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Pogida-Anmelder Müller ab April vor Gericht

Berufungsverfahren vor dem Landgericht Potsdam Pogida-Anmelder Müller ab April vor Gericht

Der frühere Potsdamer Pogida-Anmelder Christian Müller wird bei der Polizei als Intensivtäter geführt. Nach einer Verurteilung nach einer Silvesterschlägerei ist der Potsdamer trotzdem auf freiem Fuß, weil er gegen das Urteil des Amtsgerichts Berufung einlegte. Ab 10. April wird Müller nun vor dem Landgericht der Prozess gemacht.

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Christian Müller bei einer Pogida-Demo.

Quelle: dpa

Potsdam. Der mehrfach wegen Gewaltstraftaten verurteilte Potsdamer Pogida-Anmelder Christian Müller steht am 10. April in einem Berufungsverfahren vor dem Landgericht Potsdam, wie Gerichtssprecher Sascha Beck am Dienstag auf MAZ-Anfrage bestätigte. Der damals 32-Jährige war im Februar 2016 vom Amtsgericht Potsdam wegen Körperverletzung und Bedrohung zu einem Jahr Haft verurteilt worden.

Es geht um einen Vorfall in der Silvesternacht 2014/15. Der Potsdamer soll zwei Partygäste verprügelt haben, was Müller bestritt. Er legte gegen das Urteil Berufung ein und hofft auf eine Bewährungsstrafe. Auch die Staatsanwaltschaft legte Berufung ein, weil sie ein höheres Strafmaß erreichen will. Wird Müller ohne Bewährung verurteilt, muss er ins Gefängnis, wo er bereits wegen einer Verurteilung wegen gefährlicher Körperverletzung saß. Der Fall wird vor der 7. Kleinen Strafkammer verhandelt.

Im Sommer verprügelte Müller seine Freundin auf offener Straße

Im Juni 2016 wurde Christian Müller nach einem Gewaltausbruch in der Potsdamer Innenstadt in Gewahrsam genommen. Zeugen hatten die Polizei gerufen, weil sie Müller dabei beobachtet haben, wie er seine Freundin verprügelte. Sie wollte nach dem Vorfall, sie getreten und gegen den Kopf geschlagen worden, keine Anzeige erstatten.

Der 32-Jährige hat eine lange Akte bei Polizei und Gericht. Seit 2003 ist er 16 Mal von deutschen Gerichten verurteilt worden. Im Polizeiregister hat er 170 Einträge. Gegen Bewährungsauflagen hat er häufiger verstoßen.

Wegen gefährlicher Körperverletzung saß Müller im Jahr 2013 im Gefängnis. Er soll während seiner Zeit im Knast von einem Mitgefangenen erpresst worden sein, nachdem er sich abfällig über den Rockerclub Hells Angels geäußert hatte. Aus Angst vor seinem Widersacher soll Müller ausgerechnet Hilfe bei zwei der bekanntesten Häftlinge der JVA Brandenburg an der Havel gesucht haben: den „Störche“ genannten Sexualstraftätern Detlef W. und René N., über deren mutmaßliche Begünstigung Ex-Justizminister Volkmar Schöneburg (Linke) stürzte.

 

Von Marion Kaufmann

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