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So war die Pegida-Demo in Potsdam

Liveticker zum Nachlesen So war die Pegida-Demo in Potsdam

Der geplante Abendspaziergang der Pegida-Anhänger ist aufgelöst worden. Statt der 1000 geplanten Teilnehmer kamen am Ende höchstens 300. Ihnen stellten sich knapp 1000 Gegendemonstranten entgegen. Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort. Unter anderem wurden Wasserwerfer in Stellung gebracht. Hier gibt es den Liveticker zum Nachlesen.

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Quelle: Julian Stähle

Potsdam. Ein Großaufgebot der Polizei hat am Mittwoch Potsdams Innenstadt abgesichert. Zum zweiten Mal haben Pegida-Anhänger in der Landeshauptstadt demonstriert. Sie wollten einen Abendspaziergang durch die Stadt machen. Doch ihre Veranstaltung blieb nicht ohne Gegenprotest. "Potsdam bekennt Farbe" hatte eine Gegendemonstration organisiert. Mehr als 1000 Menschen stellten sich gegen die höchstens 300 Pegida-Demonstranten. Der angekündigte Abendspaziergang kam gerade einmal ein paar Meter weit.

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Asylkritiker, die der Pegida nahe stehen, haben am Mittwoch in Potsdam demonstriert. Von den angemeldeten 1000 Teilnehmern, kamen jedoch nur ein paar Hundert. Mit mehr als 1000 Menschen protestierte das Bündnis „Potsdam bekennt Farbe“ dagegen. Es blieb weitgehend friedlich. Das lag auch an dem großen Polizeiaufgebot. Wir waren vor Ort.

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Anders als in der vergangenen Woche sind die Potsdamer am Mittwoch dem Aufruf des Oberbürgermeisters Jann Jakobs gefolgt. Er hatte sich eine friedliche Gegendemo gewünscht, die deutlich zeigt, dass Potsdam bunt und tolerant bleibt. Die Stimmung war zwar angespannt, doch Übergriffe oder ausschreitende Krawalle gab es nicht. Wohl auch die große Polizeipräsenz hat dazu viel beigetragen. Hier gibt es den Liveticker zum Nachlesen.

+++ 22.37 Uhr: Lage konstant ruhig +++

Die Lage in Potsdam ist konstant ruhig geblieben. Wir schließen die Liveberichterstattung an dieser Stelle und laden in Kürze Videos vom Demoabend hoch. Unter anderem finden Sie als Ergänzung im Liveticker, warum ein junges Mädchen gegen Pegida demonstriert, was Brandenburgs Ministerpräsident Woidke meint, wenn er sagt, dass es auf Brandenburgs Marktplätzen keinen Raum für Ausländerfeinde gibt oder worin sich alle Demonstranten der Antifa und "Potsdam bekennt Farbe" einig sind.

+++ 22.20 Uhr: Polizeipräsenz weiter im Bahnhof +++

Die Polizei zeigt weiterhin massiv Präsenz am Hauptbahnhof. Dennoch: Die Lage ist entspannt.

+++ 22.06 Uhr: Freie Fahrt am Hauptbahnhof +++

Der Potsdamer Hauptbahnhof ist inzwischen freigegeben. Auch die etwa 100 Pegida-Gegner, die sich am Bahnhof noch eingefunden hatten, sind nicht mehr am Bahnhof. Die Polizeifahrzeuge fahren nach und nach weg. 

+++ 22.02 Uhr: Wasserwerfer werden abgezogen +++

Es ist weitgehend ruhig am Hauptbahnhof. Etwa 100 Pegida-Gegner sind noch am Hauptbahnhof. Doch es ist ruhig geworden. Die ersten Einsatzwagen werden abgezogen. Auch die Wasserwerfer verlassen die Babelsbeger Straße. Nach ersten Gerüchten sollen die Pegida-Anhänger inzwischen die Bahn nach Berlin genommen haben.

