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Öko-Offensive der EWP in Potsdam

„Aus Strom wird Ström“ Öko-Offensive der EWP in Potsdam

Die EWP setzt ab 1. Juli auf Öko-Wasserkraft aus Süddeutschland und Osterreich – das bedeutet aber keine Preiserhöhung für die Kunden.

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Kraft des Wassers sorgt für Öko-Strom aus dem Süden.

Quelle: dpa

Potsdam. Aus Strom wird „Ström“: Die Energie und Wasser Potsdam GmbH (EWP) will ab Juli komplett auf Ökostrom setzen. Konkret heißt das: Der größte Teil wird zertifizierter Strom aus Wasserkraft sein, der im Rahmen eines Verbundvertrags von Anbietern in Süddeutschland und Österreich bezogen wird. Für das bessere Umweltgewissen müssen die EWP-Kunden aber nicht tiefer in die Tasche greifen, betonte Interimsgeschäftsführer Carsten Stäblein am Dienstag bei der Vorstellung der Pläne. „Es gibt keine Preiserhöhung bei den Lieferverträgen“, sagte Stäblein.

Die Umstellung erfolgt automatisch; Kunden müssen nicht aktiv werden. Für jene Kunden, die bereits einen Ökostrom-Vertrag haben, gibt es zwei Optionen: Zum einen besteht die Möglichkeit, das bestehende Angebot zurückgeben. Als zweite Variante kann man ab Juli den Strom aus regionalen Quellen im Umkreis von 50 Kilometern beziehen. „Das ist dann beispielsweise Strom aus Biogasanlagen“, erklärte Stäblein: „Auch die Errichtung weiterer Photovoltaik-Anlagen in Potsdam ist geplant.“

Potsdam ist eine von 22 Kommunen in Deutschland, die mit Förderung des Umweltministeriums einen Klimaschutz-Masterplan entwickeln und umsetzen wird. Die Stadt hat sich verpflichtet, bis 2050 klimaneutral zu werden. Heißt: Die Treibhausgasemissionen sollen bis dahin um 95 Prozent gesenkt werden.

EWP-Interimsgeschäftsführer Carsten Stäblein

EWP-Interimsgeschäftsführer Carsten Stäblein.

Quelle: KaP

Begleitet wird die Umstellung auf Wasserkraft-Strom von einer Imagekampagne der EWP. Stäblein räumte ein, dass man in der Vergangenheit zu wenig öffentlich über das eigene Engagement für Klima- und Umweltschutz informiert habe. Die neuen Slogans spielen mit der Verbindung von Strom und Ökologie: „Potsdam Ström trägt Sönne im Herzen“. Und: „Aus Strom wird Ström“.

Anders als Laien annehmen könnten, wird der Strom nicht von Süddeutschland und Österreich in den Norden geleitet. Stattdessen wird er in einen überregionalen Pool – eine Art „Strom-See“ – eingespeist. „Wir erhöhen damit die Nachfrage nach Ökostrom“, sagte Stäblein.

Er wird nach einem Dreivierteljahr an der Unternehmensspitze seinen Posten demnächst wieder abgeben. Am 24. April treten die Volkswirtin Sophia Eltrop und der Ingenieur Ulf Altmann als Geschäftsführer ihre Stellen an. Sie lösen die Interimsgeschäftsführer Christian Erdmann, Carsten Stäblein und Jörn-Michael Westphal ab, die nach dem Ausscheiden von Wilfried Böhme und Holger Neumann im Zuge der Stadtwerke-Affäre das Ruder in die Hand genommen hatten.

Von Ildiko Röd

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