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Pläne für Solarpark in Uetz umstritten

Bebauungsplan wird in den Ausschüssen diskutiert Pläne für Solarpark in Uetz umstritten

In Uetz könnte ein riesiger Solarpark entstehen - zumindest plant dies der Eigentümer des Geländes. Im Ort regt sich Widerstand. Nun haben sich auch SPD und Linke haben sich vor dem Umweltausschuss am 17. Oktober 2013 zu den Plänen eines Solarparks in Uetz positioniert - die einen sind dagegen, die anderen mehr oder weniger auch.

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Uetz. Deutliche Ablehnung kommt vom SPD-Fraktionsvorsitzenden Mike Schubert: "Ein Projekt dieser Größe zerstört den örtlichen Charakter. Ein Solarfeld von 77 Fußballfeldern ohne Abstand zum Dorf mit seinen denkmalgeschützten Gebäuden ist überdimensioniert. Die Ablehnung der Einwohner von Uetz-Paaren sollten wir respektieren", sagte Schubert der MAZ.

Wie berichtet, möchte der Eigentümer der Uetzer Gutsanlage, Klaus Groenke, auf einer 55 Hektar großen, bislang landwirtschaftlich genutzten Fläche südwestlich an Uetz angrenzend einen Solarpark errichten. Bislang ist auf der Fläche eine Freizeitanlage mit Sporthotel geplant - allerdings ist diese Investition ohne Aussicht auf baldige Verwirklichung. Die Änderung des Bebauungsplans für den Solarpark soll jetzt in den Ausschüssen diskutiert und später von den Stadtverordneten beschlossen werden.

Ortsbeirat und rund 60 Uetzer Bürger hatten sich vor wenigen Tagen einhellig gegen die Errichtung der Solaranlage ausgesprochen. "Es wäre ein völlig falsches Signal, wenn wir als Stadtverordnete in dieser Frage den Ortsbeirat überstimmen würden", gibt SPD-Chef Schubert zu bedenken.

Der Solarpark soll sich südwestlich des Dorfes Uetz über knapp 55 Hektar erstrecken. Im Luftbild ist er als „Änderungsbereich“ markiert.

Quelle: Stadt Potsdam

Im Grundsatz stimmt ihm der Fraktionsvorsitzende der Linken, Hans-Jürgen Scharfenberg, zu: "Eine Lösung ohne Einbeziehung des Ortsbeirats und der Uetzer Einwohner kann ich mir nicht vorstellen", sagte Scharfenberg am Mittwoch zur MAZ. Allerdings wollte der Linken-Politiker "nicht radikal ausschließen", dass an der Stelle ein Solarpark gebaut wird. "Die Planung für die Fläche im Potsdamer Norden liegt seit Jahren auf Eis. Wir wollen dort aber eine Entwicklung haben." Die Anlage könnte zum Beispiel in reduzierter Form entstehen, so Scharfenberg.

Dagegen hält es SPD-Fraktionschef Schubert für fahrlässig, wenn "B-Pläne, die Anfang der 1990er Jahre beschlossen und dann nicht realisiert wurden, nun pauschal für Solarfelder zur Verfügung gestellt" würden. "Ohne engere Abstimmung kommt es hier zu einem Wildwuchs, der genauso schlimm wäre, wie eine Zersiedlung der Landschaft."

Von Jürgen Stich

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Entscheidung über Anlage auf einer Fläche von 55 Hektar liegt bei den Stadtverordneten

Gegen die Errichtung einer riesigen Solaranlage in Uetz regt sich massiver Widerstand. „Fontane nannte uns das schönste Dorf im Havelland – das wollen wir uns nicht kaputtmachen lassen“, sagte der Uetzer Ortsvorsteher Hans Becker zur MAZ. Die Uetzer seien nicht gegen den Ausbau regenerativer Energien, „aber nicht an diesem Standort, der unmittelbar an den Dorfkern mit Gutshaus und Kirche angrenzt“, so Becker.

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