Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam Neue Apps machen die Parkplatzsuche in Potsdam leichter
Lokales Potsdam Neue Apps machen die Parkplatzsuche in Potsdam leichter
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:20 13.02.2019
Parken in der Innenstadt: Man findet schwer Platz, doch das soll künftig leichter werden. Quelle: Stefan Gloede
Innenstadt

Parken in der Innenstadt –was für eine Katastrophe! Man will oder muss mit dem Auto in die Stadt und findet keinen Platz für sein Gefährt. Runde um Runde hofft man, dass irgendjemand irgendwo eine Lücke öffnet, doch nichts passiert. Der Frustpegel steigt mit dem Benzinverbrauch; die Suche kostet Zeit und Nerven. Das soll anders werden dieses Jahr.

Die Stadt will das Handy-System „Park and Joy“ einführen, das einen freien Stellplatz in Zielnähe findet, den Weg dorthin weist, die Gebühren ermittelt und bezahlt für genau die Zeit, die man dort steht; per Handy kann man die Zeit verkürzen und verlängern. Nie wieder zu viel oder zu wenig zahlen, nie wieder einen Parkplatz suchen, verspricht die Telekom-Tochter T-Systems, die das App-basierte System im Land Brandenburg bislang nur in Nauen anbietet.

Handyparken nimmt auch in Potsdam zu

Bereits seit 20. Juni 2016 können Parker in Potsdam ihre Gebühren anstelle der Bezahlung mit Münzen am Parkscheinautomaten auch bargeldlos per Mobiltelefon zahlen. Dabei hat sich die Stadt für ein Modell entschieden, das gleichzeitig mehreren Betreibern das Anbieten dieses bürgerfreundlichen Services ermöglicht. Einen Überblick über die bislang sechs wählbaren Anbieter findet man unter www.mobil-potsdam.de. Nun also auch „Park and Joy“.

Die Vertragsunterlagen für „Park and Joy“ in Potsdam liegen bei der Stadt; noch 2019 soll die App hier online gehen.„Handyparken setzt sich auch in Potsdam immer mehr durch“, sagt Stadtsprecher Markus Klier.  

Private vermieten ihre Stellplätze

Noch leichter machen will die Parkplatzsuche das System „privatparker.com“ aus Konstanz am Bodensee. Es bringt Nachfrage und Angebot zusammen, Parkplatz-Sucher und und Parkplatz-Inhaber. Im großflächig zugeparkten Potsdam möchte Stadt-Managerin Janin Schneider vorübergehend freie Stellplätze von Privatleuten oder Wohnungsgesellschaften anbieten. Der Inhaber kann also seinen Platz anbieten und damit Geld verdienen; der Nutzer erfährt in dem System, wo der Platz liegt, wie groß er ist, wie teuer. Während also die anderen Handy-Parksysteme öffentliche Angebote finden, erschließt die App aus Konstanz private Reserven. Doch sie steht in Potsdam noch ganz am Anfang.

Drei Zonen zum Parken in der Stadt

Potsdam ist in drei Parkzonen aufgeteilt. Die Zone 1 umfasst die Innenstadt, begrenzt im Norden durch die Hegelallee und die Kurfürstenstraße zwischen Friedrich-Ebert- und Hebbelstraße, im Osten durch die Hebbelstraße zwischen der Kurfürsten- und der Charlottenstraße, im Süden durch die Charlottenstraße zwischen der Hebbel- und der Schopenhauer Straße sowie im Westen durch die Schopenhauer Straße zwischen Charlotten- und Hegelallee. Die Zone ist fast flächendeckend ticketpflichtig.

Die Parkzone 2 umschließt die Zone 1; sie wird nach außen von folgenden Straße abgegrenzt: Im Norden durch den Voltaireweg, den Reiterweg und die Alleestraße, im Osten durch Am Neuen Garten, Behlertstraße und Humboldtbrücke. Im Süden sind die äußere Grenze der Zone 2 das Havelufer, die Breite Straße zwischen Schopenhauer Straße und Zeppelinstraße und die Feuerbachstraße. Im Westen wird die Zone 2 von der Lennéstraße und dem Park Sanssouci begrenzt.

Die Zone 3 ist am größten

Die Parkzone 3 umfasst fast den übrigen Rest des Potsdamer Stadtgebietes, außer den neuen Ortsteilen, Bornim, Eiche, Golm und Grube. Die äußere Grenze der Parkzone 3 bilden im Norden die Amundsenstraße, im Osten der Jungfernsee, das Havelufer, die Glienicker Brücke, das Ufer des Griebnitzsee, die August-Bebel-Straße sowie die Wetzlarer Straße zwischen Großbeerenstraße und Nuthestraße. Im Süden ist die äußere Grenze die Nuthestraße von Wetzlarer Straße bis Horstweg, der Horstweg, die Waldstraße über Ravensberge, Michendorfer Chaussee, Hermannswerder und Havel. Im Westen wird die Zone 3 von Am Luftschiffhafen, Forststraße, Am Wildpark, An Neuen Palais und der Amundsenstraße begrenzt.

Eine Stunde Parken kosten in der Zone 1 zwei Euro, in der Zone 2 „nur“ 1,50 Euro und in der Zone 3 dann 1 Euro.

Die Landeshauptstadt Potsdam betreibt zurzeit 183 Parkscheinautomaten. Die Anzahl neuer Parkscheinautomaten werde in den kommenden Jahren „eher langsam steigen“, sagt Stadtsprecher Klier.

Ein Ticket-Automat kostet 5000 Euro

Ein Parkscheinautomat kostet rund 5000 Euro. In der Summe enthalten sind der Automat selbst, seine Montage, die notwendige Beschilderung und die Markierung. Die Unterhaltskosten belaufen sich auf etwa 50 Euro je Automat und Monat. Darin enthalten ist der Betrieb, die Störungsbeseitigung, einschließlich Vandalismusschäden und die Leerung der Tresore. Durch Vandalismus entstehen der Stadt Kosten von Höhe rund 5000 Euro im Jahr.

3,4 Millionen Euro Einnahmen

Im Jahr 2018 erwirtschaftete die Stadt Potsdam durch die Einnahme der Parkgebühren 3,4 Millionen Euro Parkgebühren, Tendenz annähernd gleichbleibend. 2017 waren es 3.348.243 Euro, 2018 exakt 3.409.914 Euro.

Alle Informationen rund um die Parkraumbewirtschaftung (Quartiere, Preise, Zehn-, zwanzig- oder 30 Minuten) findet der Nutzer unter www.mobil-potsdam.de. Dort steht auch eine Übersichtskarte mit den Parkzonen; man kann sie sich herunterladen.

Von Rainer Schüler

Die Metallskulptur „Transparente Weltkugel“ wird im Juli neben dem Marktcenter aufgebaut. Die Montage soll rund vier Wochen dauern. Um die Rekonstruktion des 2010 auf einen Bauhof gebrachten DDR-Kunstwerks ist lange gestritten worden.

13.02.2019

Sie sind nicht barrierefrei. Deshalb sollten die letzten Tatra-Straßenbahnen nach früheren Plänen Anfang der 2020er Jahre aus dem Potsdamer Verkehr gezogen werden. Mittlerweile ist von 2024/25 die Rede.

10.02.2019

Die Meierei am Kuhtor des Parkes Sanssouci ist das Erstlingswerk des berühmten Architekten Ludwig Persius. Es ist 185 Jahre nach Erbauung und 15 Jahre nach Auszug des letzten Bewohners marode.

10.02.2019