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Parkplatznot in der Innenstadt

Neben Landtag, Plattner-Museum und Kulturforum wird es für Autofahrer eng Parkplatznot in der Innenstadt

Einen akuten Parkplatznotstand in der Innenstadt befürchtet die Linkspartei. Sie wird in der kommenden Stadtverordnetenversammlung die Verwaltung auffordern, ein Konzept für die Bewältigung der anschwellenden Automassen vorzulegen.

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Die Parkhäuser in der Stadt haben einen guten Ruf. Aber die Linkspartei befürchtet gerade fürs Zentrum Platzknappheit.

Quelle: Michael Hübner

Innenstadt. Grund für den Vorstoß sind mehrere Großprojekte, die den Publikumsverkehr erhöhen beziehungsweise das Parkplatzangebot verknappen. So eröffnet der Brandenburgische Landtag im Stadtschloss 2014. Der dürfte an Sitzungstagen zwischen 300 und 500 Besucher anziehen. Geplant sind aber nur rund 150 Stellplätze. Außerdem ist die Parkgarage nur für Autos von Mandatsträgern oder Mitarbeitern des Politikbetriebs zugänglich. Gar keine eigenen Parkplätze wird das Bildungsforum bereithalten. Wer mit dem Auto in das Zentrum will, muss unter anderem am Kanal parken. Der aber soll perspektivisch wieder ausgebaggert und zur Wasserader gemacht werden. Damit wären auch jene 170 Stellplätze weg.

Schon bald soll zumindest teilweise der Parkplatz vor dem Hauptbahnhof verschwinden, der immer gut belegt und mit 350 Plätzen auch eine der größten innerstädtischen Stellplatzanlagen ist. Dort baut die Investitionsbank des Landes (ILB) ihr Hauptquartier. Das soll zwar eine Tiefgarage haben, die wird aber vornehmlich für die Mitarbeiter der Förderbank zugänglich sein, nicht für Gäste, die nur ins Kino wollen oder zum Bummeln auf die Freundschaftsinsel.

Ein weiterer Besuchermagnet soll in wenigen Jahren Fremde in die Innenstadt locken: Das Kunstmuseum im rekonstruierten Palast Barberini, in dem Mäzen Hasso Plattner seine Ausstellung zeigen will. Unterm Barberini werden die Besucher wohl nicht ihre Autos abstellen können, denn den Keller nimmt vermutlich die Museumstechnik ein. Zwar hat Investor Abris Lelbach benachbarte Grundstücke dazugekauft ‒ nicht zuletzt, um dort eine Tiefgarage zu bauen ‒, aber Linkspartei-Fraktionschef Hans-Jürgen Scharfenberg vermutet, dass die Nachfrage das Angebot übersteigt. "Das hehre Ziel, dass die meisten Besucher zum Landtag oder etwa dem Museum zu Fuß oder mit der Bahn kommen, ist blauäugig", sagt Scharfenberg. Zur Parkplatz-Problematik sagt Verwaltungssprecher Jan Brunzlow: "Einige der Parkhäuser sind nicht ganz ausgelastet. Wenn allerdings Parkraum in dieser Größenordnung wegfällt, prüft die Verwaltung Alternativen."

Sorgen um Abstellmöglichkeiten anderer Art machen sich zudem die CDU-Landtagsabgeordneten Sven Petke und Steeven Bretz. Sie zweifeln daran, dass die Anzahl der Fahrradstellplätze vor dem Landtag ausreicht. 50 sind vorgesehen ‒ nicht viel, wenn das Volk und seine Vertreter per Tretmühle ins Parlament fahren.

Von Ulrich Wangemann

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