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Pogida-Chef Müller zieht sich zurück

Staatsanwalt geht in Berufung Pogida-Chef Müller zieht sich zurück

Nach seiner Verurteilung zu einem Jahr Gefängnis wegen schwerer Körperverletzung will sich Pogida-Chef Christian Müller zurückziehen. Die Demonstration am Mittwoch soll vorerst seine letzte sein. Unterdessen hat die Staatsanwaltschaft Berufung gegen das Urteil eingelegt.

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Christian Müller meldet regelmäßig Pogida-“Spaziergänge“ in Potsdam an.

Quelle: Julian Stähle

Potsdam. Nach seiner Verurteilung zu einem Jahr Haft wegen Körperverletzung will sich der Organisator des islamfeindlichen Pegida-Ablegers Pogida von den Demonstrationen zurückziehen. „Am kommenden Mittwoch habe ich meinen letzten Auftritt“, sagte Christian Müller am Montag. „Ich will der Staatsanwaltschaft zeigen, dass ich fähig bin, an mir zu arbeiten.“

Pogida wird wohl weitergehen

Die seit Anfang Januar laufenden allwöchentlichen „Abendspaziergänge“ der Pogida würden jedoch von anderen weitergeführt. Der 32-Jährige war am vergangenen Freitag zu einem Jahr Gefängnis ohne Bewährung verurteilt worden, weil er vor einem Jahr bei einer Silvesterparty zwei junge Männer geschlagen hatte.

Staatsanwaltschaft will höhere Strafe

Unterdessen will die Potsdamer Staatsanwaltschaft eine härtere Strafe für den Chef der Pogida erreichen. „Wir haben Berufung gegen das Urteil eingelegt, weil wir ein höheres Strafmaß erreichen wollen“, sagte der Sprecher der Potsdamer Staatsanwaltschaft, Christoph Lange, am Montag auf Anfrage. Auch Müller hatte angekündigt, das Urteil anfechten zu wollen.

Müller droht Potsdam mit einem 7-Tage-Pogida-Marathon

Müller droht Potsdam mit einem 7-Tage-Pogida-Marathon.

Quelle: Friedrich Bungert

Bereits wegen Folterung in Haft gewesen

Es war nicht der erste Schuldspruch gegen jenen Mann, der die islamfeindlichen Pogida-Demos regelmäßig anmeldet und für den März einen Sieben-Tage-Demo-Marathon sowie eine Großkundgebung mit 5000 Unterstützern aus Sachsen angekündigt hat. Schon im Dezember 2014 war der zweifache Vater wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung in Cottbus zu zehn Monaten Haft verurteilt worden. Im November 2013 kassierte er ebenfalls wegen Körperverletzung zehn Monate. 1000 Euro Geldstrafe musste Müller wegen betrunkenen Fahrens ohne Führerschein im Juli 2014 zahlen. Von 2010 bis 2013 saß er in Haft, weil er einen Mann stundenlang gefoltert hatte. Insgesamt kommt Christian Müller auf 170 Einträge im Polizeiregister.

Weder in Potsdam noch in Brandenburg gemeldet

Müller ist nach offiziellen Angaben weder in Potsdam noch in Brandenburg behördlich gemeldet. Dies sei aber kein Hinderungsgrund für die Demo-Anmeldungen, sagte Polizeipräsident Hans Jürge Mörke auf Anfrage. „Sie können aus Nordrhein-Westfalen kommen, Sie können aus Marokko kommen“, sagte Mörke. „Sie müssen sich ausweisen, das hat er getan, und er muss für uns erreichbar sein. Das ist er auch und ansonsten deckt das Versammlungsgesetz das voll ab.“

Von MAZonline und dpa

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