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Pogida-Anhänger posieren vor Schloss Sanssouci

Schlösserstiftung wehrt sich Pogida-Anhänger posieren vor Schloss Sanssouci

Ein bizarres Bild bot sich am Montagabend den Touristen im Park Sanssouci. Auf der Treppe vor dem Schloss hatte sich eine Gruppe „Patrioten“ versammelt, eine Fahne und ein Plakat mit Parolen entrollt und für ein Foto von ihrer Aktion posiert. Am Mittwoch wurde das Bild bei Facebook veröffentlicht – und kurze Zeit später wieder entfernt.

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Am Montag vor dem schloss Sanssouci.

Quelle: Screenshot Facebook

Potsdam. Wieder haben Pogida-Anhänger ein politisches Statement mit einem Foto aus dem Park Sanssouci in Potsdam illustriert. Sehr zum Missfallen der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten (SPSG).

Bereits Anfang Februar hatte die Werbung der die islamfeindliche „ Pogida“-Bewegung für den vierten sogenannten „Abendspaziergang gegen die Islamisierung des Abendlandes“ für Ärger gesorgt. Die Schlösserstiftung ging umgehend dagegen vor. Der damalige „Pogida“-Anmelder Christian Müller bekam ein Unterlassungsschreiben, in dem er aufgefordert wurde, das Panoramafoto von Schloss Sanssouci zu entfernen.

Knapp zwei Monate später sorgte ein anderes Motiv für Zwist. Dieses Mal hatte „Pogida“ ein Foto vom Potsdamer Hauptbahnhof samt Bus und Straßenbahn für die Veranstaltungsankündigung genutzt. Die Stadtwerke distanzierten sich deutlich. Und nun also wieder das Schloss Sanssouci.

„Patrioten“ posieren vom dem Schloss

Am Mittwochvormittag veröffentlichte nun die Gruppe „Asylhütte in Potsdam? Kannste knicken“ auf Facebook einen Text über einem „kulturellen Spaziergang durch den Park Sanssouci“. Ein „gutes Dutzend Patrioten“ habe demnach die Abendsonne im Park genossen – und dabei deutlich ihre Gesinnung gezeigt.

Mit einer großen Fahne („Schluss mit Asylhütten in Potsdam“ – Wohnraum zuerst fuer Deutsche“), die wiederholt auch bei den „Pogida“-Demonstrationen zu sehen war, und einem meterlangen Transparent (u.a.“Organisiert den Widerstand gegen Volksverrat“) posierten sie auf den Treppen vor dem Schloss Sanssouci.

Pogida-Demonstration in Potsdam Anfang März 2016

Pogida-Demonstration in Potsdam Anfang März 2016.

Quelle: Julian Stähle

Stiftung wehrt sich gegen Missbrauch

Frank Kallensee, Sprecher der Schlösserstiftung, machte am Mittwoch gegenüber der MAZ erneut klar, dass das Aufnehmen und die Verwertung von Fotografien und Filmen von Kulturgütern der SPSG einer ausdrücklichen Erlaubnis bedürfen, „die nur im Einzelfall und im Rahmen einer vorherigen schriftlichen Vereinbarung erteilt wird. Diese liegt in diesem Fall nicht vor.“ In solchen Fällen werden die Inhaber Facebook-Seite durch die Stiftung schriftlich aufgefordert, die Fotografien umgehend aus der Facebook-Seite und gegebenenfalls auch aus anderen Werbemedien, in denen diese ebenfalls verwendet wurden oder werden, zu entfernen.

Am Mittag war das Foto mit der Gruppe vor dem Schluss auf der Facebook-Seite verschwunden.

Übrigens : Bereits kommende Woche könnte es die erste Demo des „Pogida“-Nachfolgers unter neuem Namen und neuer Leitung geben.

Von MAZonline

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