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Der Demo-Liveticker zum Nachlesen

Pegida- und Gegendemonstrationen in Potsdam Der Demo-Liveticker zum Nachlesen

Der Demo-Abend am Mittwoch ist weitgehend ruhig verlaufen. Rund 1000 Menschen haben gegen eine Kundgebung mit etwa 130 Anhängern der fremdenfeindlichen Pegida-Bewegung demonstriert. Die MAZ hat den Abend mit einem Liveticker begleitet. Hier können Sie die Ergeignisse nachlesen.

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Gegen den Pegida-Aufmarsch haben am Mittwoch viele Menschen demonstriert.

Quelle: Julian Stähle

Potsdam. Es ist die vierte Pegida-Demo in diesem Jahr in Potsdam. Am heutigen Mittwoch haben rund 130 Anhänger der fremdenfeindlichen Pegida-Bewegung, die sich in Potsdam Pogida nennen, im Schlaatz demonstriert. Bislang demonstrierten sie in der Innenstadt. Rund 1000 Gegendemonstranten waren laut Polizei auf den Beinen. Bis zum früheren Abend ist alles ruhig geblieben. Die Pegida-Anhänger liefen unter anderem an einem Asylbewerberheim vorbei. Dort hielten sie sich an die Auflage, es schweigen zu passieren.

Unsere Reporter waren am Abend vor Ort. Lesen Sie hier die Ereignisse des Abends im Liveticker nach.

+++ Bilder der Demonstration +++

In der Bildergalerie können Sie sich durch die Bilder des Demo-Abends klicken.

3. Februar: Zum vierten Mal demonstriert die fremdenfeindliche Pegida-Bewegung in Potsdam. Dieses Mal im Schlaatz. Das ruft viele Gegendemonstranten auf den Plan. Die Polizei ist mit einem Großaufgebot im Schlaatz vertreten. Wir zeigen die Bilder des Demo-Abends.

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+++ Kompakte Zusammenfassung +++

  • Der Demo-Abend begann gegen 17.30 Uhr in Babelsberg. Dort hatten sich einige hundert Anti-Pegida-Demonstranten versammelt. Sie zogen friedlich bis zum Horstweg. Dort löste sich die Demo gegen 18 Uhr auf.
  • Gegen 18.15 Uhr bauten die Pegida-Anhänger ein Rednerpult an der Haltestelle Bisamkiez auf.
  • Wegen der Demos musste gegen 18.20 Uhr der Tramverkehr teilweise unterbrochen werden.
  • Böllerknallen im Schlaatz ist zu hören, außerdem muss die Feuerwehr wegen brennender Mülltonnen ausrücken.
  • Gegen 19 Uhr laufen die Pegida-Anhänger los. Eine kritische Situation wird ohne Zwischenfälle gemeistert. Die Anhänger laufen an einem Asylheim vorbei und schweigen, wie es ihnen auferlegt wurde.
  • Der Gegenprotest gegen Pegida wird größer. Rund 1000 Menschen sind im Laufe des Abends unterwegs.
  • Gegen 19.30 Uhr wird die Stimmung im Schlaatz lauter und ungemütlicher, es bleibt aber ruhig.
  • Kurz nach 20 Uhr beenden die Pegida-Leute ihre Kundgebung.
  • Der Abzug der Demonstranten läuft friedlich.
  • Rund 1000 Polizisten waren im Einsatz.

++ 21:04 Uhr: Wir beenden den Liveticker +++

Der Demo-Abend in Potsdam ist bis jetzt friedlich verlaufen. Es gab ein paar Böller, die gezündet worden sind. Außerdem sind Mülltonnen in Flammen aufgegangen. Ausschreitungen blieben aus. Es soll zwei Festnahmen gegeben haben. Eine, weil ein Pegida-Anhänger den Hitlergruß zeigt. Die andere, weil ein Pegida-Gegner einen Polizisten mit Pfefferspray besprüht hat. Offiziell ist das noch nicht bestätigt.