+++ 21.44 Uhr: Böller explodieren +++

Noch immer kracht es am Hauptbahnhof. Das sogar ziemlich heftig. Weil die Böller vor allem gegen Beamte geworfen werden, hat diese nun die Wasserwerfer in Richtung der linken Demonstranten in Stellung gebracht. Genutzt wurde er nicht. 

+++ 21.41 Uhr: Hauptbahnhof ist dicht +++

Der Hauptbahnhof ist abgeriegelt. Etwa 20 Pegida-Anhänger werden von der Polizei augenscheinlich auf bzw. vor der Rolltreppe festgehalten.

Dennoch: Den Weg in Richtung Hauptbahnhof haben die Demonstranten offenbar ohne große Zwischenfälle bewältigen können - unter dem Schutz der Beamten.

+++ 21.36 Uhr: Polizei räumt Straße +++

Die Polizei wird in der Babelsberger Straße nach Aussagen eines Augenzeugen massiv von den linken Demonstranten mit Pyrotechnik beworfen. Daraufhin hat die Polizei öffentlich angedroht, den Wasserwerfer einzusetzen. Die Straße wird derzeit geräumt.

+++ 21.32 Uhr: WaWe am Bahnhof in Stellung +++

Immer mehr Polizei macht sich auf den Weg zum Hauptbahnhof in Potsdam. Dort sind auch Wasserwerfer auf der Rückseite des Hauptbahnhofes in Stellung gebracht worden. Darüber kreist ein Polizeihubschrauber. Linke Demonstranten haben sich ebenfalls an dieser Stelle positioniert.

+++ 21.24 Uhr: Lage entspannt sich +++

Die Polizei hat auf der Humboldt-Brücke mit ihren Wagen und Wasserwerfern keinen Halt gemacht.

Die Polizeiwagen auf der Humboldt-Brücke.

Quelle: Nadine Fabian

Der Verkehr läuft langsam, aber zäh wieder weiter. Die Straßenbahn ist weiterhin unterbrochen. Die Lage in der Innenstadt löst sich langsam auf.

+++ 21.20 Uhr: Pegida-Anhänger gen Hauptbahnhof +++

Etwa 50 Pegida-Anhänger bewegen sich von der Nutheschnellstraße in Richtung Hauptbahnhof. Sie werden von etwa 150 Beamten zum Schutz begleitet.

+++ 21.14 Uhr: Bahnfahrer müssen warten +++

Beide Wasserwerfer fahren auf die Humbold-Brücke. Die Kreuzung um die Humbold-Brücke ist gesperrt. Der Verkehr wird indes über den Neuen Garten umgeleitet. Mit der Straßenbahn in Richtung Babelsberg geht es nicht voran. Der Verkehr ist vorläufig eingestellt.

Die Straßenbahn fährt nicht.

Quelle: Julian Stähle

Außerdem ist die Nuthestraße halbseitig Richtung Babelsberg gesperrt. Vor Ort ist die Lage sehr unübersichtlich.

+++ 21.08 Uhr: In Bewegung +++

Mehr als 70 Polizeiwagen, ein gepanzertes Fahrzeug und zwei Wasserwerfer fahren über die Berliner Straße in Richtung Humboldt-Brücke. 

+++ 20.51 Uhr: Linke vs. Pegida-Anhänger +++

An einer Bushaltestelle an der Wilhelmgalerie soll es nach Angaben von Augenzeugen eine Auseinandersetzung zwischen Linken und Pegida-Anhängern gegeben haben. Nach ersten Aussagen soll der Angriff von Rechtsgesinnten ausgegangen sein. Außerdem ist an der Wilhelmgalerie massiv Pyrotechnik von linken Demonstranten gezündet worden.

Großes Polizeiaufgebot in Richtung

+++ 20.44 Uhr: Zurück zum Bassinplatz +++

Etwa 50 Pegida-Anhänger haben am Bassinplatz spontan eine Versammlung einberufen.

+++ 20.38 Uhr: Linke vs. Polizei +++

Auf der Humboldt-Brücke hat es eine Auseinandersetzung zwischen den linken Demonstranten und der Polizei gegeben, bestätigt der Sprecher des Innenministeriums Ingo Decker. Der Einsatz eines Wasserwerfers wurde erwogen, heißt es vom Innenministerium.

