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Potsdam Pegida-Demo: Linke Gruppen sehen sich als Sieger
Lokales Potsdam Pegida-Demo: Linke Gruppen sehen sich als Sieger
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10:13 13.01.2016
Linke Gegendemonstranten feiern ihren Protest, bei dem es auch zu Gewalt gegen Polizisten kam, als Erfolg. Quelle: MAZ
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Potsdam

An der Demonstration gegen die Pegida am Montagabend nahmen zahlreiche linke Gruppierungen teil. In öffentlichen Texten schildern sie ihre Sicht auf die Dinge. Dabei wird deutlich, dass sie sich als „Sieger“ des Abends sehen, in dessen Verlauf 20 Polizisten verletzt wurden.

So heißt es bei „Antifa United“, einem „Zusammenschluss antifaschistischer Gruppen“: „So hatte sich das Anmelder Christian Müller sicherlich nicht vorgestellt: Der erste ,Abendspaziergang’ in Potsdam fiel komplett ins Wasser ... Als gegen 19 Uhr am Berliner Hauptbahnhof rund 100 Neonazis von Bärgida die zwei Reisebusse aus Potsdam bestiegen, warteten bereits mehr als doppelt so viele Antirassist_innen am Bassinplatz. Fette Beats des HipHop-Jams verbreiteten gute Laune und halfen dabei, das schlechte Wetter zu vergessen. Auf dem Marktplatz sammelten sich derweil ein paar Dutzend Potsdamer_innen, um gegen die vermeintliche Islamisierung des Abendlandes zu demonstrieren...

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Potsdam, 11. Januar 2016: Die Pegida-Demo in Potsdam mit rund 150 Teilnehmern wird nach wenigen Minuten beendet. Doch aus den Reihen der Gegendemonstranten beginnen Krawalle, die die Potsdamer Innenstadt stundenlang lahmlegen.

Als die zwei Busse aus Berlin versuchten, den Auftaktort des „Abendspaziergangs“ zu erreichen, wurden sie ... erfolgreich blockiert... Nur durch massiven Pfefferspray- und Gewalteinsatz der Polizei konnten sich letztendlich die Busse ihren Weg bahnen. Jetzt spitzte sich die Lage rund um den Bassinplatz zu – während die Rathausspitze um Jann Jakobs am Lustgarten für Pressefotos posierte, in sicherem Abstand zum geplanten Pogida-Aufmarsch. Antirassist_innen schafften es, die Kreuzung Am Bassin/Gutenbergstraße zu blockieren. Damit war die angemeldete Route des „Abendspazierganges“ dicht. Auch an den anderen Ecken des Bassinplatzes und rund um die eingezäunten „Asylkritiker_innen“ versammelten sich Hunderte Antirassist_innen, die jegliche Außenwirkung des rassistischen Pöbels im Keim erstickten...

Wir schätzen den Abend als vollen Erfolg ein. Trotz überzogener Polizeigewalt ist es nicht gelungen eine rassistische Demonstration in Potsdam durchzuführen...

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Der „Arbeitskreis Antifa Potsdam“ kommentiert: „Die Demonstration von Pogida/Bärgida in Potsdam wurde verhindert. Etwa 1500 bis 2500 Menschen stellten sich dem rassistischen Aufmarsch entgegen... Den etwa 100 Rassist_innen und „besorgten Bürger_innen“ blieb nichts anderes übrig, als sich die Beine in den Bauch zu stehen. Währenddessen sorgten hunderte Demonstrant_innen im Umfeld des Platzes dafür, dass die zwei Bärgida-Busse samt Insass_innen aus Berlin nur mit heftiger Verzögerung und Glasbruch ankamen. Antifaschistische Blockaden rund um den Bassinplatz stellten sicher, dass es zu keiner Demonstration seitens der Rassist_innen kommen konnte ...

Der Abend war geprägt von wütender und direkter Gegenwehr gegen Rassist_innen, „besorgte“ Bürger_innen, Neonazis und andere Menschenfeinde. Aber auch massive Polizeigewalt, der unkontrollierte Einsatz von Pfefferspray und Prügelorgien gegen linke Demonstrant_innen war Teil dieses Abends. Ohne Einsatzkonzept und offenbar mental überfordert sorgten die Beamt_innen für zusätzlichen Frust bei den Blockierenden, kein Wunder, dass sich dieser ... durch gezielte Wut entlud.“

Von MAZ

Die erste Pegida-Demo in Potsdam ist am Montag völlig aus dem Ruder gelaufen. Linke Gegendemonstranten attackierten Polizisten und Pegida-Anhänger. Der Anmelder der Asylgegner macht der Polizei schwere Vorwürfe und gesteht Provokationen von Pegida-Seite ein. Angesprochen auf die Demo-Planung verstrickt er sich in Widersprüche.

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