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Platz in Potsdam für 16.000 neue Wohnungen

Stadtentwicklung in Potsdam Platz in Potsdam für 16.000 neue Wohnungen

Wo gibt es noch Flächen für Wohnungsbau in der Boomstadt Potsdam? Eine neue Analyse zeigt: In Bornim/Bornstedt und im Gebiet um den Hauptbahnhof gibt es noch Möglichkeiten. Auch Fahrland, Krampnitz und die kleineren Ortsteile sowie Golm und Eiche haben noch Potenzial für Wohnungsneubau.

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In Potsdam werden sich auch in den nächsten Jahren viele Kräne drehen – Platz für 16 000 neue Wohnungen ist jedenfalls da.

Quelle: Friedrich Bungert

Potsdam. Die Metropole der Mark boomt: Im Jahr 2035 wird die Landeshauptstadt um 30 800 Einwohner mehr haben als heute. Menschen, für die Wohnungen gebaut werden müssen. Der Bedarf kann befriedigt werden. „In der Landeshauptstadt gibt es nach einer aktuellen Analyse Flächen für den Bau von etwa 16 000 neuen Wohnungen; für knapp zehntausend besteht bereits Baurecht“, sagte Erik Wolfram, Bereichsleiter Stadtentwicklung, am Donnerstag bei der Vorstellung der Umsetzung des Wohnungspolitischen Konzepts. 2015 hatten die Stadtverordneten das Konzept beschlossen. Ein Auftrag an die Verwaltung lautete, dass die Potenzialflächen für Wohnungsbau zu aktualisieren sind.

Der Schwerpunkt liegt auf Mehrfamilienhäusern – sie sollen auf 83 Prozent der ermittelten Flächen gebaut werden. Davon sind 1500 Wohnungen im Westentaschenformat geplant, sprich: Sie sind für den Bedarf von Studenten oder von Alleinlebenden gedacht.

Der Vorteil von Geschosswohnungsbau gegenüber Einfamilienhäusern: Er ermöglicht den „sparsamen Umgang“ mit der Baufläche und eine effektivere Verkehrserschließung sowie Nutzung sozialer und technischer Infrastruktur – mehr Menschen können davon profitieren.

Auch die kleineren Flächen südlich der Havel sind wichtig

Als räumliche Schwerpunkte werden in der Potenzialflächenanalyse folgende Standorte genannt: Jeweils knapp 3000 Wohnungen sind in Bornim/Bornstedt und in dem Gebiet um den Hauptbahnhof möglich. 2400 Wohnungen könnten in Fahrland, Krampnitz und den kleineren Ortsteilen realisiert werden. Bis zu 1800 Wohnungen sind in Golm und Eiche möglich. „Aber auch kleinere Flächen sind wichtig, vor allem südlich der Havel“, betonte Wolfram.

Etwa ein Viertel der Flächen sind im Eigentum der Stadt. Wie berichtet, hat die kommunale Immobilienholding Pro Potsdam sich zum Ziel gesetzt, 200 neue Wohnungen pro Jahr zu bauen, davon mindestens die Hälfte mit Landes-Förderung. Seit Februar gibt es verbesserte Förderbedingungen des Landes. Neu ist beispielsweise die Erweiterung der Zielgruppe, so dass nicht mehr nur WBS-Bezieher mit einem Einkommen von tausend Euro pro Person und Monat eine geförderte Wohnung erhalten können, sondern auch all diejenigen, deren Einkommen bis zu 40 Prozent über dem WBS liegt.

Auch im Bornstedter Feld ist jetzt sozialer Wohnungsbau möglich

Im Rahmen der neuen Förderrichtlinie wurde das ganze Bornstedter Feld als förderwürdig für sozialen Wohnungsbau eingestuft. Nun können Grundstücke mit der Verpflichtung ausgeschrieben werden, dort sozialen Wohnungsneubau zu errichten.

Außerdem sind alle Plattenneubaugebiete Fördergebiete. Im Norden der Stadt sind die Möglichkeiten deutlich rarer, denn nördlich des Bornstedter Felds gibt es keine Förderung. Die Stadt will sich damit nicht zufrieden geben und strebt eine Ausweitung an – etwa auf Golm/Eiche. „Es gibt Signale des Landes, dass man sich Golm durchaus auch vorstellen könnte“, so Wolfram.

Im Bereich der Quartiers „Rote Kaserne West“ im Bornstedter Feld sollen 830 Wohnungen entstehen – davon ungefähr 20 Prozent geförderter Wohnungsbau. Dieselbe Quote soll auch am Alten Markt erreicht werden, wo anstelle des Fachhochschulgebäudes neue Wohnkarrees geplant sind.

„Wir freuen uns über jeden Förderantrag“

Fazit der Potenzialanalyse: In den nächsten Jahren ist ausreichend Platz für neue Wohnungen vorhanden. „Jetzt kommt es darauf an, dass auf den Flächen auch tatsächlich neue und bedarfsgerechte Wohnungen gebaut werden – sehr gerne auch mit Einsatz der neuen Landesförderung, denn nur so werden auch günstige Mietwohnungen im Neubau entstehen“, betonte Wolfram: „Wir freuen uns auf jeden Förderantrag.“

Von Ildiko Röd

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