Wir beenden an dieser Stelle den Liveticker.

+++ 20:50 Uhr: Pegida kündigt neue Demo an +++

Am kommenden Mittwoch wollen die Pegida-Anhänger erneut demonstrieren. Das hat Christian Müller, Anmelder der bisherigen Demos, am Rand der Kundgebung gesagt. Start ist wahrscheinlich um 18.30 Uhr am Bahnhof Rehbrücke.

++ 20:35: Uhr: Auch die Gegendemo ist aufgelöst +++

Die Teilnehmer des Bündnisses „Potsdam bekennt Farbe“ haben den Heimweg angetreten. Rund zwei Dutzend Pegida-Demonstranten sind von der Polizei zur Heinrich-Mann-Allee geleitet worden. Dort warten sie auf eine Straßenbahn. In der Nähe ist ein Wasserwerfer stationiert.

+++ 20:22 Uhr: Veranstalter Christian Müller erklärt Demo für beendet +++

Pegida-Veranstalter Christian Müller hat die Demo für beendet erklärt. Die Pegida-Leute laufen nun mit Polizeischutz zum Magnus-Zeller-Platz. Die Polizei schätzt, dass insgesamt bis zu 1000 Gegendemonstranten da waren. Sie verfolgt ein „weites Raumkonzept“ und steht an allen Haltestellen.

Kleine Grüppchen seilen sich bereits von dem Pegida-Tross ab.

++ 20:18 Uhr: Nationalhymne zum Abschluss +++

Die Pegida-Anhänger singen die Nationalhymne - auch die erste Strophe, die heute nicht mehr gesungen wird, weil sie unter anderem in der Nazizeit als Nationalhymne gesungen wurde. Danach wird die Versammlung aufgelöst.

Wann und wo die Pegida-Anhänger wieder demonstrieren wollen, wird über Facebook bekannt gegeben.

++ 20:10 Uhr: Abschlusskundgebung mit Rede von Pegida-Anmelder Müller +++

Auch Christian Müller, der Anmelder der Pegida-Demos spricht. Auf Twitter schreiben Anti-Pegida-Anhänger, dass die Pegida-Demonstranten Richtung Bisamkiez laufen.

++ 19:58 Uhr: Abschlusskundgebung mit Schimpftirade +++

Bei der Pegida-Abschlusskundgebung hält ein Gastredner namens Graziani eine lange Rede. Er erhebt die Stimme und schimpft über Zuwanderung, den Islam, auf Deutschland als angeblichen Befehlsempfänger Brüssels und Washingtons und auf Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs. Und er fordert 'ein neues Nürnberger Tribunal. Wo alle Volksverräter verurteilt werden.' Graziani tritt immer wieder bei Pegida- oder ähnlichen Demos auf. Viel ist über den Mann ohne Vornamen aber nicht bekannt. Es erklingen „Merkel muss weg“-Rufe. Im Hintergrund trommeln die Gegendemonstranten und aus Kleingärten hallt es „Nazis raus“.

++ 19:43 Uhr: Bislang friedlicher Abend +++

Bislang ist der Demo-Abend friedlich verlaufen. Abgesehen von einzelnen Böllern, die gezündet wurden und Mülltonnen, die angezündet worden sind.

Die Polizei war und ist an diesem Abend wieder mit vielen Beamten vor Ort gewesen. Auch Wasserwerfer und ein Hubschrauber waren vor Ort. Der Hubschrauber schwebte über dem Schlaatz um so von oben den Überblick wahren zu können.

Ein Hubschrauber schwebte über dem Schlaatz, um von oben den Überblick wahren zu können.

Quelle: Köln

++ 19:39 Uhr: Lied gegen Kinderschänder +++

Ausgerechnet am Schlaatz, wo vor acht Monaten der kleine Elias (6) verschwunden ist, spielt der Pegida-Ableger ein Lied gegen Kinderschänder ab.

