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Potsdam Plattenbauten wachsen in die Höhe
Lokales Potsdam Plattenbauten wachsen in die Höhe
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09:59 22.10.2013
Von außen sind die Schlaatz-Hochhäuser keine echte Augenweide, aber der Blick aus dem Fenster geht weit. Quelle: Julian Stähle
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Potsdam

Auf der Suche nach kreativen Lösungen für zusätzlichen Wohnraum plant die „Potsdamer Wohnungsbaugenossenschaft (PWG) 1956 eG“ Veränderungen an einigen ihrer Gebäude in dem Gebiet zwischen „An der Alten Zauche“ und „Am Nuthetal“. 16 der so genannten quadratischen "Würfel-Häuser", die bislang sechs Geschosse haben, könnten um zwei Geschosse aufgestockt werden. Außerdem überlegt die PWG 1956, drei weitere Häuser mit Anbauten zu versehen. Insgesamt würden so 160 neue Wohnungen entstehen, hieß es am Dienstag im Bauausschuss. Dort wurden die Ideen im Zuge der Diskussion um den künftigen B-Plan "Am Schlaatz" vorgestellt.

Die rotmarkierten Gebäude sollen Zusatzgeschosse bekommen. Quelle: PWG

Weiteres Plus: Durch die Aufstockung wird keine weitere Baufläche beansprucht. Und anders als bei der Erschließung neuer Wohngebiete muss keine neue Infrastruktur geschaffen werden.

Allerdings birgt die Idee nicht nur Vorzüge. Gut möglich ist, dass die Hochhaus-Aufstockungen künftig Nachahmer finden. Wenn es dazu aber keine Regularien gibt, so die Befürchtung, könnten die Noch-höher-Hochhäuser zügellos ins Kraut schießen. Deshalb sollen durch den neuen B-Plan "Am Schlaatz" auch künftige Aufstockungen in geordnete Bahnen gelenkt werden. "Um die Nachverdichtung des Wohnungsbestandes Am Schlaatz zu steuern, sind geeignete Rahmenbedingungen festzulegen. Mit einem einfachen Bebauungsplan könnte die Zulässigkeit von Aufstockungen und Ergänzungsbauten (...) sicher gesteuert, also auf bestimmte Standorte beschränkt werden", heißt es in der Begründung der Verwaltung.

So wurde in Potsdam schon einmal ein Plattenbau aufgestockt

Aufgestockt wurde in Potsdam schon der Plattenbau-Aufgang „Zum Kahleberg 18“.

Inhaber ist die Wohnungsbaugenossenschaft Karl Marx.

Eine Holzbaufirma setzte dort gleich zwei zusätzliche Stockwerke auf das bis dahin fünfgeschossige Wohnhaus auf.

Fünf neue Wohnungen entstanden.

In Leichtbauweise mit Holzrahmen wurden die Extra-Geschosse ausgeführt. Dadurch sind sie leicht.

Das Plangebiet für den neuen B-Plan umfasst 64 Hektar. Die Gebäude dort wurden Mitte der 1980er Jahre als geplante Großsiedlung der DDR errichtet. Geprägt wird das Gebiet von drei Arten von Wohngebäuden: Neben den neun "Würfel-Häusern", die immer am Ende der langgezogenen, fünfgeschossigen Blöcke in U- oder Winkelform stehen, gibt es noch drei "Punkthochhäuser" mit 17 Geschossen . Insgesamt ist die Gegend dicht bebaut - der "Ausweg", mit Neubauten in die Höhe zu streben, scheint logisch.

Von Ildiko Röd

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