+++ 20.25 Uhr: Stimmung kippt langsam +++

Die Pegida-Anhänger haben nach der Festnahme ein eigenes Konfliktteam der Polizei in ihren eigenen Reihen. Die Demonstranten sind eingekesselt. Sie können nicht raus. Überall sind linke Gegner, die sich den Anhängern in den Weg stellen. Die Polizei befürchtet Krawalle, sollten die beiden Lager nun aufeinander stoßen.

+++ 20.18 Uhr: Jetzt kommen die Wasserwerfer +++

In der Gutenbergstraße haben einige Gegendemonstranten Pyrotechnik auf Polizeibeamte geworfen, so der Polizeisprecher Thoralf Reinhardt. Daraufhin kamen erstmals Wasserwerfer zum Einsatz. Die erste Meldung, nachdem die WaWe entsprechend benutzt wurde, bestätigte sich nicht. Allerdings erfolgte bisher eine Freigabe dazu.

+++ 20.17 Uhr: Erste Festnahme +++

Derweil hat es gerade eine vorläufige Festnahme gegeben. Ein Pegida-Anhänger wurde in den Gewahrsamswagen der Polizei gebracht.

+++ 20.16 Uhr: Pegida-Anhänger sitzen fest +++

Die Versammlung ist aufgelöst, aber die Anhänger der rechten Bewegung können noch nicht vom Platz. Sie müssen, umstellt von Polizei, auf der Gutenbergstraße ausharren. Angekündigt waren übrigens 1000 Pegida-Demonstranten. Gekommen waren nach ersten Angaben der Polizei aber nur 150 bis 200 Mann. Sie müssen nun in Sicherheit den Demonstrationsort verlassen können. Bisher ist die Strategie noch nicht durchgesickert. 

+++ 20.07 Uhr: Polizei sucht nach neuer Strategie +++

Wie kommen die Pegida-Demonstranten nun zum Hauptbahnhof? Die Polizei sucht gerade nach einer neuen Strategie.

+++ 20.00 Uhr: Alles steht still +++

Der Pressesprecher der Polizei sagt, dass die Demonstration vom Veranstalter abgesagt wurde. Der Zug der Gegendemonstranten wurde am Nauener Tor gestoppt. Im Moment steht alles still.

+++ 19.56 Uhr: Demo beendet +++

Die Demo ist von der Polizei nach Absprache mit dem Veranstalter Christian Müller beendet. Nachdem Gegendemonstranten Raketen zündeten, wollten die Pegida-Anhänger darauf reagieren. Dies sah die Polizei als Provokation.

+++ 19.49 Uhr: Stillstand bei der Demo +++

Kaum ist der Abendspaziergang gestartet, gibt es nun einen Stillstand zwischen dem Bassinplatz und der Friedrich-Ebert-Straße.

+++ 19.43 Uhr: Abendspaziergang gestartet +++

Die Polizei hat sich um die Pegida-Anhänger formiert. Nun kann der "Abendspaziergang" starten. Die Gegendemonstranten gehen bereits auf die Friedrich-Ebert-Straße in Richtung Nauener Tor. Dabei skandieren die Pegida-Anhänger: "Wir kommen wieder."

+++ 19.37 Uhr: Räumfahrzeuge vorgefahren +++

Es kommt Bewegung in die Sache. Die Polizei sagt, dass die Straßen zu eng sind. Knapp 300 Pegida-Demonstranten stehen etwa 1000 Gegendemonstranten gegenüber - wenn auch bisher abgeschirmt. An der Ecke Gutenberstraße/Hebbelstraße sind zwei gepanzerte Räumfahrzeuge aufgefahren. Außerdem stehen dort auch etwa ein Dutzend Polizisten mit Hunden.

+++ 19.30 Uhr: Konflikt zwischen den Lagern +++

Provokation von Pegida Anhängern: Sie laufen im Pulk auf die Absperrung zu, hinter der sich Antifa-Leute formiert hatten. Daraufhin fliegen Böller. Es kracht immer wieder und es liegt eine Qualmwolke über dem Platz. Zündet ein Böller, jubelt die Menge. Die Polizei muss massiv einschreiten und die Gruppen trennen.

