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Oben auf dem Schlangenberg

Kletterfelsen im Konrad-Wolf-Park werden im Dezember freigegeben Oben auf dem Schlangenberg

Drei Meter können ganz schön hoch sein, und hinauf kommen muss man auch erstmal. Aber der Aufstieg wird belohnt mit einer "echten" Schlange auf dem Gipfel.

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Sanierung rückt in weite Ferne

Die Kinder freuen sich schon auf die Kletterberge, die Uwe Thürnau (M.) geschaffen hat.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Drewitz. Das hätten die Kinder aus dem "Storchennest", dem "Märchenland" und der Priesterweg-Grundschule Dienstagmittag allzugern schon probiert, doch dieser Spaß ist erst im Dezember möglich, wenn "Fallkies" die neuen Berge von Drewitz säumt. Dann tut es nicht mehr so weh, wenn man beim Klettern abrutscht.

"Der Felsen hat eben keine Aufenthaltsqualität", gibt sein Schöpfer Uwe Thürnau zu: "Da oben kann man nicht wirklich sitzen; und es kann Gedränge geben." Rund 70 Griff- und Trittstellen gibt es im größeren der beiden Felsen aus Spritzbeton, empfohlen und getestet von Profikletterern. "Hier gibt es keine Steighilfen wie an normalen Kletterwänden", sagt Thürnau: "Alles ist so wie bei einem echten Berg." Naja, fast, denn auch die ganz kleinen Kinder sollen eine Chance haben. Für sie geht es von einer rund 60 Zentimeter hohen Plattform aus aufwärts, immer schräg hinauf und wieder runter. Ein Seil macht aber auch eine andere Art des Runterkommens möglich.

Vor einigen Wochen hatten die Kinder schon einmal eine lehrreiche Begegnung mit dem Berg. Da stand nur ein Gerüst aus Metallrohren, umhüllt von einer gelben Folie. Das wurde von außen mit Beton "gespritzt", sogar von innen, wie Thürnau berichtet: "Damit will man auf jeden Fall die Korrosion des Metalls verhindern." Korrodiert hätte es aber gar nicht, sagt er, denn das Innere des Berges ist vollständig luft- und wasserdicht. Immerhin acht bis zehn Zentimeter dick ist die Betonschale, die am Ende noch felsenecht gestrichen und mit einem Graffitischutz versehen wird.

Der Felsen im Park

Die beiden Kletterfelsen sind Teil des Konrad-Wolf-Parkes, der als gestalteter Grünstreifen auf der für den Autoverkehr gesperrten Konrad-Wolf-Allee entsteht.

Die Potsdamer Landschaftsarchitektin Pia von Zadow plant und leitet im Auftrag der Stadt den Umbau der Straße zum Wohngebietspark.

Im vergangenen Jahr hatte von Zadow gemeinsam mit dem Potsdamer Kinder- und Jugendbüro bei mehreren Stadtrundgängen die Vorstellungen und Ideen von Kindern gesammelt und diskutiert.

Die Kinder waren als „Kiezdetektive“ unterwegs, um festzustellen, was ihnen im Stadtteil fehlt: Klettermöglichkeiten zum Beispiel.

Die Idee zum Konrad-Wolf-Park hat viele Hürden in der Bevölkerung nehmen müssen, vor allem wegen der massiven Verkehrseinschränkungen.

Der Park und die Neuordnung des Verkehrs kosten 5,4 Millionen Euro aus Mitteln der Stadt und des Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE).

Von Rainer Schüler

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