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Potsdam Triathlet gewinnt Potsdamer Inselschwimmen
Lokales Potsdam Triathlet gewinnt Potsdamer Inselschwimmen
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00:17 14.08.2018
Der Ex-Triathlet Stefan Höhlbaum hat das 22. Inselschwimmen in Potsdam gewonnen, auf zwei Strecken. Quelle: Rainer Schüler
Innenstadt

Der Triathlet Stefan Höhlbaum (31) hat das 22. Potsdamer Inselschwimmen gewonnen. Der Potsdamer aus dem Zeppelin-Team des Olympiasportclubs steht zwar nicht mehr in Meisterschaftskämpfen, setzte sich aber auf der 800- und der 1700-Meter-Strecke souverän durch und das im dritten Jahr hintereinander.

Beim öffentlichen Schwimmen an der Freundschaftsinsel geht es vor allem um Spaß, aber viele Schwimmer wollen auch gute Zeiten zeigen. So gewinnen meist die, die ohnehin trainieren.

 

Der Start zur Langstrecke, bei der die Freundschaftsinsel komplett umrundet wird, hatte sich mit allen 130 Teilnehmern etwa zehn Minuten verzögert, weil die Neue Fahrt auf der anderen Insel trotz polizeilicher Sperrung noch nicht frei vom Bootsverkehr war. Diese nervenzehrende Wartezeit über mussten die Schwimmer im etwa 25 Grad warmen Havelwasser auf der Stelle verharren, ehe Potsdams Ordnungsdezernent Mike Schubert das Startsignal geben konnte.

Sydney Josephine Rödiger aus Berlin-Hohenschönhausen trat in allen drei Wettbewerben an und gewann auf der Kinderstrecke des 22. Inselschwimmens in Potsdam. Quelle: Rainer Schüler

Mit im großen Pulk war die Ost-Berlinerin Sydney Josephine Rösiger (10), die als einzige alle drei Distanzen in Angriff nahm. Das Mädchen aus Hohen Schönhausen trainiert bei Aqua Berlin und nahm den ersten, altersfreien Wettbewerb über 800 Meter unter mehr als 90 Teilnehmern als Aufwärmung für die 400-Meter-Kinderstrecke.

Die Kinderstrecke des 22. Inselschwimmens wurde klar von der Berlinerin Sydney Josephine Rödiger beherrscht. Rainer Schüler

Die erste Strecke hin und zurück in der Alten Fahrt beendete sie auf Platz 42 mit 17 Minuten und 15 Sekunden. Auf der Kinderstrecke ließ sie dann ihre zwölf Konkurrenten klar hinter sich und kam auf der Langstrecke sogar auf Rang 58. Sie schaffte die Königsdistanz in 33 Minuten und 5 Sekunden.

Auch Helmut Flügel kam aus Berlin, doch das allein macht nicht die Erwähnung wert.

Der Berliner Helmut Flügel (80) kam das siebte Mal zum Potsdamer Inselschwimmen. Quelle: Rainer Schüler

Aber er ist 80 Jahre alt und das siebte Mal dabei. Auch ihn schreckte die Umrundung nicht, denn er hat letzte Woche ein Schwimmen auf einem Mosel-Stausee absolviert: 3,8 Kilometer!

„Josi“ dagegen war noch nie beim Potsdamer Inselschwimmen. Hatte sie denn gar keine Angst vor dem Dreifachstart und der Erwachsenenstrecke“ „Nö. Ich bin letzte Woche schon 400 Meter auf der Müritz geschwommen“, sagte sie. Das traue sie sich die Potsdamer Strecken auch zu. Ausgepowert kam sie denn aber doch ans Ziel, machte auf den letzten Metern nochmal richtig Tempo, um eine gute Zeit zu schaffen. Die wurde mit Transpondern am Arm jedes Schwimmers gemessen, einem blauen Kunststoffarmband, dessen Zählwerk zum Start auf Null stand und erst mit dem Anschlag auf eine elektronische Wand am Ufer wieder anhielt. Diese Technik holperte allerdings im Auftaktrennen, so dass viele Startzeiten der 800-Meter-Strecke nachträglich den per Hand aufgeschriebenen Schwimmern zugeordnet werden musste und die Siegerehrung verschoben wurde.

Bis auf diese kleine Panne jedoch war das Inselschwimmen, das seit zwei Jahren wegen der ufernahen Bebauung hinter dem Palais Barberini auf der Insel selbst startet, ein Musterbeispiel an Organisation. Die 500 Mitglieder starke Ortsgruppe der ausrichtenden Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) hatte 60 Leute und sechs Boote im Einsatz.

Beim Inselschwimmen folgten die Retter der DLRG auf Surfbrettern den Schwimmern und begleiteten auch die letzten. Quelle: Rainer Schüler

Auf den Liegewiesen der Insel konnten Zuschauer und Gäste Suppe mit Würstchen, Gegrilltes und selbstgebackenen Kuchen essen; für Kinder gab es eine Hüpfburg und eine Aufwärmanimation für die Starter.

Selbst Inselgärtner Thoral Götsch freute sich ob des Auflaufs: „Am Vortag sieht man nichts von der Veranstaltung, dann ist hier volle Aktion, aber alles sehr geordnet und sauber, und am nächsten Tag ist absolut gar nichts mehr davon zu sehen“, sagte er der MAZ. „Die Leute folgen ihren schwimmenden Angehörigen am Ufer und erleben so die Insel. Das ist toll. Die Veranstaltung ist erfolreich, wird aber nicht immer größer.“ Götsch schwamm selber die lange Strecke: 35 Minuten und 2 Sekunden, Platz 70.

Von Rainer Schüler

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