+++ 19.25 Uhr: Bewegung in der Demo? +++

Die Demonstranten wollen sich in Bewegung setzen. Als der Maz-Kameramann Aufnahmen macht, wird er von Ordnern der rechten Demonstranten behindert. Ein Mann im Kapuzenpulli stellt sich vor ihn und raunt ihn an: Kamera aus! Dann kommt der Anmelder der Demonstration, Christian Müller, hinzu und belehrt seinen übereifrigen Helfer: "Wir sind nicht pressefeindlich."

+++ 19.23 Uhr: Hubschrauber vor Ort +++

Ein Polizeihubschrauber kreist über der Innenstadt und immer wieder auch über dem Bassinplatz.  

+++ 19.19 Uhr: "Merkel muss weg" +++

Wir sind das Volk ruft die Pegida-Anhängerschaft. Und sie sind entschlossen: "Merkel muss weg". Eine Forderung, die auf Kundgebungen und Demonstrationen jener Art immer wieder aufgegriffen wird. In Richtung der Antifa heißt es dann: "Ihr seid das Pack!"

+++ 19.15 Uhr: Gegendemonstranten ziehen weiter in Richtung Pegida +++

Die meisten "Potsdam bekennt Farbe"-Demonstranten ziehen Richtung der Pegida Demonstranten. Auch Oberbürgermeister Jann Jakobs befindet sich unter ihnen. Es werden weiterhin Sprüche wie "Haut ab!" skandiert. Die Stimmung ist aufgeheizt, aber nicht aggressiv.

+++ 18.55 Uhr: Nächste Pegida-Demo bleibt nicht aus +++

Offenbar sehen die Pegida-Anhänger in Potsdam großes Potential, um auf die Straße zu gehen und unter anderem gegen die Islamisierung des Abendlandes zu demonstrieren. Die nächste Pegida-Demo soll schon am kommenden Mittwoch stattfinden.

+++ 18.52 Uhr: Polizei trennt die Lager +++

Die Polizei trennt weiterhin erfolgreich die beiden Lager. Laut rufen die Pegida-Gegner: "Haut ab, haut ab!" Währenddessen dröhnen unter anderem Schlager aus den Boxen. Unter anderem dabei: "Verdammt, ich lieb dich".

Quelle: MAZonline

+++ 18.50 Uhr: Böller und bengalische Feuer +++

Die Stimmung ist jetzt sehr angespannt auf dem Platz. Mehrere Hundert Antifa Leute haben Gesänge angestimmt, unterstützt von der Musik aus der Konserve. Erste Böller und ein bengalische Feuer werden gezündet.

Die Pegidaleute sind etwa 150 m von den Gegendemonstranten entfernt.

+++ 18.39 Uhr:  Pegida-Demonstranten eingerahmt +++

Pegida-Demonstranten sind nun komplett eingerahmt. Um sie herum haben sich Personen von "Potsdam bekennt Farbe" versammelt und blasen in Trillerpfeifen. Sie sind in unmittelbarer Sichtweite. 

+++ 18.36 Uhr: Sprechchöre auf beiden Seiten +++

Auf die Sprechchöre der Gegendemonstranten antworten Pegida-Anhänger mit dem Chor "Antifa auf die Fresse!" Und während die Gegner "Nie wieder Deutschland" rufen, entgegen die "besorgten Bürger" mit "Wenn wir kommen, rennt ihr, ihr Drecks Viecher!"

+++ 18.34 Uhr: "Nationalismus raus aus den Köpfen" +++

Mittlerweile haben sich circa über 100 Pegida Anhänger versammelt; Tendenz laut Polizei steigend. Die Demo hat noch nicht begonnen. Während von den Pegida-Anhängern laute Pfeiffkonzerte zu hören sind, haben sich an der Absperrung zu den Pegida-Anhängern haben sich circa 100 Gegendemonstranten versammelt und rufen: "Nationalismus raus aus den Köpfen."

