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Onlinepetition gegen Schulbau auf der Sandscholle

Neue Grundschule für Babelsberg Onlinepetition gegen Schulbau auf der Sandscholle

Eine Bürgerinitiative will verhindern, dass die neue Grundschule für Babelsberg an der Uhlandstraße gebaut wird. Nun formiert sich auch an anderer Stelle Widerstand: Auch den von Sportlern genutzten Standort Sandscholle hält eine Initiative für ungeeignet und hat eine Petition im Internet gestartet.

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Auch Babelsberger Schulen nutzen den Platz für Turniere.

Quelle: Foto: B.G.

Babelsberg. Die Standortsuche für eine dringend benötigte neue Grundschule in Babelsberg wird immer konfliktträchtiger: Nun gehen Bürger auch gegen den Plan auf die Barrikaden, den Neubau auf der Sandscholle zu errichten. Auf der Plattform Openpetition hat die „Initiative Pro Sandscholle“ am Sonntag eine Onlinepetition eingestellt, die den Neubau einer Grundschule an der Stelle verhindern soll. Montagnachmittag hatte „Rettet die Traditionssportstätte Sandscholle“ bereits rund 400 Unterstützter. „Die Sandscholle ist ein Stück Babelsberger Identität“, schreibt ein Unterzeichner.

Wie berichtet, hat sich bereits eine Bürgerinitiative gegründet, die die Uhlandstraße als Schulstandort ablehnt, weil dafür ein Wäldchen abgeholzt werden müsste. Auch die „Initiative Pro Sandscholle„ führt Umweltgründe an. Mit der Sportstätte würde „ein erheblicher Baumbestand“, der den Platz umsäumt, wegfallen. Die Bäume dienten auch als Schallschutz für die Anwohner. Der Lärmpegel würde sich mit dem Bau einer Schule um ein Vielfaches erhöhen, warnt Initiator Roman Böttcher.

Hauptargument gegen den Schulbau ist aber die schwierige Sportplatzsituation in der Stadt. Der Sportplatz Sandscholle, vor über 60 Jahren von Mitgliedern der BSG Motor Babelsberg errichtet, sei eine der „traditionsreichsten und bekanntesten Wettkampfstätten Potsdams“. Neben dem UFK Potsdam und den Vereinen Babelsberg 03 und Concordia Nowawes nutzen auch freie Gruppen den Platz. „Mehr als 800 Sportlern würde die Sportfläche geraubt“, schreiben die Initiatoren. Die von der Stadt für den Sport erwogenen Alternativstandorte am Horstweg oder am Bahnhof Rehbrücke seien kein adäquater Ersatz. Beim ersten handele es sich um einen Landschaftsschutzraum. In Rehbrücke müsste Wald gerodet worden, negativ wäre auch der Anfahrtsweg. Statt einen intakten Sportplatz zu „opfern“, sollten Stadtverordnete und Verwaltung lieber einen geeigneten Standort für die Schule suchen, fordern die Initiatoren. Die Brache in der Glasmeisterstraße, die schon einmal im Gespräch war, kommt aus ihrer Sicht infrage.

Stadt wehrt sich gegen den Vorwurf, eigenmächtig zu entscheiden

1700 Unterschriften sind nötig, damit Openpetition von der Stadt und den Stadtverordneten eine Stellungnahme zu dem Thema einfordert. Die Petition steht noch bis Heiligabend im Netz. Bei einer Online-Umfrage der MAZ haben sich 15 Prozent der Leser für die Uhlandstraße und elf Prozent für die Sandscholle als Schulstandort ausgesprochen. Stadt und Politik machen doch eh, was sie wollen, meinen 45 Prozent. „Dem ist nicht so“, versichert Stadtsprecher Stefan Schulz. „Wir versuchen gemeinsam mit allen – Anwohnern, Vereinen und Schulen – die beste Lösung zu finden.“ Jeder Standort habe auch gewisse Nachteile.

Von Marion Kaufmann

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