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Plattners Kunsthalle beflügelt das Potsdam-Museum
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Kulturdezernentin Magdowski bahnt Kooperation an Plattners Kunsthalle beflügelt das Potsdam-Museum

Die Vorbereitungen für Hasso Plattners Kunsthalle beflügeln das benachbarte Potsdam-Museum. Kulturdezernentin Iris Jana Magdowski hat, wie sie am Montag sagte, unmittelbar nach ihrem Dienstantritt nach längerer Krankschreibung mit dem designierten Gründungsdirektor Peter Joch telefoniert. Ziel sei eine Kooperation beider Häuser, die mit sozialistischer Kunst einen gemeinsamen Arbeitsschwerpunkt haben. Joch habe das Angebot "sehr dankbar aufgenommen".

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Mäzen Hasso Plattner.

Quelle: dpa

Potsdam. Dabei betrachtet Magdowski die Kunsthalle durchaus als Herausforderung für das Museum. Wie berichtet, sprach Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) im Zusammenhang mit dem Projekt von der "einmaligen Chance" für Potsdam, "in kultureller Hinsicht gleich in der Champions-League zu spielen". Die Dezernentin fragte gestern: "In welcher Liga werden wir dann mit unseren Ressourcen spielen?" Sie erinnerte an die knappe Baukasse für das Museum am Alten Markt, das mit der Eröffnung der Dauerausstellung zur Stadtgeschichte am 22. September weitgehend fertig sein soll. So habe sie bei einer Gesamtinvestition von neun Millionen Euro noch 300000 Euro aus dem Schuletat für das Museum umschichten müssen, "damit das überhaupt funktioniert".

Klärungsbedarf sieht die Dezernentin noch beim Streit um die gefängnisartige Gestaltung des Museums-Treppenhauses und um die laute mobile Klimaanlage im unteren Ausstellungsbereich (MAZ berichtete). Eigentlich habe der Kommunale Immobilienservice (Kis) es mit der Anschaffung dieser Geräte "gut gemeint", so Magdowski: "Aber gut gemeint ist natürlich nicht alles." Als Referenz habe der Kis angegeben, dass solche Geräte auch in den Berliner Museen eingesetzt würden. Nachfragen bei der Generaldirektion hätten aber ergeben, dass sie dort nur in Räumen ohne Publikum liefen. Sie rechne mit einer baldigen Lösung.

Langwieriger wird das Prozedere zum Treppenhaus. Architekt Reiner Becker habe ihr gesagt, dass er "provozieren wollte". Sie sei aber der Ansicht, dass die Architektur sich der Funktion eines Hauses unterzuordnen habe. Die Museumsleitung war laut Magdowski nicht in die Gestaltung des Treppenflurs eingebunden. Wie berichtet, beharren Kis und Architekt auf künstlerischer Freiheit. Eine von der Politik und vielen Museumsgängern geforderte Korrektur lehnen sie ab. Wenig hilfreich findet Magdowski die von Becker angebotene Erläuterung seiner Intentionen gegenüber dem Publikum. Sie will eine Debatte in der Fachöffentlichkeit. Mit Florian Mausbach, langjähriger Präsident des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung, und Ursula Sinnreich, Generalsekretärin der Kunststiftung NRW, habe sie erste Gesprächspartner.

Geklärt hat sich der Streit um die übermalten Keramiksäulen von Hedwig Bollhagen. Nach Protesten im Kulturausschuss hat der bis dahin widerstrebende Kis die aus den 80er Jahren stammende Farbschicht pünktlich zur Dauerausstellung abbeizen lassen.

Von Volker Oelschläger

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