+++ 18.25 Uhr: Gebiet abgeriegelt - Ausweiskontrollen +++

Das holländische Viertel gleicht einer Festung: Alle Straßen sind hermetisch abgeriegelt. In der Gutenbergstraße stehen etwa 30-40 Mannschaftswagen der Polizei. Wer zum Platz möchte, sollte sein Ausweis bereit halten. Es gibt Kontrollen an allen Zugangsstraßen. Leibesvisitationen wurden bisher von uns nicht gesichtet. Die Polizei fragt unter anderem nach Flaschen. Eine einfache Antwort reicht bisher meist aus.

+++ 18.20 Uhr: Böller kracht auf dem Platz +++

Auf der Seite von Potsdam bekennt Farbe ist gegen 18:20 ein Böller gezündet worden. Währenddessen singt ein Chor.

+++ 18.19 Uhr: Dietmar Woidke meint, man muss Gesicht zeigen +++

Ministerpräsident Dietmar Woidke ist ebenfalls zur Kundgebung gekommen. Er hielt eine kurze Rede. „Wir lassen es nicht zu, dass Rassisten durch unsere Stadt marschieren“, so der Politiker.

Man müsse Gesicht zeigen, sagt er - und er ist froh, dass so viele gekommen sind. Der Bassinplatz füllt sich auf der Seite der Gegendemonstranten weiter.

+++ 18.17 Uhr: Pegida-Demo abgeschirmt +++

Während Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs spricht, ist der gegenüberliegende Teil des Platzes, der für die Pegida Demo gedacht ist, durch Fahrzeugreihen und Einsatzkräften weiträumig abgesperrt. Das soll auch im Laufe des Abends so bleiben. Inzwischen sind es gut 50 Pegida-Demonstranten.

+++ 18.11 Uhr: Oberbürgermeister Jann Jakobs ist da  +++

Der OB Jann Jakobs (SPD) ist inzwischen eingetroffen. Er hat sie Veranstaltung eröffnet."Potsdam ist nicht der Platz, wo sich Rechte tummeln können", sagt er. Es gibt lauten Applaus. Die Pegida könne sich nicht auf Potsdam berufen, denn die Stadt steht für eine demokratische Tradition.

"Auf der anderen Seite sind Menschen, die nicht aus Potsdam kommen. Sollen sie doch ihren Gesprächsbedarf dort stillen, wo sie herkommen. Potsdam hat mit ihnen keinen Gesprächsbedarf", so der Oberbürgermeister.

+++ 18.00 Uhr: Der Platz füllt sich +++

Auf dem Bassinplatz haben sich mittlerweile gut 400 Anhänger von „Potsdam bekennt Farbe“ und andere Gegendemonstranten versammelt.

Der OB Jann Jakobs (SPD) ist bisher noch nicht eingetroffen. Dafür sind unter anderem Lutz Böde (Die Andere), Norbert Müller von der Linken und Peter Schüler von den Grünen gesichetet worden. Auch der Schauspieler und Musiker Christian Näthe ist vor Ort. 

+++ 17.57 Uhr: Pegida-Anhänger sind da +++

Die Pegida-Anhänger sind auf dem Bassinplatz angekommen. Nach ersten Schätzungen stehen etwa 20 Teilnehmer weitgehend im Dunkeln. Lediglich eine Ecke des Bassinplatzes ist durch die Polizei ausgeleuchtet.

+++ 17.46 Uhr: Die Bühne für Toleranz  +++

Die Bühne auf der Seite der Gegendemonstranten ist noch leer  - und es spielt auch (noch) keine Musik.

+++ 17.45 Uhr: Erste Gegendemonstranten vor Ort +++

Der Bassinplatz füllt sich 15 Minuten nach dem angemeldeten Beginn der Gegendemonstration von "Potsdam bekennt Farbe" langsam. Gut 100 Demonstranten haben sich bereits eingefunden. Pegida-Anhänger sind hingegen bisher kaum zu sehen. 