++ 19:33 Uhr: Pegida-Demo läuft noch - Anhänger halten Reden.++

An der Straße An der Alten Zauche treffen die Pegida-Anhänger auf Gegendemonstranten. Diese sind deutlich in der Überzahl.

Der „Spaziergang“ der Pegida-Anhänger ist gut 100 Meter vorm Rewe-Parkplatz beendet, es werden Schlussworte gesprochen. „Auch der Abgang ist abgesichert“, sagt Michael Scharf, Einsatzleiter der Polizei. Die Demonstranten laufen zur nächsten Haltestelle. (rai)

Gegendemonstranten An der alten Zauche.

Quelle: lin

+++ 19:29 Uhr: Stimmung wird lauter und ungemütlicher +++

An der Haltestelle Magnus-Zeller-Platz sind die inzwischen gut 130 Pegida-Demonstranten mit circa 50 Metern Abstand an den Gegendemonstranten vorbeigekommen. Aus beiden beiden Lagern ertönten Rufe, einerseits „Nazis raus“, auf der anderen Seite „Wir sind das Volk“ und „Deutschland den Deutschen“.

Die Gegendemonstranten tönen aus allen Nebenstraßen, ein paar von ihnen haben es geschafft, am Zug mitzulaufen, werden aber von der Polizei auf Abstand gehalten und abgedrängt. Es gibt bisher keine Festnahmen, alles ist friedlich. Die Demo-Teilnehmer werden lauter, die Polizei bewegt sich etwas schneller und schirmt Hauseingänge ab, es ist knackig kalt. Der Hubschrauber fliegt mit Scheinwerfer über den Schlaatz. (rai)

Weitere Böllerkracher sind zu hören.

++ Bildergalerie aktualisiert +++

Hier finden Sie weitere Bilder vom Demo-Abend.

3. Februar: Zum vierten Mal demonstriert die fremdenfeindliche Pegida-Bewegung in Potsdam. Dieses Mal im Schlaatz. Das ruft viele Gegendemonstranten auf den Plan. Die Polizei ist mit einem Großaufgebot im Schlaatz vertreten. Wir zeigen die Bilder des Demo-Abends.

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++ 19:25 Uhr: Pegida-Demo mit üblichen Rufen +++

Nach dem Passieren des Heims ist es mit der Ruhe unter den Pegida-Anhängern sofort vorbei. 'Wir sind das volk', 'Kriegstreiber' und laustarke Pöbeleien gegen die Gegendemonstranten sind zu hören.

++ 19:14 Uhr: Pegida-Demo gleicht Schweigemarsch +++

Ohne Parolen zu grölen laufen die Pegida-Anhänger auf das Flüchtlingsheim zu und daran vorbei. Die Demo gleicht einem Schweigemarsch. Es sind „Nazis raus“-Rufe sind zu hören und Pfiffe von Gegendemonstranten, zum Teil von den vielen Balkonen. Der Platz am Heim ist gut ausgeleuchtet. 50 Polizisten laufen vorneweg mit 10 Mannschaftstransportern, die Schritt fahren. Die Stimmung ist entspannt, viele Polizisten sind nicht in Vollmontur. Am Heim fahren 20 bis 30 Polizeimannschaftswagen im Schritttempo vorbei. Die Balkone rundherum sind mit Zuschauern besetzt. (rai)

Nicht alle Nachbarn scheinen die gleiche politische Meinung zu haben.

Die einen so, die anderen so. Gesehen im Schlaatz.

Quelle: Stähele

++ 19:16 Uhr: Pegida passiert Asylheim schweigend +++

Neue Schätzung der Polizei: Es laufen rund 130 Pegida-Anhänger mit. Sie halten sich an die Auflage und passieren das Asylheim schweigend. Weiter geht's in Richtung An der alten Zauche. Dort könnten sie auf Gegendemonstranten treffen.  

