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Pläne für Zentraldepot aufgeschoben

Archivwesen in Potsdam Pläne für Zentraldepot aufgeschoben

Die Potsdamer Stadtverwaltung ist bei den Prüfungen für ein Zentraldepot in Zeitverzug geraten, das neben den Museen auch den Bedarf der Stadt- und Landesbibliothek sowie von Rathausabteilungen wie dem Stadtarchiv und der Denkmalpflege abdeckt. Laut Stadtverordnetenbeschluss vom April sollte das Konzept dafür im Oktober vorliegen.

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Der stellvertretende Direktor des Potsdam-Museums, Hannes Wittenberg, im Museumsdepot auf Hermannswerder.

Quelle: Gartenschläger

Potsdam. Die Verwaltung ist bei den Prüfungen für ein Zentraldepot in Zeitverzug geraten, das neben den Museen auch den Bedarf der Stadt- und Landesbibliothek sowie von Rathausabteilungen wie dem Stadtarchiv und der Denkmalpflege abdeckt. Laut Stadtverordnetenbeschluss vom April dieses Jahres sollte das Rathaus „bis Oktober 2017“ ein Konzept vorlegen, das „mittel- und langfristig die Sicherung einer bedarfs- und fachgerechten Depotausstattung für alle Archiv- und Depotangelegenheiten der Landeshauptstadt einschließt“.

Auf eine kleine Anfrage von Horst Heinzel (CDU/ANW) hat Stefan Karau als Leiter der eigens gebildeten Projektgruppe nun jedoch mitgeteilt, dass den Stadtverordneten „voraussichtlich im ersten Quartal 2018“ die Ergebnisse einer „Voruntersuchung“ vorgelegt werden sollen.

Ausgangspunkt für den Stadtverordnetenbeschluss war ein Antrag der Linken vom November 2016, der auf eine „bedarfs- und fachgerechte Depotausstattung“ für die Stadt- und Landesbibliothek und das Potsdam-Museum abzielte. Die Bibliothek am Platz der Einheit, die im Zuge des Umbaus zum Bildungsforum eine komplette Magazinetage aufgeben musste, nutzt seither übergangsweise Räume in der vor Jahren geschlossenen Groß-Glienicker Waldschule als Lager.

Die ebenfalls nur als Provisorien eingerichteten Depots des Potsdam-Museums sind mit einem Gebäude auf Hermannswerder, der Groß-Glienicker Waldschule und Räumen auf dem Gelände der MAZ sogar über drei Standorte verteilt. In der Diskussion des Linken-Antrags hatte die Verwaltung erstmals bekannt gegeben, dass die Errichtung eines Zentraldepots geprüft werde.

Nach Mitteilung von Projektgruppenleiter Karau werden „momentan an sieben Standorten Depotflächen genutzt“. Der jährliche finanzielle Aufwand dafür belaufe sich auf 263 016,24 Euro Miete und 50 106,72 Euro an Nebenkosten. Langfristig erhofft sich die Stadt von der Errichtung eines Zentraldepots Einsparungen. Im März hatte die Verwaltung mit Blick auf die nächsten 30 Jahre bekannt gegeben, dass ein Flächenbedarf von insgesamt 8759 Quadratmetern ermittelt worden sei.

Nach damaligen Angaben des Fachbereichsleiters Verwaltungsmanagement, Rainer Pokorny, sollten neben dem Zentraldepot zwei weitere Varianten geprüft werden. Entweder mit zwei Standorten, davon einem für die Museen und die Denkmalpflege, oder mit Einzellösungen für das Naturkunde- und das Potsdam-Museum, die Denkmalpflege, das Stadtarchiv, sowie die Stadt- und Landesbibliothek.

Von Volker Oelschläger

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