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Parkeintritt: Jetzt haben die Bürger das Wort

Potsdam Parkeintritt: Jetzt haben die Bürger das Wort

Kommt der Parkeintritt für Sanssouci? Im Jahr 2018 läuft der Vertrag zwischen Stadt und Schlösserstiftung aus. Das Papier verhindert den Eintritt – allerdings kostet das die Stadt eine Million Euro im Jahr. Jetzt sollen die Bürger befragt werden, ob der Vertrag verlängert werden soll. Ausgang offen.

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Eintritt für Park Sanssouci? Eine Bürgerumfrage soll’s nun endgültig klären.

Quelle: dpa

Potsdam. Die Stadt plant eine repräsentative Bürgerumfrage zum Parkeintritt. Das teilte die Stadtverwaltung gestern mit. Jahr 2014 hatte Potsdam mit der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten (SPSG) einen Vertrag zu den Welterbe-Parks abgeschlossen. Die Stadt verpflichtet sich darin, die Stiftung jährlich mit einer Million Euro für die Gartenpflege zu unterstützen. Im Gegenzug verzichtet die Stiftung auf die Erhebung eines Parkeintritts. Der Vertrag wurde zunächst für eine Laufzeit von fünf Jahren geschlossen und endet im Jahr 2018.

Ob der Vertrag verlängert wird, ist umstritten. Zunächst möchte die Stadt ihre Einwohner befragen. Mit einer Bürgerumfrage würden etwa 5700 repräsentativ ausgewählte Potsdamer angeschrieben, hieß es. Dabei werde erfragt, wie die Menschen die Welterbe-Parks nutzen: Welche Parks besuchen sie regelmäßig? Welche Aktivitäten sind ihnen dort wichtig? Wie nehmen sie die Parks wahr? Es sollen auch Nutzungen abgefragt werden, die laut gültiger Parkordnung verboten sind. „Damit wir ein vollständiges Bild erhalten, ist es wichtig, dass wir uns bei der Umfrage am gelebten Alltag orientieren“, sagt Dieter Jetschmanegg, Leiter des Fachbereichs Kommunikation, Wirtschaft und Beteiligung. „Für eine solide Einschätzung braucht es eine ehrliche Bestandsaufnahme, die unbequeme Ergebnisse nicht ausblendet.“

Neben ihren Nutzungsgewohnheiten werden die Teilnehmenden auch nach ihrer grundsätzlichen Haltung zu einem Eintrittsgeld für den Park Sanssouci und nach einer in ihren Augen angemessenen Summe befragt. „Die Bürgerumfrage ist keine verbindliche Abstimmung“, so Jetschmanegg. Gleichwohl sei sie von zentraler Wichtigkeit, um mehr über die Wünsche und Erwartungen der Potsdamer in Bezug auf die Welterbe-Parks zu erfahren. Die Stadt bewege sich in einem komplexen Spannungsfeld unterschiedlicher Interessen. „Die Einwohnerschaft hat in ihrem Alltag einen anderen Blick auf die Welterbe-Parks als zum Beispiel der Denkmalschutz oder die Tourismuswirtschaft.“

Die Fragebögen werden so versendet, dass sie die ausgewählten Bürger in der ersten Woche nach den Sommerferien erreichen. Die Angeschriebenen können den Fragebogen mit Hilfe eines Zugangskennwortes online beantworten oder die ausgefüllten Papierbögen kostenlos per Brief zurücksenden. „Natürlich freuen wir uns, wenn möglichst viele Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit der elektronischen Beantwortung nutzen. Erstmals kann dafür auch ein QR-Code auf dem beigefügten Anschreiben mit dem Smartphone eingescannt werden, der die Befragten ohne Kennworteingabe direkt zur Online-Umfrage leitet“, sagt Tobias Krol, der im Bereich Wahlen und Statistiken die Umfrage betreut.

Die Teilnahme an der Umfrage ist nur für die nach dem Zufallsprinzip ausgewählten Bürgerinnen und Bürger möglich. „Bei Bürgerumfragen ziehen wir eine repräsentative Stichprobe aus dem Einwohnermelderegister. Die auf diese Weise gewonnenen Befragungsergebnisse spiegeln sehr zuverlässig das Meinungsbild in der Gesamtbevölkerung wider“, so Krol. Das Ergebnis der Bürgerumfrage wird voraussichtlich im Dezember dieses Jahres vorliegen.

Von MAZ online

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