++ 19:12 Uhr: „Potsdam bekennt Farbe“ mit rund 150 Teilnehmern +++

All-Parteien-Bündnis „Potsdam bekennt Farbe“ bekommt langsam Zulauf. Es sind rund 150 Teilnehmer alle Couleur an der alten Zauche, Kinder toben umher, Schüler und Punks laufen mit. Es wehen bunte Fahnen.

++ 19:11 Uhr: Polizeipräsident begleitet Demo +++

Brandenburgs Polizeipräsident Hans-Jürgen Mörke läuft an vorderster Front mit. Gleich wird die Demo das Asylbewerberheim passieren. Ein kritischer Moment, womöglich. Denn die Pegida-Demonstranten müssen sich an Auflagen halten. Sie dürfen das Heim nur schweigend passieren. (rai)

++ 19:02 Uhr: Pegida-Anhänger sind losgelaufen +++

Nach Redebeiträgen verschiedener Pegida-Demonstranten hat die Polizei die Strecke freigegeben. Die Demo hat begonnen. (rai)

+++ 18:59 Uhr: Das ist los bei Twitter +++

Auf Twitter informieren sich vor allem Anti-Pegida-Demonstranten, wie sie die Demonstration der Pegida-Anhänger blockieren können. Aktuell wird dazu aufgerufen, den Aufmarsch an der Alten Zauche zu blockieren. Außerdm kursieren Bilder einer brennenden Mülltonne. Am Schilfhof musste die Feuerwehr ausrücken. (cmm)

++ 18:54 Uhr: Böllerknallen im Schlaatz +++

Bisher ist der Abend friedlich verlaufen. Doch im Schlaatz explodieren Böller, die Feuerwehr muss aurücken, um brennende Mülltonnen zu löschen.

Durch das Viertel bewegen sich viele Polizisten in schwerer Uniform - wir haben nachgefragt: Sie wiegt rund 20 Kilo.

++ 18:53 Uhr: Antikonfliktteams in Zweier- und Dreierteams +++

Während sich im Schlaatz viele Anti-Pegida-Leute befinden und die islamfeindlichen Pegida-Anhänger auf den Beginn ihrer Demo warten, ist eine Anti-Pegida-Kundgebung auf dem Marktplatz am Schilfhof ist schlecht besucht und in den Nebenstraßen kaum zu hören. Knapp zehn Menschen stehen seit gut einer Stunde einem Stand, der Flüchtlinge mit einem Plakat willkommen heißt. Antikonfliktteams mit gelben Westen laufen gut sichtbar in Zweier- und Dreierteams durch die Straßen. (lin)

++ 18:40: Gegendemonstranten werden laut, Pegida steht noch still +++

Im Innenhof eines Wohnblocks wird es plötzlich sehr laut. Schätzungsweise mindestens hundert Gegendemonstranten machen mit Trillerpfeifen Lärm. Die Polizei ist stark präsent und die Beamten tragen Helme. Es sind rund 1000 Beamten im Einsatz, darunter Polizisten aus Berlin, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern. Inzwischen haben sich rund 80 Pegida-Demonstranten am Beginn ihrer Route versammelt. Für den Fall, dass die Pegida-Anhänger sich nicht an die Abmachung speziell am Asylbewerberheim halten, will die Polizei die Demonstranten abdrängen, sagte ein Polizist MAZ-Online. (rai)

Zur Erinnerung: Die Route der Pegida-Leute führt über die Straße Am Nuthetal auch einem Asylbewerberheim vorbei. Die Demonstranten müssen schweigend daran vorbei gehen, sonst ist die Demo aufgelöst

Gegendemonstranten wollen die Pegida-Demo blockieren.

Quelle: hcv

++ 18:26 Uhr: Gegendemonstranten am Magnus-Zeller-Platz +++

Noch ist die Demonstration der Pegida-Anhänger nicht gestartet. Am Magnus-Zeller-Platz, dort sollen später die Pegida-Leute vorbei kommen, haben sich rund zwei Dutzend Gegendemonstranten versammelt.

