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Pegida-Abend in Potsdam: 7 Polizisten verletzt

Erste Polizei-Bilanz Pegida-Abend in Potsdam: 7 Polizisten verletzt

Nach den Ausschreitungen am Rande einer Pegida-Demo am Montagabend in Potsdam sind noch nicht alle Schäden erfasst. Klar aber ist, dass auch Menschen zu Schaden kamen: Bei den von Pegida-Gegner ausgehenden Krawallen sind sieben Polizisten verletzt worden.

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Polizisten schützen sich mit Helmen und Schildern.

Quelle: Julian Stähle

Potsdam. Bei den Ausschreitungen am Rande der ersten Pegida-Demo in Potsdam sind am Montagabend sieben Polizisten verletzt worden. Es handele sich um fünf Beamte aus Berlin und zwei aus Brandenburg, sagte ein Potsdamer Polizeisprecher am Dienstag früh. Kenntnis über verletzte Demonstranten habe er bisher nicht.

Unterdessen hat die Pegida für den 20. Januar eine Nachfolgekundgebung in Potsdam angemeldet. Das bestätigte eine Polizeisprecherin am Dienstagmorgen. Die Demo ist gegen linke Gewalt und gegen Gewalt gegenüber Polizisten gerichtet.

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Potsdam, 11. Januar 2016: Die Pegida-Demo in Potsdam mit rund 150 Teilnehmern wird nach wenigen Minuten beendet. Doch aus den Reihen der Gegendemonstranten beginnen Krawalle, die die Potsdamer Innenstadt stundenlang lahmlegen.

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Eine abschließende Bilanz über die Fülle von Sachbeschädigungen, Körperverletzungen sowie Landfriedensbruch war der Polizei am Dienstagmorgen noch nicht möglich. Entsprechende Ermittlungen laufen.

Der Verkehr in der Potsdamer Innenstadt war am Montagabend stark behindert und kam zeitweise sogar zum Erliegen.

Der Liveticker zum Nachlesen >

MAZ-Bericht: Pegida-Gegner stiften Chaos und Gewalt >

Pegida-Gegner randalieren

Die Randale gingen von den Pegida-Gegnern aus, die sich auf dem Bassinplatz nahe der Pegida-Demo versammelt hatten. Nach Angaben der Polizei versuchten die Pegida-Gegner, Teilnehmer des sogenannten Abendspaziergangs anzugreifen, die von der Polizei zum Bahnhof geleitet wurden.

Zusätzliche Hundertschaften nach Potsdam

Es flogen Steine, Schneebälle, Schneebälle mit Steinen darin und schwere Böller; auch abgerissene Verkehrsschilder, Mülltonnen und sogar Fahrradständer wurden geworfen. Augenzeugen berichten von kleineren Rangeleien mit Polizisten. Durch die Würfe in die Gruppe der zum Bahnhof strömenden Pegida-Demonstranten wurden die schützenden Polizisten leicht verletzt, sind aber weiter dienstfähig, wie eine Polizeisprecherin am Dienstamorgen der MAZ sagte. Die Beamten setzten mehrfach Pfefferspray gegen die Angreifer ein. Kein Polizist wurde direkt angegriffen. Die schon mit mehreren Hundertschaften massiv aufgestellte Potsdamer Polizeiführung hatte am späten Abend zwei zusätzliche Einsatzhundertschaften nach Potsdam; eine kam von der Bärgida-Demo in Berlin, eine vom der gleichgearteten Bramm-Demo in Strausberg (Märkisch-Oderland). Ein Einsatzfahrzeug der Berliner Polizei und ein Bus von Versammlungsteilnehmern aus dem Pegida-Bereich sind beschädigt worden. Es wurde eine Reihe von Anzeigen wegen Sachbeschädigung, Landfriedensbruch und Körperverletzung aufgenommen, wieviele, war am Dienstagmorgen noch unklar. Auch hat man die Identität mehrerer Randalierer festgestellt.

 

“Potsdam bekennt Farbe“ friedlich

Zuvor hatten mehrere hundert Menschen in der Potsdamer Innenstadt größtenteils friedlich gegen Pegida protestiert. Mit dabei waren auch zahlreiche Potsdamer Stadtverordnete. Unter dem Motto „Potsdam bekennt Farbe“ traten sie für ein weltoffenes, tolerantes Brandenburg und die Integration von Flüchtlingen ein.

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MAZ-Bericht: Pegida-Gegner stiften Chaos und Gewalt

Abendspaziergang war „Stand-Demo“

Zu dem geplanten „Abendspaziergang gegen die Islamisierung des Abendlandes“ kam es angesichts der vielen Gegendemonstranten nicht. „Der heutige Abend war für Pegida in Potsdam eine große Pleite“, erklärte Stadtsprecher Stefan Schulz. Da wusste er allerdings noch nichts von den Ausschreitungen.

Von MAZonline

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