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Potsdam Perfide Masche: Betrüger gibt sich als Polizist aus
Lokales Potsdam Perfide Masche: Betrüger gibt sich als Polizist aus
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13:28 23.11.2016
Quelle: dpa (Genrefoto)
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Potsdam

Seit einigen Wochen macht ein Trickbetrüger den Raum Potsdam mit einer perfiden Masche unsicher, um an das Geld von ahnungslosen und hilfswilligen Bürgern zu gelangen: Um sich das Vertrauen zu erschleichen, gibt er sich als Polizist aus. Der letzte bekannte Betrugsversuch mit dieser Masche ereignete sich am Dienstagabend.

Eine 76-jährige Potsdamerin bekam gegen 19.40 Uhr einen Anruf. Der Anrufer: angeblich die Polizei. Die angezeigte Nummer (0331-110) ließ sie am Anfang nicht zweifeln, dass wirklich die Polizei anrufen würde. Ein angeblicher Ermittler teilte der Dame mit, dass Polizisten nach einer Festnahme einen Zettel mit ihrem Namen, ihrer Telefonnummer und Anschrift gefunden hätten. Der angebliche Polizist verwickelte die Rentnerin in ein Gespräch und fragte nach Bankdaten und Geldbeträgen, um weitere Täter stellen zu können.

Als die rüstige Rentnerin nicht auf die Forderungen einging und den Betrug bemerkte, wurde der Anrufer immer ungeduldiger und bedrohte die Frau verbal, danach beendete der unbekannte Mann das Telefonat.

Die meisten der Betrugsversuche dieser Art haben nicht zum Erfolg für den Betrüger geführt. Vergangenen Freitag konnte der Betrug an einer älteren Dame dank einer achtsamen Nachbarin verhindert werden.

Nachbarin bewahrt Rentnerin vor Trickbetrug >

In einem bekannten Fall konnte ein falscher Polizist jedoch mehrere tausend Euro ergaunern. Ob es sich in allen Fällen um den gleichen Täter handelt, ist nicht klar.

Polizei fahndet nach falschem Polizisten >

Von dem Mann, der das Geld entgegennahm, hat die Polizei ein Phantombild veröffentlicht:

Wer kennt diesen Mann? Er ist ein mutmaßlicher Trickbetrüger. Quelle: Polizei

Das rät die Polizei

– Lassen Sie sich niemals auf solche dubiosen Geldforderungen ein, von wem auch immer und unter welchem Vorwand auch immer!

– Im Zweifelsfall immer die Polizei informieren!

– Lassen Sie sich am Telefon nicht ausfragen! Geben sie keine Details Ihrer familiären oder finanziellen Verhältnisse preis.

– Lassen Sie sich von dem Anrufer nicht drängen und unter Druck setzen! Vereinbaren sie einen späteren Gesprächstermin, damit sie in der Zwischenzeit die Angaben z.B. durch einen Anruf bei Ihren Verwandten oder einem Rückruf bei der örtlichen Polizei überprüfen können.

– Rufen Sie die Polizei zurück. Verwenden Sie dazu die öffentlich bekannte Telefonnummer – ABER NICHT die Nummer, die die Anruferin oder der Anrufer Ihnen möglicherweise gegeben hat oder die auf dem Display angezeigt wurde!

– Notieren Sie sich die eventuell auf dem Sichtfeld Ihres Telefons angezeigte Nummer des Anrufers.

– Bevor Sie jemanden ihr Geld geben wollen: Besprechen Sie die Angelegenheit mit einer Person Ihres Vertrauens. Wenn Ihnen die Sache nicht geheuer ist, informieren Sie bitte ihre örtliche Polizeidienststelle.

– Übergeben Sie kein Geld an Personen, die Ihnen nicht persönlich bekannt sind, auch nicht der Polizei!

– Haben sie bereits eine Geldübergabe vereinbart? Informieren Sie noch vor dem Übergabetermin die Polizei. Sie erreichen sie unter der Nummer 110.

Von MAZonline

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