++ 18:23 Uhr: Kein Tramverkehr mehr +++

Der Bahnverkehr ist eingestellt. Wartende werden von Haltestellen ferngehalten beziehungsweise zum Gehen aufgefordert. Auch mehrere Buslinien fahren nicht wie gewohnt. Der Tramverkehr wird zwischen den Haltestellen Abzweig Betriebshof ViP und Waldstr./Horstweg voraussichtlich von ca. 18.00 bis 20.30 Uhr unterbrochen, schreiben die Potsdamer Verkehrsbetriebe auf ihrer Homepage.

++ 18:15 Uhr: Pegida-Demonstranten bauen Rednerpult auf +++

An der Haltestelle Bisamkiez, wo die Pegida-Demo in gut einer halben Stunde starten soll, haben sich rund 40 Pegida-Anhänger versammelt und etwa ebenso viele Polizisten. Alle Nebenstraßen, die auf die Umzugsstraße Alte Zauche führen, sind abgesperrt mit Drängelgittern. Polizisten führen vereinzelt Personenkontrollen durch. Christian Müller, Anmelder der Pegida-Demo, und seine Unterstützer bauen ein Rednerpult auf. (rai)

Sollten die Pegida-Demonstranten ins Laufen kommen, müssen sie an einem Spalier bunter Luftballons vorbei. Aktivisten von "Potsdam bekennt Farbe" haben die Route mit bunten Ballons verziert.

+++ Erste Bilder vom Demoabend +++

Nicht nur unsere Reporter sind vor Ort - auch unser Fotograf ist unterwegs. In der Bildergalerie finden Sie erste Fotos. Wir aktualisieren diese laufend.

3. Februar: Zum vierten Mal demonstriert die fremdenfeindliche Pegida-Bewegung in Potsdam. Dieses Mal im Schlaatz. Das ruft viele Gegendemonstranten auf den Plan. Die Polizei ist mit einem Großaufgebot im Schlaatz vertreten. Wir zeigen die Bilder des Demo-Abends.

Zur Bildergalerie

+++ 18:00 Uhr: Gegendemo am Horstweg aufgelöst - Pegida-Demo noch nicht gestartet - Vorbereitungen laufen +++

Das war eine kurze Gegendemo: Gegen 17.30 Uhr sind Anti-Pegida-Demonstranten am Bahnhof Babelsberg gestartet, am Horstweg angekommen ist die Demonstration vom Verantstalter aufgelöst worden. Die Teilnehmer bewegen sich durch das Wohngebiet zu den verschiedenen Veranstaltungen am Schlaatz. Von einem Balkon schallt es 'Deutschland den Deutschen, Ausländer raus'

++ 17:55 Uhr: Stimmung im Schlaatz entspannt +++

Die Lage im Schlaatz ist entspannt. Anwohner schauen von Balkons und gehen mit Hunden Gassi. In den Haupt- und Seitenstraßen ist das Polizeiaufgebot massiv. Es sind Polizisten aus Dresden und Leipzig angereist, ein Wasserwerfer steht im Horstweg nahe Lidl. Der Verkehr am Magnus-Zeller-Platz läuft unbeeinträchtigt, Straßenbahnen und Busse fahren. Über dem Flüchtlingsheim steht ein Hubschrauber in der Luft und hält dort seine Position.

++ 17:54 Uhr: Gegendemo am Horstweg angekommen +++

Die Anti-Pegida-Demo ist bereits am Horstweg angekommen. Rund 300 Menschen demonstrieren gegen Pegida. Die Stimmung ist friedlich. Autofahrer am Horstweg brauchen Geduld, die Polizei sichert den Weg ab.

