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Potsdam Initiative will Händler zu Plastikmüll befragen
Lokales Potsdam Initiative will Händler zu Plastikmüll befragen
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20:30 25.02.2019
fast hundert Kubikmeter Müll fanden die Naturschützer am vergangenen Wochenende am Templiner See. jetzt nehmen sich die Plastikpiraten die Innenstadt vor. Quelle: Bernd Gartenschläger
Potsdam

Die Potsdamer Plastikpiraten wollen den Kunststoffmüll in der Innenstadt reduzieren. Dazu planen Schüler der Freien Schule Potsdam eine Umfrage unter den Gewerbetreibenden der City. Sie wollen herausfinden, inwieweit diese eigene Maßnahmen zur Plastikvermeidung planen oder im besten Fall schon durchgeführt haben. Die Bürgerinitiative ist seit Ende 2016 bei der Umweltorganisation BUND angesiedelt und setzt sich vor allem mit Müllsammelaktionen für Naturschutz ein.

Erst am Wochenende haben die Potsdamer Plastikpiraten zusammen mit dem Seglerverein Potsdam und der Braumanufaktur das Ufer des Templiner Sees von Müll befreit. Die Vermüllung der Natur bereitet Umweltverbänden schon seit längerem große Sorge, teils bestehe die ganze erste Waldbodenschicht aus Unrat, heißt es beim BUND.

Nun will sich die Initiative aber der Innenstadt widmen. In Geschäften fällt viel Verpackungsmüll bei der Warenanlieferung an. Die früher alltäglichen Plastiktüten sind hingegen mittlerweile nur noch selten zu sehen, seit sie in jedem geschäft geld kosten und teils von den Händlern komplett abgeschafft wurden.

Weiterhin problematisch sind aber die vielen Tonnen Müll, die durch Fast Food-Verpackungen entstehen. 320.000 Coffee to Go-Becher werden in Deutschland entsorgt – pro Stunde. Fast jeder davon hat einen Plastikdeckel, viele wandern zudem noch mit einem Strohhalm über die Theke. Und auch in der stationären Gastronomie sind Strohhalme, Pommesgabeln und Unterleg-Servietten bis heute häufig Einwegartikel. Einige Gastronomen, etwa die Cocktailbar Bar Fritz’n in der Dortustraße, stellen sich dem bereits entgegen.

Statt Zellstoff kommt hier ein wiederverwendbarer Untersetzer unters Glas, Strohhalme sind auch abgeschafft worden. Gegen die Kaffeebecherflut wiederum hat zum Beispiel die Potsdamer Bürgerstiftung mit ihrem Pfandbechersystem Potspresso einen Weg gefunden. Stadtweit gibt es Teilnehmer, die in die bunten Öko-Tassen nicht nur Kaffee füllen, sondern die Becher auch zurücknehmen und säubern. Das ganze kostet nur 2 Euro Pfand – ganz ohne Müll und schlechtes Gewissen. Die Plastikpiraten wird es freuen.

Von Saskia Kirf

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