+++ 17.11 Uhr: Veranstalter hält an Zahl fest +++

Der Anmelder der Pegida-Demonstration, Christian Müller, bestätigt in einem Gespräch mit der MAZ am Telefon erneut die Zahl der möglichen Demonstranten. Er geht von 1000 Teilnehmern aus. Möglicherweise könnten es sogar noch mehr werden, so der Veranstalter. Schließlich lasse sich schwer abschätzen, wie weit sich der Aufruf im Internet unter anderem über Facebook verbreitet hat. Klar ist schon jetzt: Mit Bussen kommt an diesem Mittwochabend niemand. "Wir nutzen Bus, Bahn und eigene Autos", sagt Müller. Natürlich stelle man die eigenen Wagen nicht im Zentrum ab, um sie vor Übergriffen zu schützen.

+++ 16.51 Uhr: Erste Absperrungen +++

Die Grünfläche hinter dem Bassinplatz ist mit Absperrgittern abgeriegelt worden. Polizeibeamte patrouillieren vor Ort. Der Bassinplatz ist durch Absperrgitter in der Mitte geteilt. Einem Zusammentreffen von Pegida-Anhängern und Gegendemonstranten möchte die Polizei damit offensichtlich vorbeugen. Auf einer Seite laufen die Vorbereitungen zur Demonstration von "Potsdam bekennt Farbe". Rund um die Kirche sind Banner des Bündnisses an den Absperrgittern befestigt worden. Bunte Stoffschals zieren die Umgebung, etwa Bäume und Laternen.

Bunte Stoffschals finden sich rund um den Bassinplatz.

Quelle: MAZonline

Bühne und Anlage sind ebenfalls aufgebaut. Die Tonproben sind laut. Sehr laut. Ob die Pegida-Anhänger gegen die Lautstärke ankommen können?

Übrigens: Noch kann der Bassinplatz ohne Probleme passiert werden. Demonstranten sind bisher nicht vor Ort. Dafür füllt sich der Platz weiter mit Polizeibeamten, unter anderem aus Hamburg, Niedersachsen und Berlin.

+++ 16.41 Uhr: Polizeiaufgebot nimmt zu +++

Auf dem Weg von der Gutenbergstraße in Richtung Bassinplatz gibt es inzwischen ein massives Polizeiaufgebot. Absperrgitter stehen parat. Auch vor dem Nauener Tor, in der Jägerstraße und im Holländischen Viertel stehen Mannschaftswagen. Insgesamt sollen rund 800 Polizisten den friedlichen Ablauf der verschiedenen Demonstrationen sichern.

+++ 16.38 Uhr: Wasserwerfer aus Hamburg +++

Nach den Ausschreitungen bei der vergangenen Pegida-Kundgebung am 11. Januar wird die Polizei mit einem Großaufgebot vor Ort sein. Es wurden auch Wasserwerfer aus Hamburg in die Landeshauptstadt gebracht. Räumpanzer sind ebenfalls in Potsdam eingetroffen, allerdings schon zur Mittagszeit.

+++ 16.25 Uhr: Noch ist viel Zeit +++

Die Veranstaltung der Pegida-Anhänger ist für 18.30 Uhr angekündigt. Die Teilnehmer werden sich auf dem Teil des Bassinplatzes versammeln, der am Holländischen Viertel liegt. Auf dem anderen Teil des Platzes startet bereits um 17.30 Uhr ein buntes Protestfest des Bündnisses "Potsdam bekennt Farbe".

+++ 15.50 Uhr: Wir sind vor Ort +++

Herzlich Willkommen, liebe MAZ-Leser! Wir begleiten heute die angekündigten Demonstrationen in Potsdam und halten Sie aktuell auf dem Laufenden. Rund um den Bassinplatz stellt sich die Polizei inzwischen auf.

Die ersten Mannschaftswagen haben sich gegen 15.30 Uhr eingefunden. Zu diesem Zeitpunkt stand sogar noch der Fleischer auf dem Wochenmarkt.