++ 17:36 Uhr: Gegendemo setzt sich in Bewegung +++

Unter 'Alerta Antifascista' Rufen bewegt sich die Gegendemo in Richtung Schlaatz. die Polizei zeigt Präsenz, hält sich aber zurück.

+++17:33 Uhr: SV Babelsberg ruft Fans auf, zur Anti-Pegida-Demo zu gehen +++

Obwohl im Karl-Liebknecht-Stadion (ganz in der Nähe beginnt die Anti-Pegida-Demo) ein Testspiel gegen Stahl Brandenburg stattfindet, ruft der Fußball-Viertligisten Babelsberg 03 seine Fans zur Teilnahme an den Anti-Pegida-Protesten auf.

+++ 17:29 Uhr: Gegendemonstranten versammeln sich +++

Mehr als hundert Potsdamer - vorwiegend aus dem alternativen Spektrum - sammeln sich zur Stunde am Bahnhof Babelsberg. Sie wollen zum Schlaatz ziehen.

+++ 17:28 Uhr: Polizei bezieht Stellung im Schlaatz +++

In der Straße An der Alten Zauche: Polizei schon sehr präsent. Nicht nur vor dem geschlossenen Supermarkt.

+++ 16 Uhr: Supermarkt schließt +++

"Aufgrund der Demonstrationen und den sich daraus ergebenen Sicherheitsbedenken" schließt REWE am Schlaatz heute bereits um 16 Uhr.

Quelle: Rainer Schüler

+++ 15:40 Uhr: Einfach nur schön bunt +++

+++ 15:35 Uhr: Polizei rückt an+++

Nach und nach kommen immer mehr Polizisten in den Schlaatz.

+++ 15:15 Uhr: Tipps von den ViP+++

Wer nachher auf die Straßenbahnen und Busse in Potsdam angewiesen ist, sollte sich folgendes gut durchlesen: Die Verkehrsbetriebe rechnen zwischen 17:30 bis 20:30 Uhr mit " Einschränkungen im Tram- und Busverkehr". Konkrekt bedeutet dies, dass der Straßenbahnverkehr zwischen 18 und 20:30 Uhr den Haltestellen Abzweig Betriebshof und Waldstr./Horstweg unterbrochen wird

Die Linien 92 und 96 verkehren zwischen Kirschallee bzw. Viereckremise und Bhf Rehbrücke sowie zwischen Marie-Juchacz-Str. und Abzweig Betriebshof ViP. Die Haltestellen Bisamkiez und Magnus-Zeller-Platz werden in dieser Zeit nicht bedient.

Vorschlag der ViP: Fahrgäste Richtung Marie-Juchacz-Str. sollten vom Hbf die Bus-Linien 690 und 601 Richtung Johannes-Kepler-Platz bzw. Teltow bis Haltestelle Johannes-Kepler-Platz nehmen und dort in eine Straßenbahn umsteigen.

Der Bus 693 wird zwischen 17.30 und 20.30 Uhr zwischen den Haltestellen Horstweg/Großbeerenstr. und Magnus-Zeller-Platz über Horstweg und Heinrich-Mann-Allee umgeleitet. Die Haltestellen Falkenhorst, Schilfhof und Magnus-Zeller-Platz werden nicht bedient. 

+++ 13:30 Uhr:  +++

+++ 13:15 Uhr: Der Schlaatz - ein Porträt +++

Das Potsdamer Wohngebiet Am Schlaatz hat nicht den allerbesten Ruf. Zu Unrecht. Im Sommer, das Wohngebiet war gerade wegen der Suche nach Elias in aller Munde, machte sich unser Autor auf den Weg ins Wohngebiet. Sein Fazit: " Der Schlaatz ist ein echter Kiez und wird seinem Ruf als sozialer Brennpunkt und hässliche Satellitenstadt nicht gerecht, wenn man einen näheren Blick darauf wirft."

