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Pfingstberg kostet Potsdam Millionen

Erste Eckwerte zur Übernahme des Parks durch die Stadt Pfingstberg kostet Potsdam Millionen

Die Landeshauptstadt müsste mehr als zwei Millionen Euro für die Verkehrssicherung und die anschließende denkmalgerechte Rekonstruktion der umstrittenen Parkanlagen am Potsdamer Pfingstberg kosten. Hinzu käme ein jährlicher Pflegeaufwand von 240 000 Euro. Das sind die ersten Eckwerte einer möglichen Übernahme des Parks durch die Stadt.

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Die Sperrung des Parks am Pfingstberg wurde von Protesten begleitet.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Potsdam. Die Übernahme der Rekonstruktion und Pflege des umstrittenen Parks am Pfingstberg wäre für die Landeshauptstadt mit einem enormen finanziellen Aufwand verbunden. Nach Angaben von Stadtplanungschef Andreas Götzmann würde allein die Verkehrssicherung und die anschließende denkmalgerechte Rekonstruktion der Parklandschaft zwischen Villa Henckel und der Großen Weinmeisterstraße mehr als zwei Millionen Euro kosten. Hinzu käme ein jährlicher Pflegeaufwand der Parkanlagen in Höhe von 240 000 Euro.

Das wäre nach ersten Verhandlungen der Stadt mit der Schlösserstiftung und der Privatgesellschaft von Springer-Konzernchef Mathias Döpfner der Preis für den Verzicht des Top-Managers auf einen Wiesenabhang unterhalb seines Privatgrundstücks mit der Villa Henckel, den er aus Sicherheitsgründen als Pufferzone beansprucht. Zusätzlich müsste die Stadt nach einem Investor für die Ruine der Villa Schlieffen an der Großen Weinmeisterstraße suchen, die Döpfner im Zuge eines mit der Schlösserstiftung abgeschlossenen Nießbrauchvertrags zur langjährigen Privatnutzung eines Teils der Parkanlagen auf eigene Rechnung sanieren und mit seiner privaten Kunstsammlung für die Öffentlichkeit zugänglich machen wollte.

In einer zweiten Variante würde der Wiesenhang, der Bestandteil des Nießbrauchsvertrages ist, von Döpfner überwiegend privat genutzt und entsprechend abgegrenzt. In welchem Umfang sich die Stadt bei dieser Regelung in die Rekonstruktion und Pflege der Parkanlagen einbringen müsste, sei noch nicht zu Ende verhandelt, so Götzmann am Mittwochabend bei einem Zwischenbericht im Potsdamer Hauptausschuss.

Götzmann hatte als Verhandlungsführer der Landeshauptstadt Anfang September erstmals bekannt gegeben, dass Döpfner bereit wäre, auf einen Teil des Parkareals zu verzichten, wenn die Stadt im Gegenzug einen Teil der Investitions- und Pflegekosten übernehmen, zu denen sich Döpfner per Vertrag mit der Schlösserstiftung verpflichtete. Es war die erste öffentliche Reaktion des Verlagsmanagers nach der Erklärung von Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD), dass die Stadt die Verkehrssicherung und Pflege übernehmen würde, um dessen öffentliche Zugänglichkeit zu gewährleisten. In einer ersten Kalkulation war von 40 000 Euro für die Verkehrssicherung die Rede. Derzeit ist der Park aus Sicherheitsgründen mit einem Bauzaun versperrt.

Das Land hatte die angekündigte Übernahme des Parks durch die Stadt in einer ersten Stellungnahme abgelehnt, die von Jakobs allerdings als „voreilig“ kritisiert worden war.

Von Volker Oelschläger

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