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Potsdam Parkeintritt wird erneut zur Verhandlungssache
Lokales Potsdam Parkeintritt wird erneut zur Verhandlungssache
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17:23 29.08.2017
Beliebtes Touristenziel: Schloss Sanssouci in Potsdam. Quelle: ZB
Potsdam

Seit 2014 zahlt die Stadt Potsdam jährlich eine Million Euro an die Schlösserstiftung, damit im Gegenzug der Parkeintritt in Sanssouci kostenlos bleibt. Die Zahlungen sollen der klammen Stiftung bei der Behebung ihres Parkpflegedefizits helfen. Im Frühjahr 20017 sagte der Sprecher der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, Frank Kallensee, dass damit zwölf Gärtner eingestellt werden konnten. Sie sind im Park Sanssouci, im Neuen Garten und im Park Babelsberg eingesetzt.

Ende 2018 läuft der Vertrag zwischen Stadt und Stiftung jedoch offiziell aus. Bis jetzt war unklar, ob diese finanzielle Stütze auch danach weiter gezahlt wird. Noch im Winter sagte Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs, dass er dies nicht ausschließe. Aber: eine Million pro Jahr bleibt „die absolute Höchstgrenze“, hieß es im Dezember 2016.

Am Dienstagnachmittag machte die Stadt klar, dass in ihren Augen die drei Träger (Bund, Berlin und Brandenburg) die „Finanzspritze“ zu tragen hätten. Man müsse sich da neu an den Verhandlungstisch setzen. Ziel sei es aber, einen Parkeintritt abzuwenden.

Nur wenn der Bund und die beiden Länder nicht bereit sein sollten, Geld zu geben, werde Potsdam über eine weitere eigene finanzielle Beteiligung verhandeln, sagte er für Finanzen zuständige Bürgermeister Burkhard Exner (SPD). Als Obergrenze nannte er dafür jeweils eine Million Euro in fünf weiteren Jahren. Gerade erst war bekannt geworden, dass Bund und Länder bis 2030 insgesamt 400 Millionen Euro für die Sanierung des Kulturerbes der SPSG zur Verfügung stellen.

In einer repräsentativen Umfrage der Stadt Potsdam zu den drei Welterbe-Parks Sanssouci, Neuer Garten und Park Babelsberg bekannt gegeben: Mehr als die Hälfte der befragten Potsdamer sind gegen einen Pflichteintritt im Park Sanssouci. Genauer gesagt: 55,6 Prozent sprachen sich dagegen aus, während 44, 4 Prozent bereit wären, einen Eintritt zu bezahlen.

Von MAZonline

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