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Potsdam Papp-Gangsterfilm aus Filmuniversität
Lokales Potsdam Papp-Gangsterfilm aus Filmuniversität
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13:40 03.08.2016
Szene aus der Filmuni-Gangsterfilm-Hommage „Mascarpone“. Quelle: Filmuniversität
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Babelsberg

Ein Film ohne Kulissen ist wie ein Fisch ohne Gräten. In ihrer Gangsterfilm-Hommage „Mascarpone“, die sich momentan in der Fertigstellung befindet, treiben die Babelsberger Filmuni-Studenten Jonas Riemer (Animation), Johannes Schubert (Produktion), Jana Pape (Kamera) und Jenny Sonnenschein (Szenenbild) die Kulissenhaftigkeit auf die Spitze.

Sie haben – mithilfe vieler Kommilitonen – eine komplette Welt aus graubrauner Pappe erschaffen – und in einem Seminaraum sowie in den Studios der Filmuni das windige New York der 1930er Jahre zum Leben erweckt. Die menschhohen, detailreichen Wolkenkratzerfassaden klebte und dekorierte ein 20-köpfiges Team aus kiloweise Kartons zusammen. Einige Schauplätze wurden 1:1 gebaut, in denen die Schauspieler darin agierten – auch hier: alles aus Pappe, sogar die Autos (nein, es sind keine Trabis).

Die Story: Filmvorführer Francis (Filmuni-Schauspielstudent Yannick Fischer) trifft nach einem Autounfall auf den übellaunigen Gangsterboss Mascarpone (Jörg Moukaddam), der ihn zu einem Banküberfall zwingt... Schießereien, Verfolgungsjagden, schöne Frauen wie Cornelia Ivancan als Filmdiva Vivien und schicke Kostüme – was ein Gangsterfilm á la „Es war einmal in Amerika“ braucht, hat „Mascarpone“. Das Ziel: „Wir wollten einen Blockbuster drehen – ohne Geld“, erzählt Schubert (25). Und auf diese Alles-sieht-total-echt-aus-Spezialeffekte verzichten, „an denen man sich im Kino schon so satt gesehen hat“, ergänzt Regisseur Riemer (25). Statt auf teure Spezialeffekte setzt die studentische Produktion auf den Charme des Unperfekten, Handgemachten. Die Zuschauer dürfen ruhig sehen, wie der Film entstanden ist.

Nachdem im vergangenen Herbst die letzte Klappe zu „Mascarpone“ fiel, ging die Arbeit erst richtig los. Ein Mix verschiedener Techniken kommt zum Einsatz: Retro Filmtricks wie die von Thrillermeister Hitchcock geliebte Rückprojektion, 3-D-Animationen, Zeichentrick-Elemente, Stop Motion. Nun muss die Miniatur-Welt mit den zahlreich vor grüner Wand (Green Screen) gedrehten Szenen am Computer zusammengeführt, Hintergründe müssen eingefügt werden. Riemer und Schubert haben den Trailer und eine Rohschnittfassung des Films präsentiert – die bereits jetzt funktioniert, obwohl die Bilder noch nicht ihr finales Aussehen haben. „Das optische Erscheinungsbild muss verfeinert werden“, der Film einen einheitlichen Look bekommen, so Riemer. Für die New-York-Atmosphäre nehmen die Soundtüftler unter anderem Knattergeräusche von Oldtimern auf. Den von Swing und Jazz inspirierte Soundtrack steuert der kanadische Filmmusik-Masterstudent Jesse Braverman bei, das Filmorchester Babelsberg spielt die Komposition ein.

Gedreht wurde der 15-Minüter auf Englisch. Einerseits, um ein internationales Festivalpublikum zu erfreuen, andererseits, um das „Feeling besser zu transportieren“, sagt Riemer. Anfang 2017 soll „Mascarpone“ fertig sein.

Von Ricarda Nowak

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