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Mann aus der Havelbucht ist am Leben

Obdachloser hat überlebt Mann aus der Havelbucht ist am Leben

Der Obdachlose aus der Potsdamer Havelbucht hat den nächtlichen Sturz ins Wasser überlebt, bei dem er beinahe gestorben wäre. Zwar ist weiter unbekannt, wie er in den Fluss gestürzt ist, aber eine Straftat liegt nicht vor. Die Polizei ermittelt deshalb auch nicht.

Havelbucht, Potsdam 52.39615706461 13.045713638623
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Das Lager des Obdachlosen, der Mitte September ins Wasser der Havelbucht gestürzt und fast dabei gestorben war.

Quelle: Rainer Schüler

Innenstadt. Im Freien lebte er und einsam, aber er war nicht allein: Der obdachlose Mann, der am späten Sonntagabend des 13. September ins Wasser der Havelbucht an der Breiten Straße gestürzt und fast ertrunken wäre, hat das Unglück überlebt. Aus der Bewusstlosigkeit im Krankenhaus ist er inzwischen erwacht und konnte Auskunft geben über sich. Er ist 62 Jahre alt und Potsdamer. Und er hat Angehörige, die endlich auch verständigt werden konnten. Die Polizei schließt eine Straftat oder eine Auseinandersetzung mit anderen Personen als Grund des Wassersturzes aus; es gibt also auch kein polizeiliches Ermittlungsverfahren zu dem Fall.

Unter der Bauplane an der Havelbucht

Sein verlassenes Lager mit einer Bauplane als Regenschutz darüber war auch zum Anfang dieser Woche noch am Ufer der Havelbucht, unweit der Gaststätte „Seerose“: Decken, Schlafsack, Spiele, Zeitungen und eine Vorratstüte. Die Polizei hatte diese Habseligkeiten am Vormittag nach dem Unglück vergeblich durchsucht, um einen Hinweis auf die Identität des Mannes zu finden, der auf der Uferböschung unter Bäumen lebte. Er schlief dort, angelte, aß und trank, las Zeitungen, puzzelte und löste Kreuzworträtsel. Sein Lieblingsaufenthalt war eine Bank vor dem Restaurant „Seerose“.

Obdachlos in Potsdam

Obdachlosigkeit ist eine noch seltene Erscheinung in Potsdam. Ein junger Mann ohne feste Bleibe lebte bis vor wenigen Wochen auf einem Baugerüst am Bassinplatz, wo er nachts auch schlief. Inzwischen ist das Gerüst demontiert, der Mann verschwunden. Unter anderem in der Straße Alt Nowawes in Babelsberg lebte Jahr um Jahr ein Mann mit Hund und üppigem Hausrat, der sein Dasein als selbst gewählt bezeichnet hat. Stadtbekannt ist zudem ein bleicher junger Mann, der auch bei hochsommerlichen Temperaturen Winterkleidung trägt.


Siehe auch : Zwischen Dankbarkeit und Pöbelei – Bettler in Potsdam

Von Rainer Schüler

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