Kleine Statistik

Im Potsdamer Stadtteil Schlaatz leben (Stand 31.12.2015) 9252 Menschen. Die aktuellen Mietpreise für Wohnungen pro m² liegen laut immoWelt.de derzeit durchschnittlich bei 5,81 €/m². Die Bewohner leben statistisch gesehen auf rund 35 Quadratmeter Wohnfläche. Der durchschnittliche Schlaatz-Bewohner ist rund 39 Jahre alt und damit dreieinhalb Jahre jünger als die anderen Potsdamer. Jeder Siebte ist arbeitslos, jeder Dritte bekommt staatliche Hilfen. Nicht einmal jeder Vierte ging zur letzten Kommunalwahl und im Vergleich zum Rest der Stadt haben auch sehr wenige Schlaatzer ein eigenes Auto.

+++ 12:50 Uhr: Was passiert heute - warum und wo? +++

Kurz zusammengefasst: Christian Müller, der Anmelder aller bisherigen Pegida-Demonstrationen, war von seinem "Erfolg", den paar gegangenen Metern in der vorherigen Woche, so angetan, dass er heute im Wohnegbiet Am Schlaatz "spazieren" möchte. Die Route führt von der Straßenbahnhaltestelle "Am Bisamkiez" über die Straße "Am Nuthetal", vorbei am Magnus-Zeller-Platz bis hin zum großen Rewe-Markt am Horstweg.

Der Abendspaziergang wird (wieder) auf breiten Widerstand aus der Potsdamer Bevölkerung stoßen. Bereits ab 17 Uhr soll das Tanzbein im Schlaatz geschwungen werden. Treffpunkt für die Veranstaltung "Love is in the Open Air" ist am Schilhof 28. Wenig später, um 17:30 Uhr startet ein Demonstrationszug am S-Bahnhof Babelsberg mit dem Ziel Schlaatz. Für 18:30 Uhr hat das Bündnis "Potsdam bekennt Farbe" zur Teilnahme an einer Kundgebung unter dem Titel "Refugees welcome – für Weltoffenheit und Toleranz" aufgerufen. Stattfinden wird die Veranstaltung gegenüber des Rewe-Marktes am Schlaatz (Horstweg / Ecke Straße An der Alten Zauche).

+++ 12:25 Uhr: Weitreichendes Glasverbot +++

Die Stadt Potsdam weist daraufhin, dass das "Mitführen und Benutzen von Glasbehältnissen aller Art von 17 bis 22 Uhr im Gebiet zwischen Kopernikusstraße und Bisamkiez sowie am Stadtplatz am Schlaatz sowie in dessen nahen Umgebung verboten ist.

+++ 12:15 Uhr: Supermärkte Am Schlatz schließen +++

Wer heute nach Feierabend bei den REWE-Supermärkten im Schlaatz einkaufen möchte,  steht ab 16 Uhr vor verschlossenen Türen.

+++ 12:00 Uhr: SPSG distanziert sich von Pogida-Post +++

Auf der Social-Media-Plattform Facebook wird mit einem Foto vom Schloss Sanssouci für den 4. Abendspaziergang geworben.

Quelle: Screenshot/ Facebook

Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg ist mit einem Facebook-Post der Pogida, bei dem ein Foto von Schloss Sanssouci zu sehen ist (siehe oben), überhaupt nicht einverstanden. Über Twitter distanziert sich die Stiftung deutlich davon: "Die Verwendung d. Motivs in politischem Kontext wiederspricht ganz klar unseren Fotorichtlinien. Wir gehen dem nach", heißt es dort.

+++ 11:00 Uhr: Beeinträchtigungen im ÖPNV +++

Die Verkehrsbetriebe Potsdam (ViP) weisen auf ihrer Homepage daraufhin, dass es heute "aufgrund mehrerer Demonstrationen insbesondere im Wohngebiet Am Schlaatz ab 17 Uhr zu erheblichen Behinderungen und Verzögerungen im öffentlichen Personennahverkehr kommen".

Wer ist Christian Müller?

