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Pegida-Polizeieinsatz wird zur Chefsache

Reaktion auf Randale in Potsdam Pegida-Polizeieinsatz wird zur Chefsache

Nach der Randale am Rande der ersten Pegida-Demo in Potsdam wird der nächste Polizeieinsatz nun zur Chefsache: Das Polizeipräsidium übernimmt die Führung. Außerdem sollen deutlich mehr Polizisten im Einsatz sein. Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) verteidigt unterdessen den umstrittenen Einsatz am Montag.

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Ausschreitungen am Rande der Pegida-Demo am Montag in Potsdam.foto:

Quelle: dpa-Zentralbild

Potsdam. Angesichts der schweren Krawalle bei der Pegida-Demonstration am Montagabend in Potsdam übernimmt bei der bereits angemeldeten nächsten Pegida-Demonstration am kommenden Mittwoch das Brandenburger Polizeipräsidium die Führung des Einsatzes.

Das heißt: Ein erfahrener Leitender Polizeibeamter – dem Vernehmen nach der Leiter der Polizeidirektion West, Peter Meyritz – wird das Kommando übernehmen. Außerdem sollen deutlich mehr Polizisten eingesetzt werden. Man will auch den Demonstrationsbereich besser ausleuchten.

Reaktion an Kritik auf Einsatz vom Montag

Damit reagiert die Polizeiführung auf Kritik am letzten Einsatz. Am Montag waren etliche Polizisten verletzt worden, auch Teilnehmer der rechtsgerichteten Pegida-Demonstranten erlebten Verletzungen. Rund 100 linksautonome Demonstranten, darunter viele gewaltbereite, hatten von sich aus die islamkritischen Demonstranten angegriffen.

Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) verteidigte dennoch die Strategie vom Montag. Der Einsatz sei nicht so schlecht gelaufen, wie es jetzt scheine. Es komme immer wieder vor, dass bei solchen Demonstrationen kurzzeitig eine größere Gruppe von Teilnehmern massiv auftreten. Ansonsten hätte die Polizei die Situation relativ gut im Griff gehabt.

Schröter verteidigt Personalsituation

Die Polizeigewerkschaft hatte kritisiert, es seien zu wenige Beamte eingesetzt worden. Dazu sagte der Minister, mehr Polizisten hätten gar nicht zur Verfügung gestanden. Eine Hundertschaft sei bei einer ähnlichen Demonstration in Strausberg (Märkisch-Oderland) gebunden gewesen. Eine weitere Hundertschaft musste wegen des anti-islamischen Aufmarsches am nächsten Tag in Rathenow (Havelland) geschont werden. Unterstützung aus anderen Ländern sei nicht in Sicht gewesen, weil auch dort große Kundgebungen zu betreuen waren. So waren allein in Leipzig am selben Montag 3000 Beamte aus verschiedenen Ländern im Einsatz.

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Potsdam, 11. Januar 2016: Die Pegida-Demo in Potsdam mit rund 150 Teilnehmern wird nach wenigen Minuten beendet. Doch aus den Reihen der Gegendemonstranten beginnen Krawalle, die die Potsdamer Innenstadt stundenlang lahmlegen.

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Schröter: Ausmaß der Gewalt war nicht absehbar

Der Minister bekräftigte die Auffassung, ein solches Ausmaß an Gewalt und die schiere Anzahl der Teilnehmer an beiden Demonstrationen sei nicht abzusehen gewesen. Die linke Szene habe Verstärkung aus Berlin erhalten, als klar gewesen sei, dass die Rechten ebenfalls aus Berlin Verstärkung erhalten würden. Es habe bei der Anmeldung keinerlei Anzeichen dafür gegeben, dass die Situation derart eskalieren könne.

Von Ulrich Wangemann

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