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Potsdam Pegida will täglich in Potsdam demonstrieren
Lokales Potsdam Pegida will täglich in Potsdam demonstrieren
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17:40 21.01.2016
Christian Müller – Anmelder der Pegida-Demo in Potsdam. Quelle: MAZonline
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Potsdam

Die Pegida will es in Potsdam wissen – aber so richtig. Nachdem im Dezember 2014 erste Versuche in Potsdam eine Anti-Asyl-Demonstration zu organisieren gescheitert sind, demonstrierten am 11. Januar 2016 erstmalig Anhänger der Pegida in Potsdam. Wenig erfolgreich. Der geplante „Abendspaziergang“ konnte aufgrund der zahlenmäßig weit überlegenden Gegendemonstranten nicht stattfinden. Zudem gab es Randale und Angriffe auf einen Bus mit Teilnehmern der Demonstration.

Anmelder Christian Müller gestand damals, dass er „leicht überfordert“ war. Gegenüber der MAZ sagte er: „Wir alle hatten mit soviel Gegenwind nicht gerechnet.“ Die Polizei müsse beim nächsten Mal viel stärker Präsenz zeigen und Übergriffe verhindern.

Anderthalb Wochen später der nächste Versuch – mit viel mehr Polizei
Am 20. Januar versammelten sich 300 rechtsgerichtete Demonstranten auf dem Bassinplatz. Wieder ein Misserfolg. Weit über 1000 Demonstranten verhinderten den „Abendspaziergang“. Anmelder Christian Müller sah keine andere Möglichkeit, als die Veranstaltung aufzulösen.

Aber er gibt nicht auf. Wie er gegenüber der MAZ sagte, will er zunächst am kommenden Mittwoch einen dritten Anlauf nehmen. Dieses Mal hat er die Demonstration am Lustgarten angemeldet.

Sollte der „Abendspaziergang“ wieder verhindert werden, so Müller gegenüber der MAZ, wolle er in der Woche darauf jeden Abend eine Demonstration am Bassinplatz in Potsdams abhalten – sieben Tage lang. Und noch länger. So lange, bis sein „Abendspaziergang“ stattfindet. Es sei sein gutes Recht, einen solchen „Abendspaziergang“ abzuhalten, so Müller.

Die Aufmerksamkeit ist ihm und seiner Bewegung jedenfalls sicher. Das sehen auch Anhänger der Pegida so. Auf Facebook heißt es beispielsweise ein einem Kommentar: „Die Pogida gestern war ein voller Erfolg! Es konnte zwar nicht gelaufen werden, aber ganz Potsdam wurde durch das enorme Aufgebot der Polizei davon in Kenntnis gesetzt!“

Sicher ist ihm aber auch die Ablehnung weiter Teile der Stadt – angeführt vom Oberbürgermeister Jann Jakobs. Der hatte am Mittwoch unter lautem Applaus bekräftigt, dass „“Potsdam nicht der Platz sei, wo sich Rechte tummeln können“. Zudem fügte er hinzu. „Wir werden notfalls jede Woche da sein, um für Weltoffenheit und Toleranz zu demonstrieren“ - wahrscheinlich auch täglich.

Von MAZonline

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