Gegenüber der MAZ sagte der 32-jährige Christian Müller, dass er seit fünf Jahren in Potsdam "in einer festen Beziehung" lebt und zwei Kinder hat. Er räumte zudem ein, mehrfach vorbestraft zu sein. Es geht um Bewährungsstrafen, unter anderem wegen Körperverletzung und Landfriedensbruch aus seiner Zeit als radikaler Fußball-Hooligan von Hertha BSC Berlin.

Derzeit ermittelt der polizeiliche Staatsschutz gegen Christian Müller und prüft, ob ein Anfangsverdacht wegen Volksverhetzung vorliegt. Auf Tonmitschnitten ist zu hören, wie Müller ein "Nürnberg 2.0, wo die Volksverräter und Verbrecher wieder mal vorgeführt und abgeurteilt werden" fordert. Mit dieser bei Rechtsextremisten beliebten Formulierung spielt Müller auf die Nürnberger Prozesse gegen NS-Kriegsverbrecher an.

Pegida-Demo 1: Demo rasch aufgelöst, trotzdem eskaliert es

Die erste Pegida-Demo in Potsdam fand noch an einem Montag statt. Am 11. Januar versammelten sich zum ersten Mal rund 150 Pegidisten am Bassinplatz. Zum großen "Abendspaziergang" kam es gar nicht erst – die Demo wurde nach kurzer Zeit beendet.

Der Abend lief dennoch aus dem Ruder: Linke Gegendemonstranten attackierten Polizisten und Pegida-Anhänger, es flogen mit Steinen gespickte Schneebälle. Ein Bus, der Pegida-Unterstützer transportierte, wurde demoliert. Durch die Krawalle war die Potsdamer Innenstadt stundenlang lahmgelegt.

Anmelder Christian Müller sagte nach der Veranstaltung: " Ich war überfordert".

Pegida-Demo 2: Polizei bleibt durch Großaufgebot Herr der Lage

Im Vorfeld ergreift die Polizei massive Sicherheitsvorkehrungen, damit die Lage nicht wieder außer Kontrolle gerät. Der Bassinplatz wird hell ausgeleuchtet, Flaschen und Glasbehälter mitzubringen ist verboten.

Mehrere Brandenburger und Berliner Hundertschaften sowie Wasserwerfer aus Hamburg sind im Einsatz. Von den angemeldeten 1000 Teilnehmern kamen jedoch nur ein paar Hundert - und die kommen auch nicht weit. Mit mehr als 1000 Menschen protestierte das Bündnis "Potsdam bekennt Farbe" dagegen. Es blieb weitgehend friedlich.

Pegida-Demo 3: Einmal die Lange Brücke vor und zurück

Bei der dritten Pegida-Demo am 27. Januar liefen 150 Teilnehmer vom Hauptbahnhof über die Lange Brücke zum Stadtschloss und zurück. Die Polizei hatte die genehmigte Strecke weiträumig abgesperrt.

1000 Beamte waren im Einsatz und 700 Menschen dem Aufruf des Mehrparteien-Bündnisses "Potsdam bekennt Farbe" in den Lustgarten gefolgt. Sie quittierten die Versammlung der Islamgegner mit einem Pfeifkonzert und lauten "Haut ab! Haut ab!"-Sprechchören. Der Abend verlief ohne Krawalle.

Von Hajo von Cölln, Rainer Schüler, Saskia Popp, Lisa Neumann, Michaela Grimm, Christian Meyer und Julian Stähle.

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Der zweite Versuch
Am Montag gab es kein Durchkommen für die Pegida-Anhänger in POtsdam.

Anhänger der Pegida-Bewegung wollen anscheinend ein zweites Mal durch Potsdam „spazieren“. Über Facebook wird für die kommende Woche zu einer weiteren Veranstaltung auf dem Bassinplatz aufgerufen. Die Polizei bestätigte die Anmeldung einer Demonstration.

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