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Ohne Pflegezuschuss ist Parkeintritt nötig

Kommt die Tourismusabgabe nicht, wird der umstrittene Obolus ab 2014 erhoben, sagt Schlösserstiftungschef Dorgerloh Ohne Pflegezuschuss ist Parkeintritt nötig

Für Potsdam war es ein Plus von 22 Prozent, genauer: für Potsdams Schlösser. Im Friedrich-Jahr kamen 1,2 Millionen Besucher, 222 000 mehr als 2011. Der König hat sich als Tourismusförderer also bestens bewährt.

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Die Kolonnaden am Neuen Palais im Park Sanssouci mit den restaurierten Bekrönungen am Triumphtor.

Quelle: MAZ/ Bernd Gartenschläger

Potsdam. Übrigens auch für Caputh, Paretz, Rheinsberg und die anderen märkischen Schlösser, wo zusammen 146 000 Gäste gezählt wurden, was eine Steigegerung um 17 Prozent bedeutete. Generaldirektor Hartmut Dorgerloh sprach gestern in Berlin denn auch von einem Rekordjahr für die vom ihm geführte Stiftung Preußische Schlösser und Gärten.

Vor allem der zum 300. Geburtstag Friedrichs des Großen im Neuen Palais ausgerichteten „Friederisiko“-Ausstellung war dieser Sprung nach vorn zu verdanken. Und wenn 2013 nun 250 Jahre Bildergalerie in Sanssouci gefeiert werden sollen, ist das quasi als Nachtrag zu diesem Erfolg gedacht.

Eigentlich heißt der große Sprung nach vorn in der Landeshauptstadt aber „Masterplan“ – und ist mit 155,5 Millionen Euro sogar zu beziffern. Von diesem Geld, das die Schlösserstiftung vom Bund sowie den Ländern Berlin und Brandenburg zusätzlich bekommt und bis 2017 in die Rettung ihrer Paläste und Parks investieren soll, sind inzwischen 30 Prozent (45 Millionen Euro) ausgegeben: Für die nötigen Planungen etwa, die laut Dorgerloh „zu 90 Prozent abgeschlossen“ seien, für die Sanierung des Parkplatzes an der Historischen Mühle oder die der Kolonnade am Neuen Palais, die im Frühjahr wieder in alter Pracht zu bestaunen sein wird. Zu Ostern kann dort dann auch das benachbart gelegene Südtorgebäude als modernes Besucherzentrum eröffnet werden.

2013 sollen wieder 18 Masterplan-Millionen verbaut werden, nicht nur in Potsdam, aber doch hauptsächlich. Im Neuen Palais geht es mit dem Deckentragwerk zwischen Grotten- und Marmorsaal weiter, wird mit der Entfeuchtung des kompletten Sockelgeschosses und der Dekontaminierung beziehungsweise Reparatur des Daches über dem Theaterflügel begonnen. Beim Orangerie-Schloss in Sanssouci sind die stark geschädigten Fassaden des Südost-Pavillons dran, im Neuen Garten die Grundinstandsetzung des tempelähnlichen Küchengebäudes und Deckenverstärkungen im Südflügel des Marmorpalais. Und Ende April wird das Babelsberger Schloss eingerüstet – für die dringend nötige Rundumhüllensanierung.

Ebenfalls im Frühjahr muss das Filmmuseum aus seinem Quartier im Marstall ausgezogen sein, damit das Haus brandschutztechnisch „ertüchtigt“ werden kann. Schließlich wird noch ein Grundstein gelegt, am einstigen Standort des Hans-Otto-Theaters in der Zimmerstraße für den Neubau des Dokumentations- und Informationszentrum inklusive Restaurierungswerkstätten. „Wir sind überall im Plan“, versicherte Dorgerloh.

Keinen Plan gibt es allerdings für das sich bis 2018 auf 4,5 Millionen Euro summierende Pflegedefizit in den Gartenanlagen. Nur eines ist für Dorgerloh klar: Sollte die Stadt Potsdam nicht eine Million Euro via Tourismusabgabe erwirtschaften und für die Grünpflege überweisen können, werde mit Saisonstart 2014 Parkeintritt in Sanssouci erhoben.

Weitere Informationen unter www.spsg.de (Von Frank Kallensee)

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