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Potsdam Pegida-Ableger will in Potsdam demonstrieren
Lokales Potsdam Pegida-Ableger will in Potsdam demonstrieren
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12:55 11.01.2016
Ein Asylkritiker schwenkt in Brandenburg an der Havel die Deutschlandfahne. Bisher waren alle Demonstrationen nach dem Pegida-Vorbild in Potsdam vorab gescheitert. Quelle: MAZ-Archiv
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Potsdam

Ein erster Aufruf zu einem Abendspaziergang nach dem Pegida-Vorbild hatte in Potsdam noch für Verwirrung gesorgt. Doch nun ist klar: Die asylkritische Demonstration findet statt. Montag, 20 Uhr. Die Versammlung ist bei der Polizei angemeldet worden.

Wenige Zusagen und ein unbekannter Treffpunkt

Zwei Hände voll Asylkritiker haben auf der Social Media Plattform Facebook ihre Teilnahme bei der Veranstaltung bereits zugesagt. Als Treffpunkt wurde der „Basingplatz“ genannt.

Potsdamer kommen an diesem Punkt sicher ins Grübeln. Einen „Basingplatz“ gibt es in der Landeshauptstadt nämlich gar nicht. Der größte der Potsdamer Plätze ist stattdessen der Bassinplatz und liegt nördlich der Innenstadt. Demonstriert wird zum einen „gegen die Islamisierung des Abendlandes“, aber auch „gegen die sexuellen Übergriffe in Köln, Stuttgart, Hamburg und Berlin!!!“.

Nach einer Kundgebung soll es mit Musik, Fahnen und Transparenten durch die Innenstadt gehen. Waffen und Alkohol sind dabei unerwünscht. „Ich bitte alle Potsdamer, welche ’aufgewacht“ sind und ’genau wissen’ was gerade passiert und noch passieren wird, lasst uns auf die Straße gehen und gegen diese Ungerechtigkeiten demonstrieren“, schreibt ein User, der an der Veranstaltung teilnehmen will. Darunter eröffnet sich eine Diskussion.

Einige Nutzer stellen sich dagegen, teils mit ironischen Kommentaren. Die stoßen auf wenig Gegenliebe bei dem Demonstranten. „Ich verspreche euch, sollte ich euch jemals in Potsdam „ohne Absperrungen“ treffen, bekommt Ihr DIE REINIGENDE KRAFT DURCH AUA!!“, entgegnet er.

Schaukelt sich die Stimmung schon jetzt hoch? Der User ist auch bei der Facebook-Gruppe „Potsdam Wir für Deutschland Wir sind das Volk“ anzutreffen. Dort werden vor allem regierungs- und asylkritische Beiträge gepostet. Bundeskanzlerin Merkel und weitere Politiker werden dort unter anderem als „Pack“ und „Verräter“ bezeichnet.

Von Berlin nach Potsdam

Vor der Demonstration in Potsdam treffen sich die Asylgegner bereits in Berlin bei der Bärgida und ziehen dann in die Landeshauptstadt weiter. Viele Potsdamer wollen sich am Montag dem Pegida-Ableger entgegen stellen. Unter dem Motto „Refugees Welcome – für Weltoffenheit und Toleranz“ wollen sie ein Signal setzen. Dafür, dass Stimmungsmache gegen Flüchtlinge in der Landeshauptstadt nicht toleriert werde. Das Bündnis „Potsdam bekennt Farbe“ hat für 20 Uhr [zunächst wurde 18:30 Uhr kommuniziert] eine Gegenkundgebung am Alten Markt bei der Polizei angemeldet.

Bisher waren alle Versuche der islamkritischen Pegida-Bewegung, in Potsdam Fuß zu fassen, gescheitert. „Wir werden es nicht zulassen, dass Rassismus und Menschenfeindlichkeit salonfähig werden“, sagt Sascha Krämer, Kreischef der Linken, die den Aufruf des Bündnisses unterstützt.

Von MAZonline

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