Quelle: MAZonline

Noch gegen 14.30 Uhr traf man dort nur vereinzelt Streifen der Polizei.

Auf dem Bassinplatz ist es gegen 14.30 Uhr noch ruhig. Dort sind bisher nur vereinzelt Polizisten zu sehen.

Quelle: Rainer Schüler

Im Bahnhof patrouillieren mehrere Dutzend Beamte. Schon am frühen Nachmittag hatten sich bereits ein Dutzend Mannschaftswagen der Polizei hinter dem Bahnhof versammelt.

Hinter dem Potsdamer Hauptbahnhof stehen bereits viele Mannschaftswagen der Polizei.

Quelle: Schüler

Im Vorfeld hat sich die Stimmung in beisen Lagern bereits hochgeschaukelt. Unbekannte hatten beispielsweise im Karl-Liebknecht-Stadio eine Wand mit einem "Refugees Welcome"-Graffiti mit dem Spruch "Das Pack erhebt sich" überschmiert. Wenig später hatten Nulldrei-Fans den Spruch aber schon wieder übermalt: "Nuldlrei" prangt an der Wand, garniert mit dem Spruch: "Fuck Pegida".

Auf einem Flyer rufen Pegida-Gegner daz uauf "übrig gebliebene Weihnachtsmandarinen, Äpfel und BIrnen" mitzubringen, um den "rassistischen Mob mit Fallobst" zu füttern.

Quelle: MAZonline

Einschränkungen im ÖPNV erwartet

Über ein Laufband wird über mögliche Einschränkungen im Öffentlichen Personennahverkehr hingewiesen.

Quelle: MAZonline

Ein "Gruß" an die Pegida-Anhänger

Gegendemonstranten haben einen "Begrüßungsplakat" am Bassinplatz angebracht.

Quelle: MAZonline

Der Bassinplatz am Morgen

Der Bassinplatz am Mittwochmorgen: Die Ruhe vor dem Sturm? Bisher ist hier jedenfalls Alltag - Brötchen, Schinken und Fisch werden verkauft.

Quelle: MAZonline

Am Mittwochnachmittag wurde ein "Abendspaziergang" von Pegida-Anhängern angemeldet. Die Veranstaltung sollte gegen 18:30 Uhr am Bassinplatz beginnen. Linke Gegendemonstranten und das Bündnis "Potsdam bekennt Farbe" hatten zeitgleich, ebenfalls auf dem Bassinplatz, zu Protest gegen die Versammlung aufgerufen.

Weitere Infos: Glasflaschenverbot rund um den Bassinplatz | Fakten rund um die angekündigten Demonstrationen 

Der Demonstrationsort und die mögliche Route

Die gestrichelte Linie zeigt den möglichen "Abendspaziergang" der Pegida-Anhänger. Auf keinen Fall wird es über die lange Brücke zum Hauptbahnhof gehen.

Quelle:

Vorgeschichte

Am 11. Januar 2016 versammelten sich Pegida-Anhänger bei Regen und Kälte gegen 20 Uhr auf dem Bassinplatz in Potsdam. Von dort aus wollten sie durch Potsdam Innenstaadt spazieren. Doch sie kamen nicht vom Fleck. Hunderte Gegendemonstranten blockierten alle Straßen. Ein Bus wurde gegen 20:30 Uhr von linken Aktivisten mit einer Sitzblockade gestoppt und mit Gegenständen beworfen. Schließlich "befreite" die Polizei den Bus aus dieser Sackgasse und die Demonstranten fuhren davon.

Die Versammlung auf dem Bassinplatz wurde dagegen erst um 22 Uhr beendet. Polizisten eskortierten die Pegida-Demonstranten über die Lange Brücke zum Hauptbahnhof. Währenddessen musste der Demonstrationszug jedoch immer wieder stoppen, weil es zu teils gewalttätigen Auseinandersetzungen kam. Die Lange Brücke musste für den Auto-, Bus- und Straßenbahnverkehr gesperrt werden. Um kurz vor 23 Uhr erreichten die Pegida-Anhänger schließlich den Hauptbahnhof.

Von MAZonline

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