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Platzeck ehrt aufrechten Sozialdemokraten Otto-Braun

Umbenennung des Havelplatzes vorm Landtag am 19. März / Stadt stellt Programm zum 80. Jahrestag des 21. März 1933 vor Platzeck ehrt aufrechten Sozialdemokraten Otto-Braun

Das Bild ist legendär. Der Tag, an dem es geschossen wurde, ging als „Tag von Potsdam“ in die Geschichte ein: Adolf Hitler verbeugt sich am 21. März 1933 vor Reichspräsident Paul von Hindenburg; es ist der demonstrative Händedruck zwischen beiden und bahnt den Weg für die Ermächtigungsgesetze, die Grundlage der Nazi-Herrschaft.

Zum 80. Mal jährt sich 2013 der Tag, weshalb die Stadt nun ihr Programm für den 21. März vorgestellt hat. „Als Landeshauptstadt haben wir durch die Inszenierung der Vereinigung des national-konservativen Lagers mit Hitler in und vor der Potsdamer Garnisonkirche eine besondere Verantwortung“, sagte Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD).

Schon am 19. März, also zwei Tage vor dem eigentlichen Gedenktag, wird der jetztige Havelplatz zwischen Langer Brücke und Landtag nach dem sozialdemokratischen Politiker Otto Braun benannt. „Damit soll ein deutliches Zeichen für ein demokratisches Potsdam gesetzt werden, quasi als Gegenpol zur gängigen Geschichtsbetrachtung des Tages von Potsdam“, sagte Stadtsprecher Stefan Schulz. Braun war ein entschiedener Gegner des Nationalsozialismus und der letzte demokratisch gewählte Ministerpräsident von Preußen. Für die Veranstaltung haben bereits Landtagspräsident Gunter Fritsch als Schirmherr und Ministerpräsident Matthias Platzeck (beide SPD) zugesagt.

Beim Demokratiespaziergang am Tag darauf werden unter dem Motto „Demokratie bewegt uns“ die drei Kirchen ansteuert, an denen am „Tag von Potsdam“ hauptsächlich agiert wurde. Der Spaziergang beginnt um 19 Uhr an der Kirche St. Peter und Paul und führt über St. Nikolai zum ehemaligen Standort der Garnisonkirche. Organisiert wird diese Aktion von den Potsdamer Kirchen, der Landeshauptstadt Potsdam, dem Aktionsbündnis gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit Brandenburg und den regionalen Arbeitsstellen für Bildung, Integration und Demokratie in Brandenburg (RAA). Außerdem wird am 20. März die Broschüre „Alltagsrassismus in Potsdam. Viele trauen sich nicht, die Dinge anzusprechen“ des Vereins Opferperspektive vorgestellt. Jakobs wird die Begrüßung halten.

Am 21. März selbst lädt der OB ab 18 Uhr zu einem Empfang im Rathaus. Dort wird Thomas Wernicke vom Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte einen Vortrag halten. Wernicke hat sich als Historiker mit dem „Tag von Potsdam“ beschäftigt. Im Filmmuseum wird außerdem ganztägig eine Veranstaltung unter dem Motto „Der andere Tag von Potsdam“ stattfinden. Sie wird von der Landeszentrale für politische Bildung organisiert und von der Stadt unterstützt. (Von Stephan Henke)

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