stadt- und Ortsteile. So soll zum Beispiel ein regelmäßiger Ausschuss gegründet werden, in dem Vertreter der Stadt- und Ortsteile ihre Anliegen gegenüber der Stadtverordnetenversammlung und Stadtverwaltung beraten und abstimmen können. In Sachen bezahlbares Wohnen geht es auch um eine Verstärkung der Mietpreisbreme.

Zudem soll die Pro Potsdam angewiesen werden, „nur noch höchstens acht Prozent statt bisher elf Prozent der Modernisierungskosten auf die Mieten umzulegen“. Nach MAZ-Informationen ist Schuberts Forderung aber ohnehin längst – fast – erfüllt. Bereits seit 2012 gibt es für die Pro Potsdam die kommunale Mietenbremse, in der für sie eine Begrenzung auf neun Prozent vorgesehen ist.

Janny Armbruster (Grüne). Quelle: Bernd Gartenschläger

Schubert ist relativ spät dran mit der Vorstellung seiner Eckpunkte. Vor ihm hatten sich schon Grünen-Kandidatin Janny Armbruster und CDU-Kandidat Götz Friederich positioniert. Lutz Boede – Kandidat der Wählergruppe Die Andere – hat bereits vor Wochen ein Elf-Punkte-Programm präsentiert, das für Aufsehen sorgte. Martina Trauth, parteilose Kandidatin der Linken, wählte für die Vorstellung ihrer Eckpunkte die Freundschaftsinsel.

Martina Trauth, parteilose OB-Kandidatin der Linken. Quelle: Christel Köster

Nun verwandelt sich Potsdam in einen Wald aus Wahlplakaten. Vor dem Regine-Hildebrandt-Haus an der Alleestraße posierte Mike Schubert gestern neben dem ersten seiner großen Aufsteller. 30 solcher Großflächen-Plakate werden über das Stadtgebiet verteilt, zudem 1500 kleine Plakate an Laternenpfählen.

25 000 Euro schießt der SPD-Unterbezirk für die Kampagne zu – komplett mit Flyern, Onlinewerbung, Plakaten. Was darüber hinaus für die Finanzierung benötigt wird, soll über Spenden – etwa von Mitgliedern oder Menschen aus der Stadtgesellschaft – finanziert werden, erklärte Unterbezirkschef David Kolesnyk. Zu den Schubert-Unterstützern, die auf der Internetseite mit ihrem Gesicht für den Kandidaten werben, zählt neben SPD-Parteifreunden unter anderem auch Bob-Olympiasieger Kevin Kuske.

Ähnlich hält es die CDU. Kandidat Götz Friederich blickt von 1600 kleinen Plakaten aufs Wahlvolk hinunter. Dazu kommen 36 Großaufsteller. „Wir überlegen, die Großaufsteller auf die zulässige Zahl von etwa 60 aufzustocken“, sagte Friederich gestern. Zu den Kosten der Kampagne wollte er sich nicht äußern.

Lutz Boede OB-Kandidat der Wählergruppe Die Andere. Quelle: Michael Lüder

Bei den Grünen prangt Kandidaten Armbruster auf 1000 – recycelbaren – Laternenplakaten und auf 13 Großplakaten. Die Wählergruppe Die Andere mit Lutz Boede hängt 1000 Querformate. Wie berichtet, plant die AfD derzeit keine Plakatierung – erfahrungsgemäß würden die Plakate schnell wieder abgerissen. Stattdessen überlegt man, auf digitale Werbeplakate zu setzen.

Dennis Hohloch (AfD). Quelle: Bernd Gartenschläger

Die Linken werden ab 27. August für ihre Kandidatin Martina Trauth im Stadtbild mit den kleineren Formaten werben. Geplant sind 1800 Plakate. 15 Großflächen-Aufsteller werden ab Montag aufgestellt. Gesamtbudget für die ganze Kampagne – ohne Spenden: 25 000 Euro. „Die Linke nimmt keine Unternehmensspenden, sondern nur von Privatpersonen“, betont Trauth.

Von Ildiko Röd

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