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Pegida findet wenig Gehör in Potsdam

MAZ-Kommentar Pegida findet wenig Gehör in Potsdam

Am Mittwoch ist auch der zweite Demo-Versuch der rechten Pegida-Bewegung in Potsdam gescheitert. Der Gegenprotest war zu groß. Potsdam ist kein Pflaster für radikale Ideologien, kommentiert MAZ-Redakteur Rainer Schüler. Er glaubt, dass die Pegida-Bewegung bald keine Lust mehr hat, in der Landeshauptstadt zu demonstrieren.

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In Potsdam ist der Protest gegen die rechte Pegida-Bewegung groß.

Quelle: Julian Stähle

Potsdam. Diesmal sollte nichts daneben gehen. Eine Fehleinschätzung der Lage sollte es nicht wieder geben. Die Polizei hat die Pegida-Demo Nr. 2 in Potsdam beschützt, aber mit massivem Einsatz auch die zahlreichen Krawallmacher kaltgestellt. Jene, die aus dem vermummten linken Lager kamen, und jene, die der Berliner Szene gewaltbereiter Fußball-Hooligans zuzurechnen sind, hatten zumindest auf dem Bassinplatz wenig zu bestellen. Zugleich stand die Bürgerschaft durchaus gemischten Alters wie eine Mauer gegen die islam- und ausländerfeindlichen Parolen, die vom Bassinplatz aus kaum zu hören waren.

>>> Lesen Sie hier den Liveticker zum Demo-Abend nach

Und wer sich kein Gehör verschaffen kann und nichts erntet als offene, zuweilen auch rabiate Gegenwehr, verliert irgendwann die Lust, Leute zum Demonstrieren nach Potsdam zu holen. Denn die Pegida-Anhängerschaft dieser Stadt ist viel zu klein für eine große Wirkung; Potsdam ist eben doch kein Pflaster für radikale Ideologien. Es gibt Probleme im Zuge der anhaltenden Flüchtlingswelle, aber sie müssen friedlich gelöst werden. Potsdam kann das.

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Asylkritiker, die der Pegida nahe stehen, haben am Mittwoch in Potsdam demonstriert. Von den angemeldeten 1000 Teilnehmern, kamen jedoch nur ein paar Hundert. Mit mehr als 1000 Menschen protestierte das Bündnis „Potsdam bekennt Farbe“ dagegen. Es blieb weitgehend friedlich. Das lag auch an dem großen Polizeiaufgebot. Wir waren vor Ort.

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Von Rainer Schüler

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Kundgebung am Mittwoch
Der sowjetische Soldatenfriedhof  auf dem Bassinplatz ist am Holocaust-Gedenktag viel zu nahe am bisherigen Kundgebungsstandort der Pegida, sagt die Polizei.

Zweimal konnten sie nicht wie sie wollten, nun ruft die Pegida-Bewegung zur dritten Demonstration in Potsdam auf. Am Mittwochabend. Die Route wird erst kurz vor Demobeginn bekannt gegeben. Der Startpunkt steht mit dem Hauptbahnhof allerdings bereits fest. Und es gibt ein Tabu für die rechte Demo.

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Das Protokoll zum Luftangriff: www.maz-online.de/Nacht-von-Potsdam

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